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So haben alle Spaß beim Wandern

07.05.2021, 12:57 Uhr

Familien sind zu Pandemiezeiten besonders wichtig – aber auch besonders belastet. Wie bekommen Eltern und Kinder die Anforderungen aus Schule, Beruf und Familienleben unter Corona-Bedingungen unter einen Hut? Und wie kommen Spaß und gute Laune dabei nicht unter die Räder? Gemeinsame Ausflüge in die Berge können dabei eine große Rolle spielen. Anlässlich des Internationalen Tags der Familie gibt der DAV Tipps für gelungene Familien-Wanderungen. Und stellt seine Familienarbeit vor.

 

Viele Eltern standen und stehen derzeit vor ähnlichen Herausforderungen. Nicht nur Homeschooling und Homeoffice müssen unter einen Hut gebracht werden. Auch der Bewegungsdrang des Nachwuchses will befriedigt werden. Schulsport fällt im Wechsel- oder Präsenzunterricht aus, Sportvereine haben geschlossen, überfüllte Spielplätze meidet man eher. Und die Kinder springen auf dem Sofa Trampolin. Was tun? „Eine wunderbare Idee ist ein gemeinsamer Ausflug in die Berge“, weiß Doris Kordon, die beim DAV das Thema Familienbergsteigen betreut. „Die Natur und die Berge sind ein einmaliger Erlebnisraum. Kinder können sich ausprobieren, aktiv sein, spielen und Abenteuer erleben. Dabei brauchen Kinder keinen Gipfel. Sie suchen stattdessen spannende Abenteuer und Geheimnisvolles überall in der Natur. Begegnungen mit Tieren und Pflanzen sind sehr eindrucksvoll, Wasser lädt immer zum Spielen ein.“ Und wer sich als Erwachsener auf die kindliche Erlebniswelt einlässt und sich von der Fantasie und Entdeckungslust der Kinder mitreißen lässt, wird ähnlich viel Freude und Abenteuer erleben, wie die Kleinen und Neues entdecken. Viele Tipps und Infos zum Wandern in den Bergen mit Blick auf die Pandemiesituation und die entsprechenden besonderen Bedingungen gibt es unter www.alpenverein.de/natuerlich-sommer .

 

Ein Tag in den Bergen: Worauf Eltern achten sollten

Wer mit Kindern in die Berge aufbricht, sollte bereits die Tourenplanung sorgfältig angehen. Ideen und Wünsche der Kinder können dabei einfließen. Geländekenntnis, gute Karten sowie zusätzliche Informationen über die aktuellen Verhältnisse und das Wetter helfen, später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

 

„Eine gute Tourengliederung hilft, die eigenen Kräfte und die der Kinder besser einzuteilen“, rät Doris Kordon. „Eine Möglichkeit ist, schon im Vorfeld das eine oder andere zu den geplanten Rastplätzen und zu attraktiven Wegabschnitten zu erzählen. Die Aussicht, eine Höhle zu erkunden oder mit Steinen ein Mandala zu legen, steigert die Vorfreude.“ Am besten plant man flexibel und ermöglicht so jederzeit und spontan Verlängerungen und Verkürzungen – je nach Motivation, Witterung und Kondition. Ausreichend Trinken, eine Brotzeit und Snacks zwischendurch sollten natürlich auch nicht vergessen werden.

 

Ein wichtiges Thema: Sicherheit am Berg

Sicherheit und Ausrüstung spielen bei einem Familienausflug in die Berge eine bedeutende Rolle. „Durch eine gute Planung lassen sich viele Gefahren vermeiden. Allerdings sollte man immer berücksichtigen, dass Kinder Anweisungen schnell vergessen und häufig keinen Blick für Gefahrensituationen haben“, erklärt Doris Kordon. „Man sollte Kinder jederzeit im Blick haben und sie nur in sicherem und überschaubarem Gelände vorausgehen lassen.“ Im Aufstieg bleibt man als Erwachsener direkt hinter dem Kind, um mögliche Ausrutscher abzufangen oder um bei großen Stufen Hilfestellung zu geben. Besteht Rutsch- oder Sturzgefahr im Abstieg, kann das Kind an die Hand genommen werden oder mit Hilfe von Brust- und Hüftsitzgurten und „kurzem Seil“ gesichert werden.

 

„Besonders mit kleineren Kindern sollten Situationen und Aktionen vermieden werden, vor denen sie Angst haben“, rät Doris Kordon. „Steinschlaggefährdetes Gelände sollte man unbedingt umgehen und auch extreme Wetterverhältnisse wie Gewitter gilt es zu vermeiden.“ Gesund auf den Berg und wieder runter heißt auch, die Ausrüstung im Blick zu haben: Ist genügend Trinken eingepackt? Sind Ersatz(unter-) wäsche, Regenjacke und warme (Fleece-)Pullis für die Kinder im Gepäck? Hat man an Sonnenschutz wie Creme, Hut oder Sonnenbrille gedacht? Und ist die Rucksackapotheke vollständig?

 

Von der Bedeutung der Familie im DAV

Lange hat die Familienarbeit im Deutschen Alpenverein keine große Rolle gespielt. Bis sich einige engagierte Mitglieder in den 1980er Jahren dem Thema angenommen haben. „Lange galt der Bergsport mit Kindern eher als ein Anhängsel“, erzählt Doris Kordon.

