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Deutschlandwetter 2019

Viel Sonne, wenig Niederschlag

04.02.2020, 10:43 Uhr

Das Jahr 2019 verlief in Deutschland zu trocken, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen ermittelt. Es war das drittwärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen 1881.

2019 im Detail

Die vom Deutschen Wetterdienst ausgewerteten Messergebnisse zeigen: 2019 reiht sich in die Rekordliste der letzten Jahre ein. Wie bereits die meisten der vorangegangenen Jahre, verlief auch 2019 zu trocken, zu sonnig und zu warm.

 

Zwar begann das Jahr mit einem niederschlagsreichen Januar, in dem sich die Wolken an den Nordrändern der Berge stauten und dort zu lange nicht erlebten Schneemassen führte. Doch gleich der Februar zeigte sich als sonnenscheinreichster Monat seit Messbeginn; mit sehr hohen Temperaturen war es bereits recht frühlingshaft.

 

Im März dann fegten schwere Stürme über Deutschland, der April dahingegen wartete mit trockenem und häufig sehr warmem Wetter auf. Anders wiederum der Mai, er verlief sehr kühl und nass.

 

Es folgte der wärmste und sonnigste Juni seit Messbeginn. Er war gleichzeitig der Auftakt in einen erheblich zu trockenen und extrem heißen Sommer, der alle vorangegangenen an Hitze übertraf. Die Folgen: Flüsse trockneten aus und Wälder litten unter der großen Trockenheit.

 

Im September begann eine Periode mit mehr Niederschlag. Sie hielt mit kurzen Unterbrechungen bis Weihnachten an und beendete die Dürre allmählich.

 

2019 fielen pro Quadratmeter 730 Liter Niederschlag. Das war zwar wieder mehr als im Extremjahr 2018, doch das Soll von 789 Liter pro Quadratmeter wurde nur zu 93 Prozent erfüllt. Bei den Niederschlägen waren große regionale Unterschiede zu erkennen: die wenigsten Niederschläge fielen vom Thüringer Becken bis zur Leipziger Tieflandsbucht, wo lokal nur 350 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. Den meisten Regen und Schnee bekam das Allgäu ab – mit bis zu 2.450 Litern pro Quadratmeter.

 

Sonnenschein-Plus

Das Sonnenschein-Soll liegt in Deutschland bei 1.544 Stunden. Mit etwa 1.800 Stunden wurde dieses Soll um 18 Prozent überstiegen. Die meisten schien die Sonne am Hochrhein mit rund 2.120 Stunden; am wenigsten im Norden und im Sauerland mit teils unter 1.500 Stunden.

 

Weitere Informationen

Details zum Wetterverlauf 2019 in den einzelnen Bundesländern sowie weitere Analysen sind direkt beim DWD abrufbar.