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Skitouren auf Pisten

Skitourengehen liegt im Trend. Mit zunehmender Beliebtheit nutzen mehr und mehr Tourengeher die präparierten Pisten für ihre Sportart. Dadurch sind aber auch Risiken und Konflikte entstanden. Über die Ausgestaltung des Mit- und Nebeneinanders von Abfahrern und Aufsteigern auf Pisten hat es insbesondere im letzten Jahr einige Meinungsverschiedenheiten gegeben. Jetzt haben der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) und der Deutsche Alpenverein (DAV) eine gemeinsame Position zu Skitouren auf Pisten gefunden.

 

Risiken des Tourengehens auf Pisten

Viele Tourengeher sind auf Pisten unterwegs, weil sie auf den präparierten und beschneiten Pisten ideale Bedingungen sowohl für den Aufstieg als auch für die Abfahrt vorfinden, und weil sie es dort für nicht gefährlich halten. Und tatsächlich ist man auf geöffneten Pisten vor den typischen Gefahren des freien Skiraumes sicher – also in erster Linie vor Lawinen. An die Stelle dieser Gefahren treten allerdings andere Risiken. Zum einen resultieren diese daraus, dass Tourengeher auf Pisten aufwärts gehen, während der Großteil der Pistennutzer abfährt. Bei viel Betrieb und an Engstellen kann das gefährlich sein. Zum anderen droht erhebliche Gefahr für Tourengeher, die nach Skibetrieb unterwegs sind, wenn Pisten u.a. auch mit Hilfe von Seilwinden präpariert oder Lawinen abgesprengt werden. Es ist daher sehr wichtig, die zehn DAV-Regeln für Skitouren auf Pisten beachten.

 

Skitouren Piste Gefahr Windenseil  

 

Die vier zentralen Punkte

  1. DAV und VDS bringen sich aktiv ein, um Konflikte durch Skitouren auf Pisten zu lösen. Skigebiete mit erheblichem Handlungsbedarf gibt es vor allem im Einzugsbereich Münchens. Für viele andere Skigebiete der bayerischen Alpen ist der Handlungsbedarf momentan gering oder nicht gegeben, da bereits akzeptable Lösungen gefunden und erfolgreich umgesetzt wurden. Ziel ist es, zu erreichen, dass in allen bayerischen Skigebieten Aufstiegsmöglichkeiten für Tourengeher zur Verfügung stehen.
  2. Skitourengeher im Bereich von Pistenskigebieten sind verpflichtet, sich an die zehn allgemeinen DAV-Regeln für Skitouren auf Pisten sowie an örtliche Regelungen der Skigebiete, z.B. ausgewiesene Aufstiegsrouten für Tourengeher oder zeitlich befristete Sperrungen, zu halten.
  3. Zeitlich befristete Sperrungen von Pistenabschnitten (etwa Engpassagen), bestimmten Abfahrten oder Skiwegen zur Vermeidung von Unfallgefahren können in Einzelfällen nötig sein.
  4. Zur Erarbeitung praktikabler Lösungen für Skigebiete mit Handlungsbedarf organisiert und moderiert der DAV Gesprächsrunden auf örtlicher Ebene. Im Dialog mit den Beteiligten (Vertreter der Bergbahnen und Lifte, Gemeinden, zuständigen DAV-Sektionen etc.) kann dabei auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort detailliert eingegangen werden.

 

 

 

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Skitouren auf Pisten zu unternehmen ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden; ein Ende des Booms scheint nicht in Sicht. Konflikte entstehen vor allem dann, wenn Skitourengeher in der Zeit nach dem täglichen Betriebsschluss der Bahnen auf Skipisten unterwegs sind: Dann können Pistenpräparierung und Lawinensprengungen behindert werden, z.T. sind damit erhebliche Gefahren für Skitourengeher verbunden. Auch Wildtiere können von Tourengehern und deren Hunden empfindlich gestört werden.   Vom DAV initiiert, wurden mit den beteiligten Bergbahnen, zuständigen DAV-Sektionen, Verbänden und Behörden einschließliche der zuständigen Bayerischen Ministerien Vereinbarungen getroffen: Zehn Verhaltensregeln  gelten seither für alle Skitourengeher auf Pisten. Sie wurden in Zusammenarbeit von Deutschem Alpenverein und seinen Sektionen, dem Verband Deutscher Seilbahnen, den zuständigen Ministerien, dem Deutschen Skiverband sowie der Bergwacht erarbeitet.   Ein Faltblatt zum Thema Skitouren auf Pisten findest du hier. 

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