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Klimaschutz im DAV

Klimaschutz ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. Das zeigen nicht nur die vielen Berichte in den Medien. Auch in unserem direkten Umfeld können wir den Klimawandel spüren, sei es durch die zunehmenden Extremwetterereignisse oder den beschleunigten Gletscherrückgang in den Alpen. Der DAV hat sich als Verband zum Klimaschutz bekannt. Auf seiner Hauptversammlung 2021, die am 29. und 30. Oktober in Friedrichshafen stattfand, wurden nun ein Klimaschutzkonzept und eine Klimastrategie verabschiedet werden.

Klimaschutz im DAV

Auf seiner Jubiläumshauptversammlung im Herbst 2019 hat sich der DAV als Verband zum Klimaschutz bekannt. Mit einer Resolution für konsequente Klimapolitik wendet sich der DAV an die Politiker*innen in Ländern, Kommunen und im Bund. Er fordert die Bundesregierung dazu auf, eine konsequentere und sozialverträgliche nationale Klimapolitik zu gestalten.

Als mitgliedsstärkster Naturschutzverband in Deutschland sieht es der DAV aber als seine Pflicht, auch vor der eigenen Haustüre zu kehren. Durch die Verabschiedung einer Selbstverpflichtung unterstützt der DAV das Pariser Klima-Abkommen uneingeschränkt. Durch seine Aktiväten möchte der DAV dazu beitragen, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf "deutlich unter" zwei Grad zu begrenzen. Seit 2021 wird zusätzlich ein Klimabeitrag, der sogenannte "Klimaeuro" erhoben. Er fließt in den DAV-Klimafonds ein, der verschiedene Maßnahmen zum Klimaschutz im DAV finanziert.

 

Projektgruppe Klimaschutz

Wie genau Klimaschutz beim Alpenverein aussehen soll, damit befasst sich seit 2020 eine Projektgruppe. Diese entwickelte ein umfangreiches Klimaschutzkonzept. Der erste Entwurf sowie der weitere Prozess wurden auf der Hauptversammlung 2020, die im Juni 2021 als digitale Veranstaltung nachgeholt wurde, vorgestellt und mit einer überzeugenden Mehrheit von 91% bestätigt.

 

Seit Anfang 2021 wird die Umsetzung der Klimaschutzaktivitäten durch die Projektgruppe Klimaschutz begleitet, die beratende Funktion für das DAV-Präsidium hat. Aktuell besteht die Projektgruppe aus dem Lenkungskreis, der für die langfristige Projektsteuerung verantwortlich ist, dem Kernteam, das sich mit der Projektkoordination und -umsetzung befasst und einzelnen Expertenkreisen, die für die Ausdifferenzierung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zuständig sind.

 

Mehr als 40 Vertreter*innen der Sektionen und Landesverbände sowie aus dem Bundesverband sind auf allen Projektebenen eingebunden. Vertreter*innen der Sektionen konnten sich für die Projektstruktur bewerben und dort aktiv mitwirken. In einem umfassenden Informations- und Diskussionsprozess wurde im Mai 2021 auf drei Sektionstreffen über die aktuelle Entwicklung des Klimaschutzkonzepts informiert und zahlreiche Fragen beantwortet.

 

Klimaschutz auf drei Ebenen

Die Klimaschutzaktivitäten im DAV gliedern sich in drei Ebenen

  • In der übergeordneten Klimaschutzstrategie werden die Vision Klimaschutz, die Klimaschutzziele und das Grundprinzip zur Erreichung der Ziele dargestellt. Der DAV bekennt sich darin zu seiner Verantwortung, dem Klimawandel aktiv entgegenzutreten. Alle Aktivitäten werden auf den Prüfstand gestellt. Als übergeordnetes Ziel steht die Erreichung der Klimaneutralität bis 2030. Um diese zu erreichen, verfolgt der DAV das Prinzip „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“. Vorrangig werden dabei Vermeidungs- und Reduktionsmaßnahmen zur Verkleinerung des eigenen CO2-Fußbadrucks vorangebracht. Im letzten Schritt sollen alle nicht vermeid- und reduzierbaren Emissionen kompensiert werden.
  • Das Klimaschutzkonzept befasst sich mit der Bilanzierung, verschiedenen Steuerungsansätze und dem Umsetzungsprozess. Die Bilanzierung bildet eine wichtige Voraussetzung für alle Klimaschutzaktivitäten. Verschiedene Steuerungsansätze, wie die Erhebung eines DAV-internen CO2-Preises auf alle Emissionen oder die Erhebung eine Klimaschutzbeitrags unterstützen die Zielsetzung der Klimaneutralität.
  • Ein umfangreicher Katalog mit Klimaschutzmaßnahmen in den Bereichen Mobilität, Infrastruktur, Verpflegung, Kommunikation und (Umwelt-)Bildung zeigt, welche Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion von Emissionen sinnvoll sind und bis wann diese umgesetzt werden sollen.