logo-dav-116x55px

Rückschau: Halls & Walls 2018

Auch im zweiten Jahr von Halls & Walls im NCC West der Messe Nürnberg fand die Veranstaltung einen großen Zuspruch bei Ausstellern und Fachbesuchern aus der Kletterhallenbranche. Rund 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt kamen am 23. und 24. November zum DAV-Kletterhallentreffen, besuchten Expertenvorträge und diskutierten an Messeständen die neuesten Entwicklungen.

 

Internationaler Austausch der Branche

48 Stunden Atmosphäre, Information und Kontakte: Die Halls & Walls 2018 versammelte erneut die Indoorkletter-Branche in Nürnberg und setzte Impulse für das nächste Jahr. Klare Wachstumssignale liefern alleine schon die Teilnehmerzahlen: 30 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus wird die Halls & Walls immer internationaler: Aussteller wie Besucher scheuen keine weiten Strecken und reisen aus ganz Europa, aus Australien, Asien und den USA nach Nürnberg. Das zeigt einmal mehr, dass die Messe ein wichtiger Meilenstein für den internationalen Austausch der Branche ist.

 

Neuer Rekord im Ausstellerbereich

Auch auf Ausstellerseite punktete die Halls & Walls 2018 mit sehr guten Zahlen. 125 Firmen aus dem Kletterhallenbereich stellten ihre Produkte auf einer Netto-Standfläche von insgesamt 1.350 m² zur Schau. Das macht einen Zuwachs von 35 Prozent gegenüber 2017 aus. Entsprechend breit gefächert präsentierte sich die Produktpalette: Klettergriffe, Kletterwände, Hallenböden, Sicherungssysteme, Bekleidung, Reinigungsgeräte, Sportnahrung, Verwaltungssoftware, Staubreduktionssysteme und vieles mehr – ein solches 360-Grad Branchen-Panorama bietet derzeit nur die Halls & Walls.

 

Die Kletterhallenbranche in GB, USA und Japan

Ein Besuchermagnet waren auch die Expertenvorträge, die einmal mehr simultan deutsch/englisch übersetzt wurden. Im ersten großen Themenblock am Freitagnachmittag gewährte zunächst Rich Emerson Einblicke in die Kletterhallenlandschaft in Großbritannien. Der Vorsitzende der British Climbing Wall Association (ABC) stellte dabei die Pläne zu einem nationalen Kletterpass vor, auf dem beispielsweise individuelle Sicherungskenntnisse gespeichert sein könnten. Über die Situation der Kletterhallen in den USA berichtete Ian McIntosh. Der Geschäftsführer und Partner der Mesa Rim Climbing Center und USA Climbing Routenbauer schilderte in seinem Vortrag das enorme Branchenwachstum der letzten zehn Jahre – befeuert durch intensives Marketing, gekennzeichnet durch sehr große Kletteranlagen. Ganz anders in Japan, wo in den letzten Jahren viele kleine Boulderanlagen entstanden sind. Die ausgesprochen besondere Situation dort schilderte der deutsche Trainer der japanischen Nationalmannschaft, Benjamin Hartmann: Sportklettern spielt in Japan eine viel größere Rolle als in allen anderen Ländern der Welt.

 

Digitalisierung in Kletterhallen

Am Samstagmittag ging es in den Expertenvorträgen im großen Saal Paris um die Frage, wie weit die Digitalisierung in Kletterhallen gehen kann. Zunächst stellte Kay Schuster von der Firma Edelrid ein Tool für die Registrierung, Verwaltung und Prüfung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vor. Im anschließenden Vortrag lenkte Frank Mergenhagen, Geschäftsführer der Softwareschmiede von Sub9, den Blick auf die Digitalisierung der Inspektion von Kletterwänden. Eine App zur individuellen Gestaltung von Trainingsplänen stellte Matthias Polig, Geschäftsführer von Vertical-Life, im dritten Vortrag des Themenblocks vor.

 

Kletterhallen in den sozialen Medien

Gut besucht war auch der letzte große Vortrag bei Halls & Walls 2018. Kein Wunder, denn mit Hannes Huch vom Café Kraft in Nürnberg und Nina Gassauer vom DAV standen zwei ausgewiesene Experten in Sachen Social Media auf der Bühne. Unmissverständlich und gut nachvollziehbar machten die beiden deutlich, wie wichtig eine gelungene und professionelle Kommunikation in den Sozialen Medien für den Erfolg von Boulder- und Kletterhallen sein kann.

 

Party am Freitagabend

Den Schlusspunkt am ersten Messetag setzte Ralph Stöhr vom Magazin Klettern mit einem nicht immer ganz ernst gemeinten Blick auf die Entwicklung des Klettersports vom Outdoorabenteuer zur Indoorbeschäftigung. Vom Stöhr'schen Humor-Feuerwerk konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer dann direkt zwei Stockwerke tiefer zum Get-together wechseln. Dort heizte die Live-Band „Wicked and Bonny feat. Berise“ dem Publikum ordentlich ein. Vom Geschäft hatten einige Messebesucher offenbar trotzdem noch nicht genug: An vielen Ständen der Ausstellerfirmen wurde bis in den späten Abend intensiv geredet. Dass der Abend so gelungen war, lag nicht zuletzt an der Mitwirkung der Party-Sponsoren Boulders Kletterhallenservice, T-Wall, fritz-kola und Vertical-Life.

 

Boulderwettkampf nach der Messe: "E4 Legends"

Am Samstagabend gab es noch einen Halls & Walls-Nachbrenner in einer nahe gelegenen Boulderhalle: den Showwettkampf „E4 Legends“. Für viele war das genau das richtige Event, um die Messe ausklingen zu lassen. Die Boulderhalle E4 hatte internationale Bouldergrößen eingeladen, sich vier knüppelharten Boulder-Problemen zu stellen – unter ihnen auch die DAV-Kaderathleten Alexander Averdunk, Jan Hojer, Yannick Flohé, Afra Hönig oder Alma Bestvater. Am Schluss standen Alma Bestvater und Alex Khazanov ganz oben auf dem Treppchen.

Weitere Infos und Bilder gibt es hier: E4 Legends Competition 2018

 

Fotogalerie von Halls & Walls

Einige Impressionen der Halls & Walls 2018 geben die Fotos in der Bilddatenbank wieder