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Herz der kambodschanischen Klettergemeinde in Gefahr

10.05.2021, 11:03 Uhr

2015 haben Mary und Christoph Lüthy in Phnom Penh Kambodschas erstes und bislang einziges Kletterzentrum eröffnet: Phnom Climb. Die Corona-Pandemie und der aktuelle harte Lockdown in Phnom Penh stellen die Betreiber vor allem finanziell vor massive Herausforderungen. Im Rahmen einer Spendenkampagne bitten sie um Unterstützung, um die Kletteranlage erhalten und den Mitarbeitenden auch in der Krise ein regelmäßiges Einkommen zu garantieren.

 

Unterstützen könnt ihr Phnom Climb über die Plattform GoFundMe

 

Klettern und Gemeinschaft berührt und verändert Leben

Mit dem Aufbau der Kletterhalle wollten die Lüthys nicht nur eine Klettermöglichkeit schaffen, sie verfolgen auch andere Ziele: Kindern und Jugendlichen eine (Bildungs-)Perspektive zu schaffen und kambodschanische Kletter*innen auszubilden. Der erste große Erfolg ist das Cambodian National Team of Climbing, das beim Nationalen Olymischen Kommittee akkreditiert und Mitglied bei der ISFC ist. 

In normalen Zeiten läuft der Betrieb einigermaßen verlustfrei. Die Lüthys können ihren 12 Mitarbeitenden sogar eine akademische Bildung finanzieren – eine wichtige Maßnahme im maroden kambodschanischen Bildungssystem. Es geht also nicht nur um die Halle als Business, sondern um das Herz der kambodschanischen Klettergemeinde. Wenn die Halle wegen der Pandemie schließen muss, wäre das ein harter Schlag für die Mitarbeiter*innen, aber auch für den Klettersport insgesamt in Kambodscha. Schon heute konnte dank der Halle viel erreicht werden, wurden Leben durch das Klettern und seine Gemeinschaft berührt und verändert. 

 

Die Corona-Pandemie könnte dem Projekt nun einen Strich durch die Rechnung machen. Bereits 2020 musste Phnom Climb für insgesamt drei Monate schließen, auch diesen Zeitraum konnten die Betreiber nur durch eine Spendenkampagne und harte Arbeit überbrücken. Ersparnisse aufzubauen, um eine mehrmonatige Schließung zu überstehen, war somit natürlich nicht möglich. Die Lüthys haben wo möglich Kosten gesenkt und persönliche Mittel eingelegt, die das Kletterzentrum noch den einen oder anderen Monat überstehen lassen, aber um darüber hinaus durchzuhalten, brauchen sie Hilfe. Denn nun herrscht ein harter Lockdown in Phnom Penh, die Kletterhalle ist wieder geschlossen – und das schon fast drei Monate.

 

Über GoFundMe könnt ihr Mary und Christoph Lüthy unterstützen und dabei helfen, das Kletterzentrum zu retten.