logo-dav-116x55px

Klimawandel kennt keine Grenzen

Schon heute haben wir mit den ersten Anzeichen und weitreichenden Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Dabei handelt es sich um ein globales, vom Menschen stark beeinflusstes Phänomen, das sich regional sehr unterschiedlich auf Menschen und Ökosysteme auswirkt. Vor allem Entwicklungsländer und ihre Bevölkerung haben mit den negativen Folgen zu kämpfen.

Beobachtete Veränderungen

Viele der seit den 1950er Jahren beobachteten Veränderungen sind zum ersten Mal seit Jahrzehnten bis Jahrhunderten aufgetreten.

  • Die globale Oberflächentemperatur ist zwischen 1880 und 2012 um ca. +0,85 °C angestiegen.
  • Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen liegen elf der wärmsten Jahre in den letzten zwölf Jahren.
  • Zwischen 1901 und 2010 ist der mittlere globale Meeresspiegel um etwa 19 cm gestiegen.
  • Seit 1950 wurden Veränderungen vieler extremer Wetter- und Klimaereignisse beobachtet (z. B. Rückgang kalter Extremtemperaturen, Zunahme heißer Temperaturextreme, Häufigkeit extremer Nieder­schläge).
 

Grafik: Anstieg der durchschnittlichen Oberflächentemperatur

Beobachtete Veränderung der Erdoberflächentemperatur von 1901-2012 (Angabe in ° C) Quelle: IPCC, 2013: Summary for Policymakers: In: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change.

 

Direkte und indirekte Risiken des Klimawandels

Die Veränderung der elementaren Klimafaktoren Temperatur und Niederschlag hat weitreichende Konsequenzen – global wie regional:

 

  • Weitere Erhöhung der mittleren, globalen Temperatur um +0,3 °C bis +4,8 °C bis Ende des 21. Jahrhunderts.
  • Auftauen riesiger Methanvorräte (sehr klimawirksames Treibhaus­gas) unter sibirischen Permafrostböden kann den weltweiten Erwärmungstrend deutlich verstärken.
  • Der immer schneller steigende Meeresspiegel macht manche Küsten-regionen bis Ende des Jahrhunderts unbewohnbar und bedroht je nach Klimaschutz- und Anpassungsanstrengungen zwischen 70 und 190 Millionen Menschen weltweit.
  • Versauerung und Erwärmung der Ozeane bedroht weltweit die Nahrungskette von Menschen sowie zahlreiche Ökosysteme (z.B. Korallen und Mangroven).
  • Durch das Abschmelzen der polaren Eismassen und des Inlandeises gehen wichtige Wasserressourcen verloren.
  • Zunahme der Intensität und Häufigkeit von Extremwetterereignissen (Sturmfluten, Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, etc.) führt in manchen Regionen u. a. zur Verschlechterung der Trinkwasserversorgung.

Die prognostizierten Veränderungen machen deutlich, dass die Risiken für die Menschheit steigen. Die Folge: langsameres Wirtschaftswachs­tum, Gefährdung der Ernährungssicherheit und Verschärfung sozialer Ungleichheiten. Erstmals bezeichnet der IPCC (Weltklimarat) in seinem letzten Sachstandsbericht 2014 Kriege und Migrationsbewegungen – als Folge des Klimawandels – als realistische Zukunftsszenarien.