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800 Steinböcke in den Bayerischen Alpen

08.12.2016, 15:36 Uhr

Beeindruckende Begegnungen im Hochgebirge: In den bayerischen Alpen gibt es immer mehr Steinböcke.

Zunahme seit 2010 um 40 Prozent

Im Vergleich zum Jahr 2010 ist der Bestand der geschützten Tiere um etwa 40% gestiegen. Zählte man damals ca. 450 Exemplare, so gehen Experten heute von bis zu 800 aus. Die Zahlen finden sich im „Statusbericht Steinwild 2016“, den das Bayerische Landwirtschaftsministerium kürzlich vorgelegt hat. „Diese deutliche Zunahme ist erfreulich und Beleg dafür, dass sich die Steinböcke in unseren Hochgebirgsregionen wohl fühlen“, so der Forstminister Helmut Brunner.

Im 19. Jahrhundert war der Steinbock im gesamten Alpenraum fast ausgerottet. Nun ist er auch bei uns wieder heimisch geworden. Seine Lebensräume befinden sich in den Kammlagen der Hochgebirge. Trotz ihres Gewichts von 120 Kilo klettern die Tiere behände durch die Felsgebiete oberhalb der Baumgrenze. In Bayern haben sich Steinböcke in sogenannten „Populationsinseln“ angesiedelt. 

 

Zugenommen hat die Zahl der Steinböcke in den vergangenen Jahren am stärksten in den Regionen Bad Tölz, im Oberallgäu und im Nationalpark Berchtesgaden. Auch im Bereich des Brünnsteins können Wanderer mit etwas Glück die faszinierenden Tiere beobachten. Während die Bad Tölzer Kolonie an der Benediktenwand isoliert ist, stammt das Steinwild im Ober- und im Ostallgäu vermutlich aus Österreich. Je nach Jahreszeit und Wetterlage wandern die Tiere zwischen Bayern, Tirol und Vorarlberg. Auch die im Nationalpark Berchtesgaden lebenden Steinböcke sind „Grenzgänger“.

 

Mehr Infos unter www.wildtierportal.bayern.de

 

Sie haben Steinböcke gesichtet? Hier können Sie Ihre Beobachtungen mitteilen: www.lbv.de/aktiv-werden/alpensteinbock-in-bayern.html