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Sanierung von Sicherungen am Watzmanngrat

11.07.2017, 09:03 Uhr

Noch bis Ende der Woche dauern die Sanierungsarbeiten auf der bekannten Watzmann-Überschreitung an. In vereinzelten Medien und sozialen Netzwerken war die Rede von einer kompletten Entfernung der Sicherungen im ersten Abschnitt. Das ist so nicht richtig.

 

 

Schwierige Passagen weiterhin versichert

Nach Informationen des Nationalparks Berchtesgaden, der für die Wegesaniergung im Nationalparkgebiet zuständig ist, wurden bislang zwischen Hocheck und Mittelspitze zahlreiche schadhafte Seilversicherungen und Haken erneuert. Im reinen Gehgelände wurden Seilsicherungen erntfernt, alle schwierigen und bislang versicherten Stellen bleiben nach wie vor in gleichem Maße gesichert. Die Überschreitung wird damit nicht schwieriger, allerdings sollten sich Bergsteiger grundsätzlich im Klaren sein, dass es sich beim Watzmanngrat um eine lange, hochalpine, teilweise ausgesetzte Überschreitung mit Kletterstellen im ersten und zweiten Grad handelt, die - anders als ein Klettersteig - nicht durchgehend versichert ist. Auf vier Kilometer Wegstrecke am Grat kommen 700 Meter Seilsicherung.

 

Weitere Details zur Sanierung am Watzmanngrat sind in einem Interwiew mit dem Nationalpark-Wegereferenten Lorenz Köppl im Berchtesgadener Anzeiger nachzulesen. 

 

Watzmanngrat - Überschreitung

Markierte, nur teilweise versicherte Gratüberschreitung in Absturzgelände, die nur bei bestem Wetter und schnee-/eisfreiem Fels unternommen werden sollte (AV-Weg Nr. 441). Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Klettergewandtheit sind notwendig. Viele Stellen Schwierigkeitsgrad I–II. 

 

Bei Zeitverzug, aufziehendem Schlechtwetter oder Konditionsschwäche sollte spätestens an der Mittelspitze umgekehrt werden.

 

Weitere Details zu Touren am Watzmann gibt es in unseren Informationen Sicher auf den Watzmann.