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Skigebiet See will größer werden

04.01.2018, 10:16 Uhr

Eine 8er-Gondel soll die Geländekammer der Ascher-Hütte weiter skitechnisch erschließen. Die Genehmigung ist erteilt; der Landesumwaltanwalt hat Beschwerde eingereicht.

Mangelnde Umweltverträglichkeits-Prüfung

Eine 8er-Gondelbahn soll von kurz unterhalb der Ascher Hütte bis auf den Medrigkopf auf 2.550 m gebaut werden. Dazu kommen Pisten mit umfangreichen Baumaßnahmen, und bis zu 30 Meter hohe Seilbahnstützen.

 

Dieses Vorhaben wrude im November 2017 vom Land Tirol kurzerhand genehmigt; ohne eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verordnet zu haben. 

Unter den Tisch gekehrt wurde dabei der kumulative Flächenverbrauch: das aktuelle Vorhaben allein beansprucht zwar "nur" 9 ha; mit den Maßnahmen von 2014/2015 zusammengenommen sind es aber 20 ha. Damit ist klar die Grenze überschritten ab der eine UVP gesetzlich vorgeschrieben ist. 

Zudem liegen laut Tiroler Landesumweltanwalt (LUA) knapp 50% der beanspruchten Fläche ausserhalb der definierten Skigebietsgrenzen des Tiroler Seilbahn und Skigebietsprogramms (TSSP).

 

Aufgrund der Höhenlage sind die ökologischen Schäden nahezu irreparabel, der Eingriff ins Landschaftsbild ist gravierend. Der LUA hat Klage eingreicht, eine entgültige Entscheidung wird also vor dem Verwaltungsgerichtshof in Wien getroffen werden. 

 

 

Erweiterung bereits im Gange

Die Grundsteine für weitere Maßnahmen wurden aber viel früher gelegt:  im Winter 2014/2015 wurde die "Veringsbahn" und neue Pisten eingeweht. Sie führen im direkten Umfeld der Ascherhütte in Richtung Küberlgrubenscharte.

Alle Infos zu diesem früheren Projekt hier.