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Ist eine CO2-Reduktion in der Tourismusmobilität möglich?

Die Selbstverständlichkeit von Flugreisen erschwert die CO2-Reduktion im Tourismus erheblich. Dass es auch anders geht, zeigen nachhaltige Mobilitätskonzepte im Bergsport.


„Nachhaltiger Transport im Tourismus“ war eines der Themenschwerpunkt auf dem diesjährigen Treffen des Weltverkehrsforums (International Transport Forum TIF) Ende Mai in Leipzig. Fazit: an Bewusstsein für das Thema mangelt es nicht, viel mehr fehlt es an der Bereitschaft zur Veränderung.

 

Bundesverkehrsminister Dobrindt sprach zwar in seiner Eröffnungsrede von einem immer „sicherer, umweltfreundlicher und komfortabler werdenden Verkehr“. Der CO2-Reduktion im Tourismus wird jedoch wenig Hoffnung zugesprochen. Zu selbstverständlich wird auf das Flugzeug als Transportmittel zurückgegriffen. Gerade in der Tourismusbranche erfreuen sich solche Ziele, die meist nur mit dem Flugzeug erreichbar sind, nach wie vor großer Beliebtheit. Umso mehr ist es darum die Aufgabe der Politik auch Innovationen auf den Weg zu bringen, damit der Verkehr die angestrebten Reduktionsziele erreicht.

 

Nachhaltiger Transport - das Dilemma der Tourismusbranche

Dass dabei auch das eigens eingerichtete Forum „Nachhaltiger Transport im Tourismus“ wenig Chancen sieht diesem Trend zu begegnen, ist bedauerlich. Vielversprechende Kampagnen und Initiativen zum „nachhaltigen Reisen“ haben bisher kaum ein Umdenken bewirkt - ganz im Gegenteil. Viele Reisende sind sich durchaus darüber im Klaren, dass die Art der touristischen Mobilität negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima hat. Diese werden aber oft zu Gunsten des bevorstehenden Urlaubs ignoriert. So trägt die Tourismusmobilität maßgeblich zur globalen Klimaveränderung und den damit verbundenen negativen Folgen bei - auch in beliebten Reisezielen. Diese enge Verbindung zwischen Tourismusmobilität und Klimaschutz macht deutlich, wie wichtig nachhaltige Mobilitätskonzepte sind.

 

Klimafreundliche Mobilität im Bergsport

Eine Region, in der sanfte Mobilität immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist der vielbefahrene Alpenraum. Verschiedene Projekte und Mobilitätskonzepte zeigen, dass nachhaltige Mobilität und somit CO2-Reduktion möglich und umsetzbar ist. So kann der Natur- und Kulturraum Alpen auch klimafreundlich bereist werden, denn an Alternativen zum Flugzeug oder Pkw mangelt es nicht.

 

Die Anreise mit Bus und Bahn, beispielsweise, ist nicht nur entspannter sondern trägt gleichzeitig auch zu einem nachhaltigen Bergsport bei. Wer dies einmal testen möchte, findet hier einer Sammlung ausgewählter Touren die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Im Rahmen des Projekts „Klimafreundlicher Bergsport“ wird diese Zusammenstellung kontinuierlich erweitert.