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Zugspitz-Stützpunkt wieder offen

24.08.2015, 10:02 Uhr

Schon eine Woche zuvor wurde der Hüttenbetrieb sanft gestartet – und prompt kamen bereits innerhalb der ersten Stunden an die 500 Gäste durch die Höllentalklamm herauf oder vom Kreuzeck oder Osterfelderkopf herunter, um im neu eröffneten Ersatzbau der Höllentalangerhütte einzukehren. An Spitzentagen wie zur offiziellen Eröffnung am Wochenende, wo schönstes Wetter neben den rund 200 geladenen Gästen auch viele Tagesausflügler auf die Terrasse mit Zugspitzblick zog, können es schon einmal bis zu 1500 Gäste werden. Vor allem aber Bergsteiger, die den anspruchsvollsten der Zugspitz-Aufstiege durch das Höllental angehen, können ab sofort wieder im Höllental übernachten und frühmorgens Richtung Gipfel starten.

 

Die „Neue Hölle“ ist ein moderner Ersatzbau der 1894 als einfache Blockhütte errichteten und 1925 erweiterten Höllentalangerhütte, die heutigen Anforderungen an Brandschutz und Hygiene nicht mehr standgehalten hatte. Da eine Generalsanierung aufgrund der schlechten Bausubstanz nicht durchführbar war, wurde die alte Hütte im Herbst 2013 abgerissen. Seit Mai 2014 waren die Sektion, der Architekt und zahlreiche Baufirmen mit dem Ersatzbau beschäftigt, jetzt konnte die Hütte wiedereröffnet werden – „in time“ und „in budget“; rund 5 Millionen Euro mussten dafür aufgebracht werden.

 

Ab 2016 soll ein eigenes Wasserkraftwerk den gesamten elektrischen Energiebedarf abdecken, zusammen mit einer vollbiologischen Kläranlage und einer verbesserten Trinkwasserversorgung ist „die Hölle“ dann autark und umweltschutztechnisch auf neuestem Stand.

 

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Die anfängliche, wenn auch kleinräumige Aufregung über die spezielle Architektur der neuen Hütte – ein Pultdach aufgrund der lawinengefährdeten Lage, über das die Schneemassen künftig hinwegrollen können, ersetzt das für die Region typische Giebeldach – hat sich gelegt. „Die Gäste sind begeistert, auch die, die vielleicht am Anfang noch skeptisch waren“, freut sich die Hüttenwirtin Silvia Auer, die zusammen mit ihrem Mann Thomas auch schon die alte Hütte bewirtschaftet hatte.

 

Und tatsächlich fügt sich der Ersatzbau so gut in die Umgebung ein, dass viele Gäste schnell den Eindruck gewinnen, es war nie anders hier im Höllental. Und wer immer noch wehmütig an die alte Hütte denkt, kann sich vielleicht bald wieder an der „Ur-Hölle“ von 1894 erfreuen – sie soll künftig im Garten des Alpinen Museums in München eine neue Heimat finden.

 

Viele weitere Infos rund um die neue Höllentalangerhütte gibt es unter www.hoellentalangerhuette.de