logo-dav-116x55px

Der Wegewart der Sektion Konstanz berichtet

11.09.2013, 15:34 Uhr

Auch Schnee und schlechtes Wetter halten uns nicht auf!

DAV Konstanz Wegebau Am Donnerstag, den 27.06.13 haben wir, eine Gruppe von 13 Arbeitswilligen aus den verschiedensten Ecken der Sektion Konstanz, uns nach einem zünftigen Abendessen zur Lagebesprechung für den bevorstehenden Arbeitseinsatz auf der Konstanzer Hütte zusammen gesetzt.

Das Wetter hatte meiner Schreibtischplanung einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht, weil Ende Juni ab ca. 2200m Höhe noch reichlich Schnee lag. Kurzer Hand haben wir den Plan an die real existierenden Bedingungen angepasst, und so gingen am Freitag nach dem Frühstück drei Gruppen an ihre unterschiedlichen Werke.

 

In drei Gruppen legen wir los - Wege frei schneiden und markieren DAV Konstanz Wegebau

Die erste Gruppe nahm den Aufstieg zum Kuchenjoch unter die Ast- und Heckenscheren und hat den Weg bis zur Baumgrenze soweit gerodet, dass er wieder gut als Weg erkennbar ist. Eine zweite Gruppe nahm sich den Weg zum kleinen Pateriol vor und hat diesen, zumindest bis an die Schneegrenze hin, frei geschnitten und entkrautet. Mit Pickel, Brecheisen, Schaufeln, Hacken, Vorschlaghämmern und 35 rot-weiss-rot markierten Lärchenpfosten beladen begab sich die dritte Gruppe von neun „Frondienstlern“ (Zitat Ottokar Groten) auf den beschwerlich steilen Weg ins Pfluntal. Die neuen Pfosten markieren jetzt, gut sichtbar und mit Schmackes in den Boden gehämmert, den Reutlinger Weg von der Pflunhütte bis zum Gstanzjoch. Die letzten 100 Höhenmeter stehen jedoch noch zur Markierung aus, weil wir im knietiefen Schnee nicht mehr weiterkamen. Die dafür nötigen Pfosten haben wir unterhalb eines kleinen Felsenbandes bis zur Weiterverarbeitung zwischengelagert.

DAV Konstanz Wegebau
Nach einem, wie immer, köstlichen Abendessen auf der Konstanzer Hütte bei Petra und Urban Bolter, machten sich zwei unserer Helfer auf den Heimweg. Alle anderen blieben über Nacht um an unserem Sektionsfest teilzunehmen.

 

 

 

Mit ungebrochenem Engagement beseitigen wir zu acht Erosionsschäden

Nach einem Ruhetag am Samstag haben sich am Sonntag noch einmal  acht Freiwillige aufgemacht, um Wasserschäden auf dem Weg zum Gafluna Winterjöchl zu beheben. Hinter der Pflunhütte hatten sich mehrere Bäche den Wanderweg als Bett gesucht. Die Bäche haben wir oberhalb des Weges in mehrere große Rinnen geleitet und dann über den Weg hinweg geführt. Wenn der große Regen irgendwann einmal aufhört und der Schnee geschmolzen ist, sollte der Weg dann weitgehend trocken sein.

Wegebau DAV Konstanz

 

Am Ende dieser arbeitsreichen Tage bleibt mir nur, mich bei allen Beteiligten herzlich für die geleistete Arbeit - zusammen 133 Arbeitsstunden! - zu bedanken. Wir waren uns einig, dass eine Wiederholung unverzichtbar ist....

 

Robert Wagner, Wegewart der Sektion Konstanz, 08.07.2013