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Die verschiedenen Möglichkeiten der Anreise

Bergsportler und Alpenvereine stehen in besonderer Weise in der Verantwortung, die verursachten Emissionen zu reduzieren. Eine umweltfreundlichere Anreise trägt ihren Teil dazu bei.


Bergsport ist häufig mit vielen Reisekilometern verbunden. Weil der überwiegende Anteil mit dem Pkw zurückgelegt wird, bedeutet dies entsprechend hohe Treibhausgasemissionen. Unser bevorzugter Freizeit- und Erholungsraum, das hoch sensible Ökosystem der Alpen, ist von diesen Einflüssen besonders stark betroffen. Auch deshalb stehen wir, Bergsportler und Alpenvereine, besonders in der Plicht unsere etablierten Gewohnheiten zu hinterfragen und zu ändern. Umweltfreundliche Reiseformen gibt es genügend:

 

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch weniger anstrengend. Hinzu kommen deutlich günstigere Tickets für Gruppen ab 6 Personen. Aber auch die Kombination aus Bahn und Fahrrad bietet sich fürs Bergwandern in vielen Fällen sehr gut an. So lässt sich das letzte Stück vom Endhaltepunkt bis zum Einstieg der Tour einfacher zurücklegen. Nähere Informationen zu den Bedingungen bei der Fahrradmitnahme in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es hier.

 

Welche Touren sich besonders gut für eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln eignen, sind hier zusammengestellt.  

 

Anreise mit dem PKW

Falls das Tourengebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar ist oder das Auto bevorzugt wird, sollte es wenigstens ausreichend ausgelastet sein. Fahrgemeinschaften sind nicht nur billiger, sie verbessern auch die CO2-Bilanz der Pkw-Anreise. Aber auch während der Fahrt kann man noch etwas für die Umwelt tun. Tipps für ein entsprechend spritsparendes Fahrverhalten gibt es beim Umweltbundesamt sowie beim Verkehrsclub Deutschland (VCD).

 

Am Ziel angekommen dürfen nur vorhandene, ausgewiesene Parkplätze benutzt werden. Wenn doch auf Privatgrundstücken geparkt werden muss, sollte vorher beim Besitzer angefragt werden. Nicht in Wiesen und Feldern zu parken ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

 

Entfernung zum Tourenziel

Für einen umweltbewussten Bergsteiger sollten Aufenthaltsdauer und Anfahrtskilometer in einem verantwortbaren Verhältnis zueinander stehen. Für eine Tagestour können beispielsweise 150 km (einfache Strecke) als Orientierung dienen. Je weiterer Tourentag sind zusätzliche 100 km vertretbar. Außerdem spricht sich der DAV dafür aus, statt vieler Tagestouren vermehrt Mehrtagestouren zu unternehmen.

 

Weitere Angebote

Wer denkt, es gäbe nur die Bahn als Alternative zum PKW ist weit gefehlt. Auch das gestiegene Umweltbewusstsein der Öffentlichkeit hat in den Letzten Jahren zur Entwicklung weitreichender Angebote geführt. CarSharing-Programme, Fernbusse oder Portale für Fahrgemeinschaften erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. In einer Broschüre des VCD und auf der Webseite co2online gibt es außerdem umfangreiche Informationen zum Thema klimafreundliche Mobilität.

 

Planungshilfe für die umweltfreundliche Bergtour

In der Broschüre „Planungshilfe umweltfreundliche Bergtour“ widmet sich die DAV-Sektion Friedrichshafen nicht nur dem Thema Anreise. Vielmehr umfasst das online Dokument Tipps und Anregungen zur umweltgerechten Durchführung von Bergtouren in den verschiedenen alpinen Disziplinen: Wandern/ Bergsteigen, Klettern, Skibergsteigen und Mountainbiken. Eine zusätzliche Checkliste erleichtert die Vorbereitungen.

 

 

 

 

 

 

 

Klima- und umweltfreundliche Tourenplanung auf alpenvereinaktiv

Im Rahmen des Projekts „Klimafreundlicher Bergsport“ entsteht aktuell eine Sammlung von Touren, die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz wird dieses Angebot stetig erweitert, um der gestiegenen Nachfrage ausreichend Rechnung zu tragen. Zu finden sind die Touren sowohl auf der Homepage des DAV sowie im Tourenportal www.alpenvereinaktiv.com.

 

Bahn, Fernbus oder PKW? Der Mobilitätsvergleich

Der aktuelle Bahntest des Verkehrsclub Deutschland (VCD) (2014/2015) untersucht das Mobilitätsverhalten auf insgesamt zehn ausgewählten Strecken mit 540 Verbindungen innerhalb Deutschlands. In die Bewertung der Verkehrsmittel (Bahn, Fernbus, Pkw) flossen die Faktoren Kosten, Zeit sowie Umwelt-verträglichkeit (CO2-Ausstoß) ein. Die Ergebnisse der Studie stehen unten zum Download bereit.