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In den Ferien in die Berge: Tipps vom DAV

19.12.2019, 16:52 Uhr

Bei den aktuellen Wetterverhältnissen kommt keine Winterstimmung auf: frühlingshafte Temperaturen im Tal, Schnee nur in hohen Lagen oder ab Alpenhauptkamm südwärts. Obwohl es in den kommenden Tagen wieder kühler werden soll, ist zumindest am Alpenrand vorerst nicht mit Winter zu rechnen. Doch egal, wie das Wetter wird: es gibt keinen Grund, daheim zu bleiben. Der DAV gibt einige Tipps für verschiedene Unternehmungen am Berg.


In den meisten Regionen Deutschlands wird es dieses Jahr auch wieder eher auf grüne als auf weiße Weihnachten hinauslaufen. Zwar hat es in den Alpen und den Mittelgebirgen schon geschneit. Der Föhn und mit ihm die sehr milden Temperaturen der letzten Tage haben aber dafür gesorgt, dass davon nicht mehr viel übrig ist. Mit Neuschnee ist – wenn überhaupt – nur in Lagen über 1200 m zu rechnen. Das ist schade für die, die sich auf eine Skitour oder eine Schneeschuhwanderung eingestellt haben, freut aber die, die ihre Wanderschuhe noch nicht verräumt haben. In unserem Bergbericht, der jeden Donnerstag auf alpenverein.de veröffentlicht wird, ist die Schnee- und Lawinensituation und das Wetter für das jeweils folgende Wochenende beschrieben.

 

Ausrüstung: Das sollte dabei sein

Was im Gepäck sein sollte, hängt natürlich von der bevorzugten Unternehmung ab. Ein paar Basics sollten aber bei jedem Bergausflug dabei sein:

  • Wetterfeste Funktionsbekleidung samt Wechselwäsche, Mütze und Handschuhe
  • Rucksack
  • Topographische Karte, Führer (evtl. digitale Karte und Tourenbeschreibung)
  • Schutz gegen UV-Strahlung (Sonnenbrille und -creme)
  • Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke und Handy (für Notruf 112)
  • Taschenlampe

Wer sich für eine Schneeschuh- oder Skitour abseits präparierter Pisten interessiert, braucht neben viel Erfahrung im winterlichen Gebirge auch eine entsprechende Lawinen-Notfallausrüstung: ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), eine Sonde und eine Schaufel.

 

Diese Berghütten haben geöffnet

Aufgrund der Jahreszeit – kurze Tage und niedrige Temperaturen – sind Touren mit Hütteneinkehr zu empfehlen. Eine warme Stube und eine heiße Tasse Tee sind die optimale Pausengestaltung auf einer winterlichen Bergtour. In den ganzen Alpen sind Hütten verteilt, die über die Feiertage geöffnet haben und sich über Gäste freuen. Welche Hütten das sind, erfahren Sie hier.

 

Tourentips für die nächsten Tage

Die hohen Temperaturen haben den wenigen Schnee, der bisher gefallen ist, wieder schmelzen lassen. Bei höheren Gipfeln über 1600 m sind Schneeschuhe sinnvoll. Auf alpenvereinaktiv.com gibt es eine Liste mit Tourenvorschlägen für die nächsten Tage. Drei davon stellen wir hier vor.

 

Bei dieser Tour sollten Wanderschuhe mit einem ordentlichen Profil ausreichen, denn mit Schnee ist selbst auf dem höchsten Punkt der Wanderung nicht zu rechnen. Die Dandlbergalm bewirtet täglich ab 10 Uhr außer montags und dienstags ihre Gäste.

 

Die Gegend um den Spitzingsee ist ein beliebtes Ausflugziel. Auf der mittelschweren Rundtour liegen zwei Gipfel, die mit einer großartigen Aussicht belohnen. Wer sich unterwegs eine Pause gönnen möchte, hungrig oder durstig wird, ist auf der Schönfeldhütte gut aufgehoben.

 

Die Gleckspitze gehört im hinteren Ridnauntal zu den einfacheren Gipfeln, die mit Tourenskiern zu erreichen sind. Achtung: Lawinenlage checken!

