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DAV-Resolution zur Bewahrung des Alpenplanes

12.11.2016, 16:45 Uhr

„Die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins fordert die Bayerische Staatsregierung auf, den Alpenplan zum Schutz des bayerischen Alpenraums nicht zu verändern!“ – diesen klaren Appell hat die DAV-Hauptversammlung 2016 gesetzt. In der Resolution heißt es: „Der Alpenplan darf keinesfalls, weder heute noch in Zukunft, wirtschaftlichen Belangen geopfert und in seiner strengen Zonierung aufgeweicht werden.“ Die einstimmige Verabschiedung der Resolution zur Bewahrung des Alpenplans ist ein deutliches Zeichen gegenüber Öffentlichkeit und Politik. 

 

Die Gefährdung des Alpenplanes durch die Pläne am Riedberger Horn

Seit über 40 Jahren ist der Alpenplan erfolgreich im Einsatz. Er wurde damals durch die CSU-Regierung geplant und umgesetzt. Im Jahr 2016 scheint er als besonders wichtiges Instrument für die Bewahrung der Ursprünglichkeit der bayerischen Berge in seinen Grundfesten in Frage gestellt zu werden – und das von der CSU-geführten Staatsregierung selbst. Die geplante Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu verläuft mitten durch die absolut schützenswerte Zone C des Alpenplanes. Die Volksabstimmungen in den beiden betroffenen Gemeinden und das Vorhaben der Bayerischen Staatsregierung, die Erschließungsmaßnahmen möglich zu machen, erhitzen die Gemüter, schüren die öffentliche Debatte und beherrschen die Berichterstattung der Medien. Die zentrale Frage dabei: Darf der Alpenplan für diese Erschließungspläne geopfert werden?

 

Geplante Skischaukel am Riedberger Horn darf nicht zum Präzedenzfall werden

Die größte Gefahr der Vorhaben am Riedberger Horn: Der gesamte Alpenplan wird in Frage gestellt. Geltendes Recht würde außer Kraft gesetzt werden, Naturschutz würde wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden und für andere Erschließungsvorhaben wäre der Weg geebnet. Dies bereitet dem Deutschen Alpenverein größte Sorge. In der verabschiedeten Resolution heißt es daher. „Ebenso dürfen lokale Änderungen der Zone C nicht zugelassen werden. Dies würde zudem den Einstieg in eine schleichende Aushöhlung des gesamten Alpenplans bedeuten.“ Mit der Resolution zur Bewahrung des Alpenplanes soll ebendies verhindert werden. Der bayerische Alpenraum soll als einzigartiger Lebensraum auch für die folgenden Generationen erhalten bleiben.

 

Die DAV-Hauptversammlung 2016 des Deutschen Alpenvereins in Offenburg

Am 11. und 12. November 2016 fand die Hauptversammlung des größten Bergsportverbands der Welt in Offenburg statt. Der Deutsche Alpenverein (DAV) setzt sich jedoch nicht nur für Bergsport ein – als anerkannter Naturschutzverband engagiert sich der DAV für Nachhaltigkeit, Erhalt der Natur, Ressourcenschutz und für Bergsport, der möglichst klimafreundlich ausgeübt wird. Bei der diesjährigen Hauptversammlung mit etwa 600 Delegierten aus 355 DAV-Sektionen wurde dieser klare Appell im Namen des Naturschutzes gesendet und mit einem langen und zustimmenden Applaus begleitet: Der Alpenplan muss Bestand haben!

 

Den vollständigen Resolutionstext, die Pressemitteilung als PDF sowie Bildmaterial finden Sie hier. Bitte geben Sie bei Verwendung der Bilder das Copyright DAV/Manfred Scheuermann an.