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Gloggnitzer Hütte - Alpenvereinshütte des ÖAV erhält das Umweltgütesiegel

14.10.2018, 14:10 Uhr

All jenen Alpenvereinshütten, die sich im Sinne der Umwelt besonders auszeichnen, wird seit über 20 Jahren das renommierte Umweltgütesiegel verliehen. Auf der ÖAV-Hauptversammlung 2018 durften die Vertreter der Ortgruppe Gloggnitz die begehrte Auszeichnung für Ihre Gloggnitzer Hütte entgegennehmen.

Bereits mehr als 120 Hütten des Deutschen Alpenvereins, der Alpenvereins Südtirol und des Österreichische Alpenverein konnten mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet werden.

 

Vor der Aufnahme wird für jede Hütte ein umfangreicher Kriterienkatalog zu ökologischem Engagement und Einsatz für den Umweltschutz von einer Jury geprüft.

 

Strenge Auflagen

Um das Umweltgütesiegel zu erhalten sind Faktoren wie Energieeffizienz und -versorgung, Abwasserklärung, Abfallvermeidung und -entsorgung oder auch eine saubere Hüttenumgebung ausschlaggebend.

Zu den Grundvoraussetzungen zählen die Identifikation des Hüttenwirts mit der Hüttenordnung sowie der Ideologie des Alpenvereins, umweltgerechtes und energieeffizientes Betreiben und Bewirtschaften der AV-Hütte, und die Beachtung aller bundes- und landesgesetzlichen Regelungen.

Darüber hinaus sind alle Neuinvestitionen für die Ver- und Entsorgungsanlagen dem aktuellen Stand der Technik anzupassen.

 

 

Gloggnitzer Hütte und ihre Infrastruktur

Die Gloggnitzer Hütte wird von der Ortsgruppe Gloggnitz der ÖAV-Sektion Österreichischer Gebirgsverein betrieben. Die Hütte ist nur zu Fuß erreichbar und verfügt über 22 Schlafplätze. In den Wintermonaten ist sie besonders bei Tourengehern beliebt. Auf Grund ihrer Lage inmitten des Trinkwassereinzugsgebietes der Stadt Wien muss das Schutzhaus besonders strenge Umweltauflagen umsetzen.

 

2010 erhielt die Gloggnitzer Hütte einen Zubau, der zwei Trockentoiletten, einen ganzjährig geöffneten Not- und Winterraum, ein Brandschutzstiegenhaus und ein Lager beinhaltet. Die Hütte wird nur über Photovoltaik und einen kleinen Batteriespeicher mit Strom versorgt, die Energie für das Warmwasser wird aus dem Stückholzherd ausgekoppelt. Die Abwässer werden über eine bepflanzte Kiesbeet-Anlage biologisch gereinigt.
Das Abfall- und Umweltkonzept und die Umweltkommunikation sind vorbildlich.