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Spenden für Nepal: DAV-Hilfsaktion ist gestartet

22.05.2015, 12:00 Uhr

Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal vom 25.4. wird das gesamte Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Die Behörden gehen inzwischen von über 7.500 Toten aus. In vielen abgeschiedenen Tälern ist bis heute noch fast keine Hilfe angekommen. Viele DAV-Mitglieder, Ehrenamtliche, Mitarbeitende und Freunde haben Kontakte in Nepal geknüpft, Freundschaften geschlossen, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erlebt und fühlen sich dem kleinen Himalaya-Staat eng verbunden.

 

Der DAV stellt für die Betroffenen in Nepal Hilfsgelder in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung. Gleichzeitig soll der Grundstein für ein längerfristiges Engagement gelegt werden.

 

Jeweils 5.000 Euro wurden als Soforthilfe folgenden Organisationen gespendet:

 

Kinderhilfe-Nepal
Foto: Kinderhilfe Nepal e.V.
Kinderhilfe Nepal e.V.

Die Kinderhilfe Nepal e.V., gegründet 1986, engagiert sich dafür, Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien in Nepal durch eine Schul- und Berufsausbildung Zukunftsperspektiven für ein eigenständiges Leben zu eröffnen. Die Helferinnen und Helfer vor Ort versuchen derzeit, schnelle Hilfe zu leisten und verteilen die Spenden dort, wo die Not am größten ist. Dabei verrichten sie ihre Tätigkeit ehrenamtlich, die gespendeten Gelder kommen abzugslos den Betroffenen zugute. Mehr Infos unter www.kinderhilfe-nepal.de

 

 

Dhulikhel Hospital; Foto: Matthias Baumann
Im Dhulikhel Hospital, Foto: Matthias Baumann
Himalayan Project e.V.

Die Ziele von Himalayan Project e.V., 1998 ins Leben gerufen, sind die Unterstützung von Schul- und Dorfprojekten in Südost-Nepal und die Förderung der Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung. Dabei legt der Verein besonderen Wert auf die Hilfe zur Selbsthilfe. Alle Gelder fließen direkt vor Ort und ohne Verluste in die Projekte. Die Organisation konnte als erste Hilfe bereits mehrere hundert Zelte und Nahrungspakete in Nepal verteilen. Mehr unter himalayanproject.rentusmusic.de

 

Vereinsmitglied Dr. Matthias Baumann reiste nach dem Erdbeben im April 2015 sofort nach Kathmandu um als Unfallchirurg bei der Behandlung der Schwerverletzten zu helfen. Mehr zum Engagement von Dr. Baumann unter www.faszination-everest.de

 

Nepal-Hilfe-Humedica
Mediziner von humedica behandeln Verletzte in Nepal, Foto: humedica/Maren Wiese
humedica e.V.

Seit Januar 1999 leisten ehrenamtliche humedica-Ärzte schnelle medizinische Hilfe in Krisengebieten weltweit. Über 500 Menschen mit medizinischen Berufen sind innerhalb eines Teams kurzfristig und weltweit einsatzbereit. Dabei organisiert humedica auch den Transport der technischen und medizinischen Ausrüstung. Darüber hinaus werden mittel- bis langfristige Hilfsprojekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit betreut. In Nepal leisten die Teams von humedica derzeit medizinische Versorgung in schwer zugänglichen Bergdörfern. Der Einsatz kann in einem Blog über die aktuelle Situation in Nepal verfolgt werden. Mehr unter www.humedica.org

 

 

35.000 Euro für langfristiges Hilfsprojekt

Gemeinsam mit seiner Tochter, der DAV Summit Club GmbH, wird der DAV in den kommenden Monaten ein oder zwei Hilfsprojekte auswählen, die langfristig angelegt sind und diese mit 35.000 Euro unterstützen. Die Mittel sollen dabei helfen, die Infrastruktur – insbesondere in den abgelegenen Tälern – wieder aufzubauen. Vertreter des DAV Summit Club sind mittlerweile in Nepal eingetroffen um sich selbst vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Das Reise-Tagebuch kann online verfolgt werden.

 

 

Bitte um Ihre Unterstützung

Der DAV würde sich sehr freuen, wenn sich weitere Privatpersonen oder Sektionen finden, die helfen, die Summe von 35.000 € aufzustocken. Dazu hat er folgendes Spendenkonto eingerichtet:

 

Hypovereinsbank München

Kontoinhaber: Deutscher Alpenverein e.V.

IBAN: DE17 7002 0270 0667 9074 97

BIC: HYVEDEMMXXX

Verwendungszweck: Nepalhilfe

 

Wer lieber Bargeld spenden möchte: im Alpinen Museum und der DAV-Bibliothek stehen Spendendosen bereit.

 

Wir werden an dieser Stelle und in DAV Panorama kontinuierlich über den Fortgang des Infrastrukturprojektes berichten.