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Forschungsprojekt: Nachhaltige Hütten

23.11.2021, 12:42 Uhr

Die Universität Innsbruck untersucht gemeinsam mit der Sektion München fünf verschiedene Hütten auf Nachhaltigkeit. Hierbei fließen Faktoren wie der Energieverbrauch, die Belieferung der Hütte oder auch das Verhalten der Gäste mit in die Studie ein.

Wie können Hütten nachhaltiger werden? Dieser Frage gehen Forscher*innen der Universität Innsbruck in ihrem aktuellen Projekt ANAH – Alpine Nachhaltigkeit auf Hütten – nach. In Zusammenarbeit mit der Sektion München konnten sie auf wichtige Daten der zu untersuchenden Hütten zurückgreifen. Für die Forscher*innen ist es beispielsweise interessant zu wissen, ob eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach einer Hütte angebracht ist, wie geheizt wird, welche Lebensmittel von wo verwendet werden und auch wie sich die Gäste verhalten. So können die komplexen Zusammenhänge zwischen Region, Hütte und den Gästen besser analysiert werden. 

Das ZDF hat das Projekt im Oktober in der Sendung Plan B vorgestellt, bei Interesse ist der Film in der Mediathek verfügbar.

 

 

 

Die Hütten

Mit dabei sind die Albert-Link-Hütte, die Höllentalangerhütte, das Watzmannhaus, die Reintalangerhütte und das Taschachhaus. Anhand dieser fünf Hütten wird dann untersucht, welche Themen ausschlaggebend für einen nachhaltigen Hüttenbetrieb sind. 

 

Erstmals Gästeverhalten mit in Studie einbezogen

Das grenzüberschreitende Projekt fokussiert sich auf Hütten im tiroler und im bayerischen Alpenraum. Dass die Menschen und ihr Verhalten mit in die Studie einbezogen werden, ist neu. In früheren Forschungen wurde vor allem darauf geachtet, wie Energie gespart oder CO2-Emissionen vermieden werden können. Eine große Rolle spielen auch die Belieferung der Hütten und Entsorgung von Abfällen. Bei ANAH wird der Fokus zusätzlich auf die Gäste und ihr Reiseverhalten, aber auch auf regionale Lebensmittelproduzent*innen vor Ort gelegt. 

 

Vor dem ANAH-Projekt hatten die Wissenschaftler*innen der Universität Innsbruck schon mal mit der Sektion München zusammengearbeitet. Dabei haben sie eine Art Vorgänger des aktuellen Projekts gestartet und sich auf das Taschachhaus konzentriert. Die Daten aus dieser Studie bilden jetzt auch die Grundlage für ANAH. Jetzt wird sich zeigen, ob sich die Forschungsmethoden auch auf andere Hütten in unterschiedlichen Regionen und Höhenlagen übertragen lassen. 

 

Ziel ist es, dass durch die Studie Hüttenwirtsleute sowie Tourismusverbände vor Ort und auch Naturschützer*innen in Zukunft besser zusammenarbeiten können. Für einen nachhaltigeren Hüttenbetrieb im Einklang mit der Region, der Natur und den Gästen.