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Schnee von morgen: Wintersport & Klimawandel

30.11.2015, 11:53 Uhr

Im bayerischen Alpenraum fällt immer weniger Schnee. Auf der Zugspitze hat die durchschnittliche Schneehöhe von 1961 bis heute um 21% abgenommen, in Oberstdorf gar um 61%. Dies belegen die Zahlen, die der Bayerische Rundfunk in seinem Multimedia-Datenprojekt Schnee von morgen zusammengestellt hat. Wie reagieren Bayerns Wintersportgemeinden auf den Klimawandel? Sind Schneekanonen die einzige Alternative?

 

Sanfter Wintersport und regionale Produkte

Das Beispiel Balderschwang im Allgäu zeigt, dass es auch anders geht. Hier setzt man auf ein Tourismuskonzept, das "sanfte" Wintersportarten wie Schneeschuhtouren und Winterwandern integriert. Dabei werden Hotelchefs zu Wanderführern, die ihren Gästen den Natur- und Kulturraum nahebringen. Und das ist natürlich auch dann möglich, wenn die Schneefälle ausbleiben. Darüber hinaus ist die Landwirtschaft ein wichtiger Teil des Konzepts: Die Bauern vor Ort bieten den Touristen viele regionale Produkte an. Ist der geplante Neubau eines Skiliftes am Riedberger Horn notwendig, um die Einnahmen langfristig zu sichern? Das Projekt ist aus Gründen des Naturschutzes umstritten, auch Dorfbewohner sind skeptisch.

 

 

Das interaktive Datentool des Bayerischen Rundfunks bietet detaillierte Klima- und Tourismusdaten zu 101 Gemeinden im Voralpenraum. Dabei zeigt sich ein überraschendes Gesamtbild: Während die Schneehöhen überall sinken, sind die Auswirkungen auf den Tourismus unterschiedlich. Die begleitende Web-Doku fragt nach den Gründen und stellt die unterschiedlichen Tourismuskonzepte vor.

 

Mehr unter schnee-von-morgen.br.de

 

Eine TV-Version läuft am 30. November 2015, 22.30 Uhr, im Bayerischen Fernsehen.