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Bewusst genießen

Die alpine Hütten- und Wegeinfrastruktur ist die Basis unserer Freizeitaktivitäten in den Bergen. Erhalt und Sanierung dieser Infrastruktur bieten aber auch diverse Möglichkeiten, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sei es durch die Verwendung naturverträglicher, langlebiger Materialien bei Sanierungen, die regenerative Energieversorgung auf Hütten oder deren umweltfreundlichen Betrieb.

Umweltgütesiegel der Alpenvereine

Seit 20 Jahren verleihen die Alpenvereine das Umweltgütesiegel an Hütten, die den Umweltgedanken besonders konsequent umsetzen. Grundvoraussetzung für den Erhalt des Siegels ist ein umweltgerechtes und energieeffizientes Bewirtschaften der Hütte nach strengen Richt-linien und Standards. Im Wesentlichen geht es um:

  • Effiziente Energieversorgung (z. B. durch den Einsatz erneuerbarer Energien)
  • Ökologisch verträgliche Entsorgung/Abwasserreinigung
  • Wasser- und Stromsparmaßnahmen
  •  Müllvermeidung

 

Mit der Verleihung des Umweltgütesiegels an Hüttenpächter möchte der DAV Sektionen wie Hüttenpächter motivieren, ihren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten – 112 Hütten tun dies bereits mit Überzeugung. 

 

Purtschellerhaus – mit gutem Beispiel voran

In Sachen regenerativer Energieversorgung und klimafreundlicher Bewirtung ist das Purtschellerhaus (1.692 m) in den Berchtesgadener Alpen einer der Vorreiter.

Regenerative Energieversorgung:

  • Photovoltaikanlage und Stromspeicherung in einer Batterieanlage
  • Blockheizkraftwerk (BHKW) mit kaltgepresstem Rapsöl aus regionaler Herstellung
  • BHKW-Abwärme wird zur Warmwassererzeugung/ für Heizzwecke genutzt
  • Biologische Abwasserreinigung ohne Energieeinsatz

Klimafreundliche Bewirtung:

  • Ver- und Entsorgung über eine Materialseilbahn
  • Sehr sparsamer Energieeinsatz
  • Speisekarte mit regionalen Produkten (Kampagne „So schmecken die Berge“)
 

Und was kann ich tun?

Jeder Einzelne kann einen Beitrag zum klima- und umweltschonenden Aufenthalt in den Bergen leisten:

  • Auswahl regionaler und saisonaler Gerichte (Kampagne So schmecken die Berge)
  • Verzicht auf überflüssigen Komfort beim Aufenthalt auf Alpenvereinshütten (heiße Dusche, beheizter Schlafraum, etc.)
  • Mitnahme des eigenen Abfalls ins Tal
  • Stromsparen (Ausschalten des Lichtes in unbenutzten Räumen)
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln