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Umfangreiche Förderung des Umbaus des Alpinen Museums in München

04.02.2021, 16:34 Uhr

 

Im Jahr 2019 wurde die erste große Hürde für den Umbau und die Modernisierung des Alpinen Museums auf der Praterinsel in München genommen: der Bund hat die Baumaßnahme mit 4,9 Mio. Euro bezuschusst. Die Entscheidung für die außerordentliche Förderung fiel in einer Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags. Dr. Wolfgang Stefinger, Bundestagsabgeordneter für die Innenstadt und den Münchner Osten spielte hierbei eine maßgebliche Rolle. „Das Alpine Museum stellt einen Begegnungsort für Alpen- und Bergbegeisterte dar und beherbergt die einzige deutsche – und die weltweit größte – Alpenbibliothek“, so Stefinger. Der Münchner Bundestagsabgeordnete warb von Anfang an für die Unterstützung durch den Bund und überzeugte seine Fraktionskollegen aus dem Haushaltsausschuss von der Förderwürdigkeit des Modernisierungsprojektes.

 

 

Zuvor hatte der Deutsche Alpenverein als Träger des Museums auf seiner Hauptversammlung im Oktober 2019 die Bereitstellung von 2,5 Mio. Euro genehmigt, inzwischen hat der DAV die Eigenfinanzierung auf 2,9 Mio. Euro aufgestockt.

 

Hinzu kamen in 2020 Förderzusagen der Stadt München und des Freistaats Bayern hinzu. Die Stadt München fördert die Neugestaltung des Alpinen Museums mit 1 Mio. Euro. Münchens Kulturreferent Anton Biebl äußert sich dazu: „Münchens hohe Lebensqualität wird durch die Nähe zu den Bergen maßgeblich geprägt. Das Alpine Museum verbindet durch seine Lage auf der idyllischen Praterinsel mitten in der Stadt Naturraum und Urbanität. Es ist bei den Münchnerinnen und Münchnern ebenso beliebt wie die Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein. Daher engagiert sich die Stadt für die Neukonzeption und beteiligt sich auch finanziell“.

Der Freistaat Bayern bezuschusst die Baumaßnahme mit 800.000 Euro. Bei der symbolischen Scheckübergabe durch prominente CSU-Landespolitiker im Februar 2020 betonte Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Das Alpine Museum ist das Haus in Bayern, das seit über hundert Jahren die Bedeutung der Berge für uns deutlich macht, es erklärt unsere Bergleidenschaft“. Klaus Stöttner, Präsident des Tourismusverbandes Oberbayern und München, ergänzte: „Das Alpine Museum bietet mit seinen vielfältigen Ausstellungen zahlreichen Interessengruppen Raum, die Bergwelt kennenzulernen. Diesem geschichtsträchtigen Haus kann nun durch den Umbau eine noch größere Sichtbarkeit verschafft werden.“

 

 

Die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern fördert das Bauvorhaben mit weiteren 160.000 Euro. Für den Rest der insgesamt benötigten 10,49 Mio. Euro hat der DAV Anträge bei der Bayerischen Landesstiftung und dem Münchner Kulturbaufonds eingereicht und Förderungen in Aussicht gestellt bekommen.

 

Im Juni 2020 wurde das Bauvorhaben bei der Stadt München beantragt, die Teilbaugenehmigung für den Umbau des Gebäudes ist im Januar 2021 erfolgt. Wenn alles nach Plan läuft, kann im Juni 2021 mit dem Umbau begonnen werden.

 

 

Seit mehreren Jahren plant der Deutsche Alpenverein, das Alpine Museum auf der Münchner Praterinsel umzubauen und zu modernisieren. Dabei sollen größere und offenere Ausstellungsflächen entstehen. Geplant sind zudem eine bessere Situierung der Bibliothek, behindertengerechte Zugänge und ein Wiederaufbau der historischen Terrassenanlagen.

 

Insgesamt geht es darum, die Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher zu verbessern und die Öffentlichkeitswirkung des Hauses zu erhöhen. Deshalb soll auch die Anbindung des Hauses an den öffentlichen Raum durch die Verlegung des Eingangs verbessert werden. DAV-Präsident Josef Klenner: „Das Alpine Museum existiert mit Unterbrechungen seit über 100 Jahren. Es ist ein Schaufenster für all diejenigen, die an den Bergen interessiert sind. Dabei scheint ihre Bedeutung für die Menschen in unserer Gesellschaft ständig zuzunehmen. Es freut mich, dass das Alpine Museum dem nun noch stärker gerecht werden kann.“ DAV-Vizepräsidentin Melanie Grimm ergänzt: „Wir empfinden es als große Würdigung des Themas Alpen sowie unserer Arbeit, dass der Umbau sowohl auf Bundes-, Landes- wie kommunaler Ebene gefördert wird und sich darüber hinaus zahlreiche Menschen persönlich für die Förderungen eingesetzt haben.“

 

Die Planungen werden ausführlich mit einer Ausstellung und einem Internetbeitrag zu einem späteren Zeitpunkt dargestellt, voraussichtlich im Mai diesen Jahres.

 

Über den Fortgang der Umbau- und Umzugsvorbereitungen können Sie sich schon jetzt in unserem „Bautagebuch“ informieren.