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24.04.2018, 18:30 Uhr
Alpines Museum, Praterinsel 5, 80538 München

Vortrag: Friedemann Schmoll. Aufbrechen im aufrechten Gang - Streifzüge durch die Geschichte des Wanderns

Forschungskolloquium des Instituts für Volkskunde/Europäische Ethnologie der LMU München

Gehen heißt immer auch denken, schauen, fühlen - Gänge durch Natur und Landschaft folgen immer auch Gedankengängen. Die meisten Fußgänger der Geschichte - Vagabunden, Landstreicher, Flüchtlinge - besaßen keinen guten Leumund, waren sie doch nicht freiwillig zu Fuß unterwegs, sondern weil sie mussten. Das 19. Jahrhundert gilt als Epoche des Aufbruchs hin zum modernen Wandern - aus freiem Willen, selbstbestimmt und selbstbewusst. Jetzt wird das Wandern um der Bewegung willen zur Lust. Wälder, Landschaften, Gebirge - ehedem abweisende Orte der Angst - entfalten ästhetische Anziehungskräfte und werden zu Räumen neuer ästhethischer und körperlicher Erfahrung. 

 

Der Vortrag folgt den neuen Gangarten und ihren ideologischen Schrittmachern. Wandern - eine deutsche Lust?

 

Prof. Dr. Friedemann Schmoll lehrt an der Universität Jena.

 

Dienstag, 24. April 2018, 18.30 Uhr

Eintritt frei