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Outdoorfirmen produzieren Schutzkleidung

23.03.2020, 13:20 Uhr

Das norditalienische Unternehmen Oberalp, zu dem Marken wie Salewa oder Dynafit gehören, und die Firma La Sportiva helfen in der Coronakrise mit Schutzkleidung aus.

„Weil in Italien und auch rund um unser Headquarter-Standort Bozen absoluter Notstand an medizinischem Material für die fachgerechte Behandlung von COVID-19-Patienten herrscht, haben wir begonnen aus Reststoffen Mundschutzmasken und wasserabweisende Schutzmäntel zu nähen“, so die Firma. In einer Woche wurden am Standort Montebelluna 50.000 Gesichtsmasken und 800 Schutzmäntel produziert. Darüber hinaus konnten über einen chinesischen Partner in Zusammenarbeit mit der Fluglinie Austrian Airlines 600.000 Schutzausrüstungen eingeflogen werden. Dies geschah kurzerhand mit umfunktionierten Passagierflugzeugen. Mit der Schutzkleidung sollen die stark betroffenen Regionen Nord- und Südtirol sowie der italienische Zivilschutz in Rom versorgt werden.

 

Auch die Firma La Sportiva aus dem Trentino nutzt seine Maschinen, die zum Schneiden und Nähen von Materialien wie Leder oder Gummi dienen, ab sofort zur Produktion von Masken und Schutzbekleidung. Mit dieser soll der Zivilschutz in Trient ausgestattet werden. Die erste Charge von 55.000 Gesichtsmasken wurde Ende März produziert. Das Ziel ist, pro Tag 3.000 Stück herzustellen.