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„Stoppt das Kraftwerk Tumpen-Habichen!“

17.04.2020, 08:32 Uhr

Unerwarteter Baustart im Schatten der Corona-Krise

Eine breite Naturschutz-Allianz fordert das Land Tirol auf, die Verbauung der freifließenden Ötztaler Ache nicht zuzulassen. Im Schatten der Corona-Krise starteten Mitte März im Tiroler Ötztal völlig unerwartet die Bauarbeiten für das seit Jahren umstrittene Kraftwerk Tumpen-Habichen. Konkret plant die Ötztaler Wasserkraft GmbH ein Ausleitungskraftwerk im Ötztal mit einem Staubecken in Tumpen. Der Bau würde nicht nur eine weltberühmte Kajak-Strecke zerstören sondern wäre auch das erste Kraftwerk in der Ötztaler Ache. Solche Wildflüsse, wie die Ache eine ist, sind zu einer Seltenheit geworden.

 

Petition gestartet

„Während es für Projektkritiker in Tirol nicht mehr möglich ist, die Gemeindegrenzen zu überqueren geschweige denn öffentliche Versammlungen abzuhalten, dürfen die Kraftwerksbetreiber weiterhin ungehindert mit dem Bau fortfahren - und das trotz offener Rechtsfragen, ungeklärter Beschwerden und ohne rechtskräftige Bewilligung“, kritisiert Marieke Vogt von Wildwasser Erhalten Tirol (WET). Der gemeinnützige Verein richtet daher eine Petition an LH-Stvin. Ingrid Felipe und LH-Stv. Josef Geisler und fordert darin den sofortigen Stopp des Kraftwerkbaus. Unterstützt wird die Initiative von der lokalen Bürgerinitiative gegen Wasserstau Tumpen sowie von der Umweltschutzorganisation WWF Österreich
 

 

Die Online-Petition kann ab sofort unterschrieben werden unter:
www.change.org/tumpen-habichen

 

#unserealpen

Ende 2018 starteten die Alpenvereine AVS, DAV und ÖAV die gemeinsame Kampagne "Unsere Alpen". Sie möchten damit in einer breiten Öffentlichkeit deutlich machen, wie einzigartig, vielfältig und wertvoll die Alpen sind – und dass dieser Natur- und Kulturraum massiv bedroht ist. Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann dies zum Beispiel auf Instagram tun und unter #unserealpen ein Bild sowie seinen Kommentar posten.