 

„Heute ist man sich der Bedeutung der Familienarbeit bewusst. Denn sie macht nicht nur den Kultur- und Naturraum Gebirge für Familien erlebbar. Sie ermöglicht Eltern und Kinder auch eine gemeinsame und aktive Freizeitgestaltung in Gruppen und leistet somit einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt und den Dialog der Generationen“. Heute gibt es über 1.200 aktiv ausgebildete Familiengruppenleiter*innen in den Sektionen, die vor Ort Gruppen leiten und Touren anbieten. „Die Gruppen vermitteln Familien Wissen und Sicherheit für das Unterwegssein in der Natur und im Gebirge“, erklärt Doris Kordon. „Und sie unterstützen, entlasten und vernetzen Familien. Denn sie ermöglichen Kindern, ihre Unternehmerlust, ihren Spieltrieb und ihren Bewegungsdrang voll auszuleben. Außerdem macht es in der Gruppe zusammen natürlich viel mehr Spaß.“ Seit 1993 bietet der DAV eine Grundausbildung für Familiengruppenleiter*innen inklusive jährlicher Fortbildungen an, veranstaltet Fachtagungen, publiziert verschiedene Broschüren zum Thema und legt verbindliche Standards für familienfreundliche Hütten fest.

 

Service für die Presse

 

Beginn der Wandersaison: DAV startet Kampagne „Natürlich Sommer“

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Noch immer sind die Aktivitäten und Angebote des DAV aus bekannten Gründen eingeschränkt. Individualsport an der frischen Luft ist allerdings erlaubt und sinnvoll. Das betrifft auch den Bergsport und nicht zuletzt das Wandern. Die ersten Touren im Frühjahr erfordern eine sorgfältige Planung, unter Pandemiebedingungen gilt dies in besonderem Maße. Wie schon im Winter ruft der DAV dazu auf, in den Bergen das F.U.N.-Prinzip zu beachten: Sei freundlich, handle umsichtig und schone die Natur! Alle wichtigsten Basics und Regeln für Wanderungen und Bergtouren in der aktuellen Situation sind unter dem Dach der Kampagne „Natürlich Sommer“ zusammengefasst: alpenverein.de/natuerlich-sommer 

Kinder im Gebirge

Wandern & Bergsteigen mit Kindern

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Mit Kindern unterwegs im Gebirge erfordert eine gute Tourenplanung. Tipps und Infos für eine gelungene Familienwanderung helfen weiter. Kinder brauchen keinen Gipfel. Sie suchen stattdessen spannende Abenteuer und Geheimnisvolles in den Bergen. Begegnungen mit Tieren und Pflanzen sind eindrucksvoll für sie; Wasser lädt immer zum Spielen ein. Besonders spannend wiederum kann für Kinder eine Übernachtung auf einer einfachen Hütte in den Bergen sein.   Wer sich als Erwachsener auf die kindliche Erlebniswelt ein- und sich von der Fantasie und Entdeckerlust der Kinder mitreißen lässt, wird ähnlich viel Freude wie die Kleinen haben. 

Kinderfreundliche Tourenplanung

Das kleine Einmaleins

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Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie wollen nicht nur brav hinterherlaufen und langweilen sich auf eintönigen Ausdauertouren.

Tipps für unterwegs

Wandern mit Kindern

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Wer sich unterwegs nur nach dem kindlichen Willen richtet, kommt wahrscheinlich nicht allzu weit. Umgekehrt haben alle, die ihre Kinder mit auf den Gipfel ziehen wollen, wenig Spaß. Dauernde Ermahnungen und Antreiben schlagen bei Kindern wie Erwachsenen schnell auf die Stimmung.

Wandern mit Kindern

Checkliste - Was zu bedenken ist!

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Was beim Wandern mit Kindern zu bedenken ist Planung Können: Gehzeit und Schwierigkeit des Weges müssen dem Alter und Leistungsvermögen der Kinder entsprechen. Bedürfnisse: Kinder brauchen auch bei Bergtouren genügend Pausen bzw. Spiel- und Freizeit, um sich zu erholen. Erlebnisse: Wandern und Bergsteigen mit Kindern heißt sich Zeit nehmen zum Entdecken, Erleben und Beobachten. Selbstbestimmung: Kinder wollen an der Planung und Durchführung der Tour beteiligt werden – natürlich entsprechend ihrem Alter.   Ausrüstung/Gesundheit Ist genügend zum Trinken eingepackt? Sind Ersatz(unter)wäsche, Regenjacken und warme (Fleece-)Pullis für die Kinder im Gepäck? Sonnenschutz (Creme, Hut, Brille) nicht vergessen! Ist die Rucksackapotheke vollständig?   Sicherheit Wie ist der aktuelle Wetterbericht, besteht die Gefahr von Gewittern? Gibt es besondere Gefahrenstellen oder Schwierigkeiten auf der Tour? Ist notwendige Sicherheitsausrüstung (Klettergurt, Seil, Helm etc.) vorhanden? Bin ich für Notfälle gerüstet (Erste Hilfe Set, Handy, Biwaksack)? Gebietskarte (möglichst im Maßstab 1:25.000) und Führer nicht vergessen!  

Alter & Können

Wandern und Bergsteigen mit Kindern

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Wandern und Bergsteigen mit Kindern bietet Familien die Chance, gemeinsam etwas zu unternehmen, Natur zu erleben und so gesunde Bewegung, Spaß, Entspannung und Freude miteinander zu verbinden.