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Klimaneutral leben im Alltag – ein Erklärfilm

04.11.2019, 14:30 Uhr

Wie können wir klimafreundlicher leben? Dieser Frage geht ein Erklärfilm des Umweltbundesamtes (UBA) nach. Im Fokus des Clips steht der CO2-Fußabdruck, der durch Mobilität, Wohnen und Ernährung verursacht wird.


Im Moment verbraucht jeder Deutsche im Schnitt 11 Tonnen CO2. Bis 2050 soll dieser Wert auf unter eine Tonne pro Person sinken. Natürlich müssen dafür auch Industrie, Politik und Wirtschaft handeln – aber auch die Privathaushalte. Dort entstehen besonders viele Treibhausgase in den Bereichen Bauen und Wohnen, Mobilität und Ernährung. Die größten CO2-Verursacher sind:

 

  • Mobilität: die Zahl der Fernreisen, die zurückgelegten Autokilometer und der Kraftstoffverbrauch des Autos
  • Wohnen: hier kommt es vor allem auf die Größe der Wohnfläche und den Dämmstandard in Bezug auf den Heizenergieverbrauch an. Auch die verwendeten Energie-Mittel und die Art, wie der Strom produziert wird, sind hier wichtig.
  • Ernährung: Tierische Produkte wie Fleisch, Käse oder Butter sind mit besonders hohen Emissionen verbunden. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verursacht zwischen sieben und 28 Kilo Treibhausgasemissionen – Obst oder Gemüse dagegen liegen bei weniger als einem Kilo. Mit Bioprodukten lassen sich außerdem knapp 20 Prozent der CO2-Emissionen einsparen. 

 

Im Durchschnitt entfallen 21 Prozent der Treibhausgasemissionen auf den Bereich Heizen und Strom, 21 Prozent auf Mobilität und 15 Prozent auf Ernährung. Der restliche Konsum schlägt mit 37 Prozent zu Buche, die öffentliche Verwaltung mit sechs Prozent. 

 

Letztendlich entscheidet aber der Einzelfall: Tägliches Pendeln mit dem Auto oder eine Flugreise pro Jahr schrauben die Emissionen in die Höhe. Wohnen auf kleiner Wohnfläche, der Verzicht auf übermäßigen Fleischkonsum oder das Pendeln mit dem Fahrrad verringern dagegen den individuellen CO2-Fußabdruck deutlich. Es gibt also große individuelle Handlungsspielräume. "Was wirklich zählt, sind die Grundsatzentscheidungen rund um die Themen Verkehr, Heizung, Fleischkonsum und Haushaltsgroßgeräte", so das UBA.

 

Weitere Infos

Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes können Interessierte selbst ihren CO2-Fußabdruck ermitteln.

 

 

Wer mehr über seinen CO2-Fußabdruck und eine mögliche Reduzierung wissen möchte, findet auf der UBA-Seite ein paar Beispiele von Bürgerinnen und Bürgern.

 

 

Viele nützliche Infos vermittelt die Broschüre "Klimaneutral Leben"