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Aufbruch in eine bessere Zukunft

16.05.2018, 16:30 Uhr

Die Alpen als Werkstatt sozialer Innovationen? Die Organisation CIPRA stellt in ihrer interaktiven Präsentation viele Möglichkeiten dar, wie sich Alpentäler entwickeln können.

Die Probleme in manchen Alpentälern lassen sich nicht allein durch den technischen Fortschritt lösen. Um der Abwanderung entgegen zu wirken und die Lebensqualität zu sichern und zu steigern müssen neue Projekte und Initiativen entwickelt werden. Gerade in ländlichen, abgelegenen Gebieten sind soziale Veränderungen, die von den Betroffenen selbst in die Hand genommen werden, besonders wichtig.

„Die zum Teil extremen Lebensbedingungen, drohende Naturgefahren, starke Gegensätze von Zentren und Peripherie sowie die ausgeprägte kulturelle Vielfalt in den Alpen haben schon immer nach einem kreativen und flexiblen Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen verlangt“, so die CIPRA. Eine wichtige Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung abgehängter Alpentäler ist also gegeben.

 

Carsharing und Zwischennutzung alter Gebäude

In der interaktiven Präsentation Soziale Innovationen. Wie Ideen wachsen und gedeihen wird in der fiktiven Gemeinde Alptal nach zukunftsfähigen Ideen gesucht. Das Alptal leidet unter vielen typischen Problemen: Die jungen Bewohner wandern in den Städte ab, es gibt kaum Jobs, die alte Bausubstanz verfällt, das Land wird nicht mehr bewirtschaftet und verwildert.

In einer „Denkwerkstatt“ setzen sich nun Bewohner und engagierte Besucher an einen Tisch und entwerfen Perspektiven für den Aufbruch in die Zukunft: Junge Menschen könnten dafür begeistert werden, die Almen wieder zu bewirtschaften. Neue Tourismuskonzepte werden benötigt, die Einheimische und Gäste näher zueinander bringen. Die Bewohner könnten zum Beispiel den Besuchern ihre Heimat durch geführte Themenwanderungen nahe bringen. Als Unterkünfte dienen Bauernhöfe und Almen. Der öffentliche Verkehr müsste verbessert werden. Vielleicht bietet sich auch Carsharing an? Leerstehende Gebäude könnten von Künstlern aus der Stadt in Form einer "Zwischennutzung" bewohnt werden. Möglichkeiten scheint es zuhauf zu geben. Doch auch die Initiatoren wissen: "Eine Idee allein ist noch keine Innovation. Von sozialer Innovation kann erst gesprochen werden, wenn es eine Wirkung in der und für die Gesellschaft gibt."

 

Mehr unter www.cipra.org