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Alex Megos wird Neunter beim 1. Leadweltcup der Saison

08.07.2018, 10:58 Uhr

In Villars-sur-Olon in den Schweizer Alpen fanden am vergangenen Wochenende der erste Leadweltcup sowie der vierte Speedweltcup der Saison statt. Das Finale des Leadweltcups ging leider ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. Alexander Megos (DAV Erlangen) hätte es um ein Haar unter die besten Acht geschafft, wurde aber letztendlich auf Rang neun verdrängt. Den Sieg holten sich der Österreicher Jakob Schubert, sowie Janja Garnbret aus Slowenien.

Vernebelter erster Wettkampftag

Die Bedingungen zu Beginn des Wettkampfwochenendes im Schweizer Alpenstädtchen Villars waren alles andere als ideal: Starker Regen, gefolgt von dichtem Nebel sorgten für leicht feuchte und zum Teil rutschige Griffe. Aber pünktlich zum Halbfinale am Samstag klarte der Himmel auf und die Bedingungen verbesserten sich. Zum Finale am Samstag Abend herrschte dann ein trockenes und kühles Klima – perfekt für einen gelungenen Wettkamfpabschluss.

 

Alexander Megos verpasst Finale knapp

Alexander Megos hatte zunächst Probleme, in den 1. Wettkampf der Saison zu finden: Nach der ersten Qualirunde belegte er mit 32+-Zügen nur Rang 36. Den Rückstand konnte er aber bei der zweiten Route wieder wett machen: Hier erreichte er mit sieben anderen Athleten den Top-Griff und zog somit verdient ins Halbfinale ein. Auch dort schafft er es bis zum 28. Zug - genauso weit wie die Athleten auf den Plätzen 6 bis 10. Allerdings waren seine Qualifikationsergebnisse etwas schlechter als die der Athleten auf den vorderen Plätzen und so landete er auf einem soliden 9. Platz. Da nur die acht besten Kletterer in das Finale einziehen, war hier für den besten Deutschen dieses Wettkampfs Schluß.

Trotz der erschwerten Bedingungen brachte Yannick Flohé (DAV Aachen) in den beiden Qualifikationsrouten sehr gute Leistungen. Nach seinem Sieg beim Europäischen Jugendcup in Uster (Schweiz) vergangenes Wochenende zeigte er sich auf der Weltcupbühne ebenfalls in Topform. Sowohl bei der ersten, als auch bei der zweiten Qualifikationsroute konnte er gute Höhen erreichen und zog souverän ins Halbfinale ein. Hier fiel er aber bei Zug 21 ins Seil und schaffte es leider nicht in die nächste Runde. Mit Platz 18 kann er aber dennoch zufrieden sein.

 

Auch Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main) konnte Regen und Nebel in der Qualifikation ausblenden und schaffte es ins Halbfinale der besten 26. Die Halbfinalroute fiel aber auch ihm schwer, und mit einer Höhe von 19+ und Platz 23 verpasste auch er das Finale.

 

Martin Tekles (DAV Achental), Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten), Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln) und Christoph Hanke (DAV Ringsee) hatten mehr Probleme mit den Qualifikationsrouten und den schlechten Bedingungen. Sie konnten sich nicht für das Halbfinale qualifizieren und kamen auf die Plätze 60 (Hanke), 61 (Martin), 66 (Tekles) und 87 (Firnenburg).

 

Alma Bestvater knackt den deutschen Speedrekord der Damen

Als einzige deutsche Starterin bei den Damen war Alme Bestvater (DAV Weimar) in Villars vertreten. Die frisch gebackene Deutsche Meisterin im Bouldern erzielte in dieser Saison schon gute Ergebnisse bei Boulderweltcups. Beim Leadweltcup am Wochenende schaffte sie es leider nicht ins Halbfinale und musste sich mit Rang 53 zufrieden geben. Dass die 22-Jährige aber in allen drei Disziplinen Talent hat, bewies sie beim Speedweltcup am Samstag. Auch wenn sie hier "nur" Platz 28 erreichte, toppte sie mit 10,64 Sekunden an der Speedwand nicht nur ihre persönliche Bestzeit, sondern knackte damit auch den deutschen Speedrekord der Damen!

 

17. Leadweltcupsieg für Jakob Schubert

Der Leadwettkampf der Herren startete zunächst mit einer klaren Führung von Romain Desgranges (FRA), dem letztjährigen Leadweltcup-Gesamtsieger, und Sascha Lehmann (SUI). Die beiden konnten als einzige beide Qualifikationsrouten toppen und sicherten sich dadurch eine sichere Position im Halbfinale. Hier war es aber Max Rudigier aus Österreich, der als einziger den Topgriff erreichte. Im Finale holte dann sein Landsmann Jakob Schubert nochmal auf und holte mit 38+ Zügen die selbe Höchstwertung wie Romain Desgranges. Dank seiner etwas besseren Platzierung im Halbfinale schob sich der Österreicher in der Tageswertung schließlich ganz knapp vor seinen französischen Kollegen und nahm seine 17. Goldmedaille bei einem Leadweltcup mit nach Hause.

 

Romain Desgranges holte Silber, Bronze ging an den Japaner Tomoa Narasaki.

 

Janja Garnbret startet mit einer Goldmedaille in die Saison

Janja Garnbret hat noch in keinem Leadweltcup-Finale gefehlt und stand letztes Jahr bei jedem einzelnen Wettbewerb auf dem Podium. Auch bei dieser ersten Station der diesjährigen Wettkampfserie ließ sie nichts anbrennen und zeigte sich in gewohnter Topform. Obwohl sie in der Qualifikation nur eine der beiden Routen bis zum Top klettern konnte, und auch die Halbfinalroute nicht bis ganz nach oben schaffte, kam sie in der Finalroute dem Topgriff am nächsten. Erst beim Zug zu diesem stürzte sie ins Seil und landete damit souverän auf dem ersten Platz. Zweite wurde knapp dahinter Jessica Pilz (AUT), Bronze holte Jain Kim (KOR).

 

Ergebnisse 1. Leadweltcup Villars

DAMEN:

  1. Janja Garnbret (SLO)
  2. Jessica Pilz (AUT)
  3. Jain Kim (KOR)

53. Alma Bestvater (DAV Weimar)


HERREN:

  1. Jakob Schubert (AUT)
  2. Romain Desgranges (FRA)
  3. Tomoa Narasaki (JPN)

9. Alexander Megos (DAV Erlangen)
18. Yannick Flohé (DAV Aachen)
23. Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main)
60. Christoph Hanke (DAV Ringsee)
61. Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten)
66. Martin Tekles (DAV Achental)
87. Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln)

 

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