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Mitglieder im Alpenverein: eine starke Gemeinschaft

03.09.2021, 15:41 Uhr

Auch wenn vor allem im ersten Halbjahr 2021 die Aktivitäten am Berg und im Verein in weiten Teilen lahmgelegt waren: Zu tun gab es dennoch viel. Und Kreativität war gefragt, wenn es darum ging, die Dinge am Laufen zu halten - von der Mitgliederversammlung an besonderen Orten oder auch digital, über Online-Sprechstunden für Mitglieder bis zum Tourenprogramm in Zeiten von Kontaktbeschränkungen.

Vereinsleben nur eingeschränkt möglich

Im Bundesverband wie in den Sektionen galt es kontinuierlich zu prüfen, ob und wann welche Beschränkungen gelockert werden, welche Bedingungen jeweils gelten und welche Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind – beim Tourenangebot, auf den Hütten und in den Kletterhallen. Und auch nach den ersten Öffnungen gestaltete sich das aktive Vereinsleben schwierig: Touren waren nur in sehr kleinen Gruppen möglich, auf den Hütten konnten die Lager vorerst nur minimal belegt werden und in den Kletterhallen gab und gibt es je nach Bundesland über den Sommer hinaus eine Maskenpflicht beim Sichern …

So manche Aktive blieben bei diesem eingeschränkten Angebot unfreiwillig oder freiwillig auf Abstand. Und für die Sektionen bedeutete das neben dem Vereinsleben auf kleiner Flamme entsprechende finanzielle Einbußen; dank der bereits 2020 geleisteten staatlichen Coronahilfen und der ausgesetzten Tilgungszahlungen bei Krediten vom Bundesverband konnten jedoch zumindest existenzgefährdende Schieflagen vermieden werden.

 

Großartiges Engagement - danke an alle!

Die ganze Zeit ungebrochen war das Enagement der rund 30.000 Ehrenamtlichen, die diese besonderen Rahmenbedingungen von Corona in ihre Vereinsarbeit aufgenommen und mit viel Engagement umgesetzt haben: Sektions-Stammtische, Vorstandssprechstunden per Video-Chat, Webinare zu Wetterkunde, digitale Yogakurse statt gemeinsamer Bergtouren und Mitgliederversammlungen im Freien oder gleich ganz digital. Und dass der DAV nicht nur ein Bergsportverein ist, sondern dass seine Mitglieder über den alpinen Tellerrand hinausblicken und Hilfe leisten, wo andere sie dringend brauchen, zeigten zahlreiche Angebote – von der Corona-Nachbarschaftshilfe bis ganz aktuell zu Hilfs- und Spendenaktionen für Flutopfer. Ein Verein, unser Verein, ist eben doch mehr als eine Organisationsform für Bergsport unter Gleichgesinnten. Er ist eine Wertegemeinschaft, in der sich zu Coronazeiten ein Grundsatz am Berg auch in Tallage bewährt: „Überm Berg“ ist man dann, wenn die ganze Gruppe wieder sicher unten angekommen ist. In diesem Sinne: danke an alle!