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Geschlechterverteilung 2017

Die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern stellt heute aus gesellschaftlicher Sicht ein zentrales Handlungsfeld dar. Neben Politik und Wirtschaft sind auch Verbände und Vereine aufgefordert, die Stellung der Frau auf Vereins- und Verbandsebene zu stärken. Auch im Bereich des Sports gewinnt das Thema an Bedeutung – hier geht der DOSB durch seine engagierte Gleichstellungspolitik mit positivem Beispiel voran. Seit 2014 sind die Durchsetzung und Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Präambel der Satzung verankert. In der Praxis soll dieser primär durch die Einhaltung einer Geschlechterquote in den DOSB-Gremien Rechnung getragen werden. Auch im DAV wird der Anteil von Frauen und Männern in DAV-Ehrenämtern seit inzwischen über 10 Jahren statistisch erfasst und die JDAV führte bereits 2015 eine Geschlechterquote ein.

 

Ungebrochener Trend: Der DAV wird weiblicher!

Auf DAV-Mitgliederebene zeigt sich seit Jahren ein rundum positives Bild. Zum 31.12.2017 verzeichnete der DAV insgesamt 1.237.810 Mitglieder, darunter 522.157 Frauen. Das entspricht 42,2 % im Vergleich zu 41,8 % im Vorjahr, sodass sich die Mitgliederzahlen von Frauen und Männern immer weiter annähern. Dagegen verringerte sich auf DOSB-Mitgliederebene der Anteil weiblicher Mitglieder durch den starken Zuwachs männlicher Mitglieder von 40,0 % in 2016 auf 39,8 % in 2017 und in zahlreichen DOSB-Mitgliedsverbänden liegt der Anteil weiblicher Mitglieder unter einem Drittel. Dieser Vergleich verdeutlicht den positiven Trend im DAV hin zu einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis auf Mitgliederebene.

 

Gleichstellung in Führungspositionen auf Sektionsebene

Auf Ebene der Sektionen ist der Frauenanteil in den Sektionsämtern seit Jahren relativ konstant und die Abnahmen bzw. Zunahmen bei den einzelnen Posten belaufen sich auf unter ein Prozent. So bewegt sich der Anteil weiblicher Vorsitzender seit 5 Jahren um etwa 9 % und Ende 2017 hatten 33 Frauen (9,27 %) den Sektionsvorsitz inne.

 

Geschlechterverteilung in Sektionen 2017

Bei den Referenten- und Beiratsposten bleibt der Anteil der Frauen ohne nennenswerte Veränderungen konstant, wobei weiterhin insbesondere bei den Ausbildungsreferenten/-innen und Hüttenreferenten/-innen Aufholbedarf besteht. Durchschnittlich waren Ende 2017 knapp 30 % der Referenten- und Beiratsposten in den Sektionen von Frauen besetzt.

 

Gleichstellung in Führungspositionen auf Bundesverbandsebene

Auf Ebene der Gremien des Bundesverbandes stagnieren die Anteile weiblicher Funktionsträgerinnen mit marginalen Schwankungen im Vergleich zu den Vorjahren. Insbesondere der direkte Vergleich mit dem Frauenanteil in den Präsidien des DOSB und der DOSB-Mitgliedsorganisationen sowie mit Wirtschaftsunternehmen in Deutschland zeigt, dass der DAV hier eine Vorreiterrolle einnimmt. So liegt der Frauenanteil im Präsidium im Jahr 2017 beim DOSB bei 30 % und lediglich neun DOSB-Spitzenverbände verzeichnen eine Frauenbeteiligung von über 30 %. In wirtschaftlichen Führungspositionen liegt der Frauenanteil mit 22,5 % sogar deutlich geringer. Somit realisiert der DAV mit einem Frauenanteil von 42,9 % im Präsidium als einer von wenigen Verbänden eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen.

 

Trotz positiver Entwicklung: Kein Grund zum Ausruhen!

Der insgesamt positive Trend täuscht nicht darüber hinweg, dass auch im DAV für Frauen weiterhin Aufholbedarf besteht. So ist bei der aktuell durchschnittliche Frauenanteil von rund 25 % in den Bundesverbandsgremien und knapp 30 % in den Sektionsgremien sicher noch ausbaufähig. Auch in Zukunft wird die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ein zentrales Handlungsfeld im DAV bilden. Dabei gilt es einerseits die Förderung von Frauen durch gezielte Seminare, eine gendersensible Sprache in Wort und Bild sowie eine gezielte Sektionenberatung aufrechtzuerhalten und auszubauen.

 

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