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Wetter: Rekorde 2018

08.01.2019, 10:28 Uhr

Das vergangene Jahr war „ein außergewöhnliches Wetterjahr mit vielen Rekorden“, resümiert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Damit zeigten sich auch in 2018 sehr deutlich die Folgen des Klimawandels.

Zu warm, zu trocken, zu viel Sonne

2018 geht als das wärmste und sonnigste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte ein. Darüber hinaus zählt das vergangene Jahr zu den niederschlagsärmsten seit 1881. Dies zeigten die ersten Auswertungen der Ergebnisse von rund 2000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes.

Ab Mitte Juni stellte sich eine große Trockenheit ein. Mit rund 590 Litern pro Quadratmeter erreicht das Jahr 2018 nur 75 Prozent des durchschnittlichen Wertes von 789 Litern pro Quadratmeter. Die wenigsten Niederschläge fielen in einigen Orten in Sachsen-Anhalt und Thüringen (250 Liter). Die Dürre hielt außerordentlich lang an - erst im Dezember setzten ergiebige Niederschläge ein.

Auch der Sonnenschein brach alle Rekorde: 2020 Stunden wurden im vergangenen Jahr in Deutschland gemessen. Damit gilt 2018 als das sonnenscheinreichste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in 1951. Am meisten schien die Sonne im Raum Berlin (2165 Stunden), am wenigsten im Sauerland (1750 Stunden). „Von April bis November verliefen alle Monate ausnahmslos zu warm, zu trocken und sonnenscheinreich“, fasst der DWD zusammen.

 

Lange Hitzperiode

Darüber hinaus erlebten wir im Juli und August eine der längsten und heftigsten Hitzeperioden der deutschen Klimageschichte. Mit 10,4 Grad Celsius lag der Temperaturdurchschnitt um 2,2 Grad über dem Wert der Referenzperiode (1961 bis 1990). Der bisherige Temperaturrekord aus dem Jahr 2014 wurde damit abgelöst. Heißester Ort: Bernburg an der Saale. Die Temperatur erreichte am 31. Juli 39,5 Grad Celsius.