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2018 bringt Temperaturrekord für Deutschland

15.11.2018, 09:41 Uhr

Noch nie war es wärmer als 2018. Das geht aus der neuesten Meldung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Selbst in den Herbst- und Wintermonaten erreichen die Temperaturen deutschlandweit bis zu 20 Grad Celsius – der Klimawandel ist präsenter denn je.

Sonne und kaum Schnee in Sicht

Das Jahr 2018 war ein Traum für Bergsportler. Temperaturen weit über 30 Grad im Sommer und frühlingshafte Tage bis in den November. Dazu viel Sonnenschein und wenig Regen. Jetzt, zu Beginn der Wintersaison, wird klar, dass die vielen sonnigen Tage auf ein Problem deuten, das ohne langfristige, nachhaltige Lösung das Ende des derzeitigen Wintertourismus bedeuten könnte. Laut Angaben des DWD war es seit Beginn flächendeckender Messungen in Deutschland (1881) noch nie so warm wie im Jahr 2018. Der Temperatur-Mittelwert zwischen 1961 und 1990 lag in Deutschland bei 9,4 Grad Celsius. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden durchschnittlich 11,6 Grad Celsius gemessen, das ist ein Anstieg von 2,2 Grad in weniger als 20 Jahren. Den Bergsport und insbesondere den Wintersport stellen die Folgen der stetig ansteigenden Lufttemperatur vor ein immer größer werdendes Dilemma. Selbst in so hoch gelegenen Skigebieten, wie der Zugspitze, musste der Start der Wintersaison bereits aufgrund zu warmer Temperaturen nach hinten verlegt werden.

 

Auswirkungen des Klimawandels auf die Gletscher

In den Alpen und anderen großen Gebirgen macht sich der Klimawandel besonders stark bemerkbar: Gletscherschwund und Geländeveränderungen stellen Anwohner, Tourismus- und Freizeitgebiete sowie Flora und Fauna vor große Herausforderungen. Schon heute sind viele Pflanzen- und Tierarten, die in den Alpen beheimatet sind, vom Aussterben bedroht. Auch für die Menschen bringen die Klimaveränderungen in den Alpen große Risiken mit sich. Zum einen sind die Gletscher eine der wichtigsten Quellen für die regionale Wasser- und Trinkwasserversorgung. Zum anderen treten in Folge abschmelzender Gletscher vermehrt Erdrutsche, Steinschläge oder auch Überschwemmungen auf, die Bergsportler und Anwohner gefährden können.

 

Initiativen für Nachhaltigkeit und klimafreundlichen Bergsport

Um den Klimawandel zu bekämpfen, gibt es schon heute viele Möglichkeiten sich für naturfreundlichen Bergsport und Nachhaltigkeitsprojekte einzusetzen. Das Projekt „Bergsport mit Zukunft“ setzt sich dafür ein, den CO2-Ausstoß zu verringern und macht unter anderem darauf aufmerksam, bei der Anreise oder der Ausrüstung umweltfreundlicherer Entscheidungen zu treffen. Viele Touren in den bayerischen Alpen sind auch problemlos ohne Auto und mit den "Bergsteigerbussen" erreichbar: wir haben eine große Tourenauswahl bereitgestellt.

Auch durch die Wahl der Urlaubsdestination könnt ihr einen Beitrag leisten: die "Bergsteigerdörfer" legen Wert auf intakte Natur, verzichten auf technische Erschließungen, fördern die klimafreundliche Anreise und steigern die Wertschöpfung vor Ort durch regionale Produkte.

DAV-Initiativen wie „Natürlich auf Tour“ und „Natürlich Klettern“ fördern seit mehreren Jahren naturfreundliche Sportangebote in den Bergen, damit die Natur trotz Bergsport möglichst unverändert bleibt.