 

Auf alpenvereinaktiv.com finden Sie tausende weitere Touren, nicht nur für die Weihnachtsfeiertage und die Zeit zwischen den Jahren.

 

Achtung: kurze Tage!

Derzeit sind die Tage besonders kurz, deswegen ist eine entsprechende Planung besonders wichtig:

  • Gutes Zeitmanagement: Rechtzeitig aufbrechen, um nicht in die Dunkelheit zu kommen
  • Aktueller Wetterbericht: Unbedingt unmittelbar vor Aufbruch einholen
  • Öffnungszeiten der Hütten kennen: Ein Anruf hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.
  • Den Wegverlauf genau kennen: Zuhause Führerliteratur und Karten studieren
  • Digitale Tourenplanung: Unter alpenvereinaktiv.com, dem Tourenportal der Alpenvereine, finden sich alle Infos zur Planung. Karten und Tourenbeschreibungen sind über die zugehörige App auf dem Smartphone auch mobil verfügbar.
 

Schöne Stimmung statt Feuerwerk in den Bergsteigerdörfern

Wem zum Jahreswechsel Feuerwerk und Böllerei zu viel Spektakel sind, fühlt sich wahrscheinlich in einem der vier bayerischen Bergsteigerdörfer wohl. Ramsau, Kreuth, Schleching und Sachrang rufen ihre Bürgerinnen und Bürger zum Verzicht auf das Abfeuern von Feuerwerksraketen und Böllern auf und werden auch selbst kein Feuerwerk zünden. Hintergrund ist die Philosophie der Bergsteigerdörfer, Lärm und Müll zu reduzieren sowie die Umwelt und Tierwelt zu schützen. Der Verzicht auf das lärm- und feinstaubintensive Feuerwerk ist deshalb ein wichtiger Beitrag zu dieser Devise.

Da das Neujahrsfest für die meisten aber trotzdem ein Grund zu feiern ist, lädt Kreuth seine Bürgerinnen und Bürger sowie alle Gäste um Mitternacht zu einem Dorffest im Ortszentrum ein.

 

 

Bergbericht – So wird’s am Wochenende

20. bis 22. Dezember 2019

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Leider haben die außergewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Tage der ohnehin geringen Schneedecke am Alpenrand stark zugesetzt. Und auch am Wochenende wird nur in hohen Lagen Neuschnee hinzukommen.

Tour der Woche: Taubenstein

Tour zum 20. bis 23. Dezember 2019

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Da die Schneefallgrenze am Wochenende vergleichsweise hoch liegt (siehe Bergbericht), bietet sich einmal mehr der auf 1200 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Spitzingsee als Touren-Ausgangspunkt an, damit man nicht im Regen unterwegs ist.   Weil die warme Witterung der ohnehin nicht üppigen Schneedecke stark zugesetzt hat, sind aber auch dort Skitouren abseits beschneiter Piste nicht mehr möglich. Deshalb empfehlen wir eine Winterwanderung auf den Taubenstein, die sich vom Wetter her vor allem am Freitag und Samstag anbietet.   Die Tour folgt nicht der ehemaligen Skipiste sondern führt weiter südlich über die Obere Maxlrainer Alm zu dem 1693 Meter hoch gelegenen Gipfelkreuz, dass sich auf einem nach Norden steil abfallenden Gipfelfelsen befindet. Schneeschuhe wird man wegen der geringen Schneelage wohl nicht brauchen, sehr wohl aber feste Winterwanderstiefel mit gutem Profil und Teleskopstöcke, da man schon mit Schneekontakt rechnen sollte.   Den Ausgangspunkt Bushaltestelle "Spitzingsee-Kirche" erreicht man übrigens von München Hbf. mit nur einmal Umsteigen in 1:20 Stunden, reduziert dabei die eigene CO2-Bilanz und kann im Zug auch noch gemütlich Zeitung lesen.   Gerade jetzt wäre es wieder interessant für die Touren-Community, welche Bedingungen Sie vorgefunden haben. Lassen Sie die Community daran teilhaben und posten Sie eine aktuelle Bedingung – am besten direkt zur Tour. Dauert nicht lange und viele Tourenfreunde freuen sich über die Information!