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Halls & Walls 2019: Ein großer Erfolg

Zum dritten Mal fand am 22. und 23. November Halls & Walls in Nürnberg statt. Der Branchentreff für das Indoorklettern hat sich inzwischen zur größten einschlägigen Fachmesse entwickelt – und legt weiter deutlich zu: Im Vergleich zum Vorjahr waren 25 Prozent mehr Aussteller aus 23 Nationen vertreten und belegten eine um die Hälfte größere Ausstellungsfläche. Die Besucherzahlen stiegen um mehr als 50 Prozent.

Zwei Tage lang kannte die Indoorkletterbranche nur ein Ziel: die Halls & Walls 2019 in Nürnberg. Bei der dritten Ausgabe des Branchentreffs kamen wieder Ausrüsterinnen und Entwickler, Hallenbetreiberinnen, internationale Experten und Besucherinnen aus aller Welt zusammen, um über die Klettertrends für das kommende Jahr zu diskutieren. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Messe erneut vergrößert: Die rund 1.200 Fachbesucher hatten die Möglichkeit, mit 150 Ausstellern verteilt auf 2.350 m² und drei Ebenen zu sprechen und sich über Neuheiten rund um die Themen Hallenklettern und Bouldern zu informieren. Sowohl Fachbesucher als auch Ausstellerinnen waren eingeladen, Vorträge, Workshops und Produktpräsentationen zu aktuellen Themen und Fragestellungen zu besuchen. Einmal mehr erwies sich das NürnbergConventionCenter auf dem Nürnberger Messegelände als idealer Veranstaltungsort. 

 

360-Grad-Szene-Einblick

Mit dem anhaltenden Boom des Indoorklettersports professionalisiert und differenziert sich auch die gesamte Branche. Digitale Kletterroutenplanung, Luftreinigungssysteme, Klettergriffproduktion oder moderne Kassensysteme: bei der Halls & Walls 2019 blieb kaum ein Thema ausgespart. Der nahezu vollumfängliche Einblick in die Neuheiten und Themen des Kletterhallenbetriebs ist ein Alleinstellungsmerkmal der Messe. Halls & Walls ist auch international ein Begriff: Besucherinnen und Austeller reisten aus Europa, Australien, Asien sowie Nord- und Südamerika nach Mittelfranken.

 

Das Reich der Mitte im Zentrum der Aufmerksamkeit

Besonderes Interesse erfährt der Indoorklettersport derzeit in China. 2019 waren auch erstmalig Referenten aus dem bevölkerungsreichsten Land der Erde im NürnbergConventionCenters dabei. „Der chinesische Markt ist für die Ausrüster sehr interessant. Klettern und Bouldern sind in China noch Nischensportarten und bergen deshalb viel Potenzial“, sagt Elias Hitthaler, Organisator von Halls & Walls und Kletterhallenbeauftragter des Deutschen Alpenvereins.

 

Spannende Vorträge und Diskussionsrunden

Halls & Walls war auch 2019 wieder das geeignete Forum für Diskussionen, die im Kletterhallenalltag oft zu kurz kommen. Eine davon: Wie sieht es mit Haftungs- und Rechtsfragen im Zusammenhang mit Kletterunfällen aus? Der leitende Memminger Oberstaatsanwalt Dr. Christoph Ebert erläuterte das Spannungsfeld zwischen Verkehrssicherungspflichten der Betreiber und der Eigenverantwortung von Kletteranlagenbesuchern.

Auf die Frage, ob Klettern nun eigentlich gesund ist, gab Dr. Guido Köstermeyer von der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen in seinem Vortrag eine Antwort: „Ja, es kann gesund betrieben werden. Bis zur Anerkennung als zertifizierter Präventionssport ist es jedoch ein weiter Weg!“

Was macht ein gutes Hallenmanagement aus? Hier stellte Dr. Tanja Ganz vom Ressort Sportentwicklung des DAV die neue Ausbildung zum Kletterhallen-Manager vor, die 2020 im Herbst beginnen wird. „Wer eine Kletterhalle in eine gute Zukunft schicken will, der muss fit sein im Sportbetrieb, in Technik und Wirtschaft, und der muss kommunizieren und Personal führen können!“

Die Moderation übernahm Ralph Stöhr vom Magazin klettern. Er führte die Zuhörerinnen und Zuhörer kompetent durch das Programm.

 

Klettern für den guten Zweck

Nach zwei dicht gepackten Tagen schloss die Halls & Walls 2019 am Samstag um 17 Uhr offiziell ihre Tore. Für die teils weit gereisten Gäste hatten die Veranstalter jedoch noch etwas in petto: Spitzenkletterinnen und -kletterer wie Mélissa Le Nevé, Gabriele Moroni oder Alex Megos kamen nach Nürnberg und erkletterten für die Organisation „CAC – Climbers Against Cancer“ während einem Show-Wettkampf Spendengelder. Insgesamt kamen bei der Aktion 10.000 Euro zusammen, die CAC für den Kampf gegen Krebs einsetzt.

Halls & Walls hat sich in den vergangenen drei Jahren zu einer Institution der Hallenkletterbranche entwickelt. „Die Möglichkeit, einmal im Jahr in einem großen und professionellen Rahmen über sämtliche Aspekte des Indoorkletterns zu sprechen, wird von allen Beteiligten sehr gut angenommen“, bilanzierte Messe-Chef Elias Hitthaler abschließend. Der nächste Termin steht bereits fest: Die Halls & Walls 2020 findet in weniger als einem Jahr am 6. und 7. November 2020 statt - selbstverständlich in Nürnberg.

 

Weitere Informationen zu Halls & Walls 2019 stehen auf hallsandwalls.de

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