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Deutsche Meisterschaften Bouldern und Speed - so viel Publikum wie noch nie

11.05.2021, 16:32 Uhr

Das Publikum in diesem Jahr dürfte so groß werden wie noch nie bei Deutschen Meisterschaften im Klettersport - obwohl vor Ort gar keine Zuschauer*innen zugelassen sind. Denn die Wettkämpfe im Vonovia Ruhrstadion in Bochum werden bei ARD und ZDF übertragen, teils im linearen Programm, teils in den begleitenden Livestreams. Der Grund für diese mediale Präsenz: Die Titelkämpfe in den Disziplinen Bouldern und Speed sind Teil der Finals 2021 und finden im Rahmen der Ruhr Games statt. Die Finals vereinen 18 Sportarten und 140 Deutsche Meistertitel verteilt auf zehn Locations in Berlin und Nordrhein-Westfalen. Und die Ruhr Games firmieren als das größte internationale Sport- und Kulturfestival in Europa. Im Speed-Klettern werden die Titel am 5. Juni vergeben, im Bouldern einen Tag später. Journalist*innen, die vor Ort dabei sein möchten, müssen sich bald akkreditieren: Aufgrund der strengen Corona-Auflagen sind die Plätze begrenzt.

Programm und Akkreditierung

Vor Ort ist aus Corona-Gründen kein Publikum zugelassen. Alle Interessierten können die Wettkämpfe trotzdem mitverfolgen. Die Damen und die Herren gehen in beiden Deutschen Meisterschaften zeitgleich an den Start.

 

  • DM Speed am Samstag, 5. Juni: Wird ab Halbfinale live im ZDF zu sehen sein.
  • DM Bouldern am Samstag, 5. Juni: Die Qualifikation wird nicht übertragen, eine Zusammenfassung wird aber zeitnah auf alpenverein.de/finals21 veröffentlicht.
  • DM Bouldern am Sonntag, 6. Juni: Das Halbfinale wird live in Ausschnitten in der ARD ausgestrahlt. Das Boulderfinale wird komplett im Livestream des ZDF übertragen.

Die genauen Zeiten und weitere Details werden wir in der kommenden Woche veröffentlichen.

 

Akkreditierung: Bis zum 30. Mai unter www.ruhrgames.de/presse. Wegen der coronabedingten Auflagen sind die Plätze für teilnehmende Journalist*innen in diesem Jahr stark begrenzt. 

 

Klettern unter dem Dach der Finals 2021 und der Ruhr Games

Nachdem die Finals 2020 pandemiebedingt ausfallen mussten, gehen Die Finals 2021 aufgrund der gewachsenen Sporartenvielfalt größer über die Bühne, als dies noch 2019 der Fall war: Damals kämpften die Spitzenathlet*innen zwei Tage um die Titel, jetzt sind es vier volle Tage. Vor Ort wird es zwar kein Publikum geben, alle Interessierten verpassen trotzdem nichts: Über 160 Kameras in 12 Standorten liefern mehr als 25 Stunden Videomaterial für das Hauptprogramm von ARD und ZDF. Ein Erfolgsgarant - das ZDF wurde für die herausragende TV-Produktion der Finals schon 2019 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

 

Gleichzeitig zu den Finals bieten die Ruhr Games als Europas größtes internationales Sport- und Kulturfestival vom 3. – 6. Juni bereits zum vierten Mal eine moderne Plattform für etwa 5.600 Spitzensporttreibende. Auf dem Programm stehen über 240 Wettkämpfe in 16 olympischen Disziplinen - und das auf nationaler und internationaler Ebene. Neben klassischen Sportarten, wie Leichtathletik oder Schwimmen, stehen auch junge Formate wie Skateboarding oder Klettern im Rampenlicht. Die Deutsche Meisterschaft Speed war bereits 2019 bei den Ruhr Games mit dabei. Beide Wettkämpfe sind Teil der Finals, finden aber gleichzeitig im Rahmen der Ruhr Games statt.

 

Services für die Presse

 

Auftakt der Wettkampfsaison: Bühne frei für das spannendste Kletterjahr aller Zeiten

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In diesem Jahr finden die Olympischen Sommerspiele in Tokio statt, und erstmals wird auch das Sportklettern mit von der Partie sein. Vom 3. bis 6. August geht es in der Vertikalen rund, wenn sich die Weltbesten in den Disziplinen Speed, Bouldern und Lead messen. Aber auch vor dem olympischen Spektakel wird es nicht langweilig – die diesjährige Klettersaison strotzt nur so vor nationalen und internationalen Weltklasse-Events.

Deutsche Meisterschaft Speed: Ritter und Lucke gewinnen!

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Zwei Rekorde, eine Titelverteidigung und zwei glückliche Gewinner: Die Deutsche Meisterschaft Speed ließ an Spannung kaum zu wünschen übrig. Am Ende stand Franziska Ritter (DAV Barmen) erneut auf dem obersten Podiumsplatz. Bei den Herren gewann Sebastian Lucke (DAV Konstanz). Sandra Hopfensitz (DAV Augsburg) und Nuria Brockfeld (DAV Osnabrück) stellten neue Rekorde auf.   Jetzt neu: Den Highlightfilm der DM Speed findet ihr links Am Ende des Artikels gibt es die Replays der Livestreams. Diese sind bis 1. Februar 2021 online.  

DM Bouldern: Highlight-Clip und Livestream-Replays

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Am 19. und 20. September fand im Landesleistungszentrum Augsburg Deutsche Meisterschaft im Bouldern statt. Aufgrund der Corona-Maßnahmen waren Besucherinnen und Besucher nicht erlaubt. Allerdings wurde der gesamte Wettkampf im Livestream übertragen. Hier gibts einen Highlight-Clip und alle Wettkampfrunden im Replay.

Hannah Meul und Philipp Martin sind Deutsche Bouldermeister

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Am 19. und 20. September ging im DAV-Landesleistungszentrum Augsburg die Deutsche Meisterschaft Bouldern über die Bühne. Zuschauer waren coronabedingt nicht zugelassen. Bei bestem Wetter fand dennoch ein hochkarätiger und spannender Wettkampf statt: Erst am letzten Boulder fiel die Entscheidung. Hannah Meul vom DAV Rheinland-Köln und Philipp Martin vom DAV Allgäu-Kempten holten die Titel. Florence Grünewald (DAV Frankfurt/Main) und Lucia Dörffel (DAV Chemnitz) holten die Plätze zwei und drei bei den Damen. Bei den Herren gingen diese Plätze an Christoph Schweiger (DAV Ringsee) und Max Kleesattel (DAV Schwäbisch Gmünd). Die gesamten Ergebnisse des Wettkampfes gibt es ganz unten im Artikel "Livestream und Ergebnisse".

Lexikon des Wettkampfkletterns

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Klettern ist eine Welt für sich. Von A wie Affenindex bis Z wie Zone ergibt sich ein ganzes Lexikon aus Equipment, Positionen und Schrittfolgen, die im Klettersport ganz bestimmte Bezeichnungen haben. Wir führen euch einmal durch's ABC des Kletterns und erklären euch, was die Begriffe bedeuten.  Schnellnavigation: A - B - C - D - E - F - G - H - I - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - Z 

Was ist Speed-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Wie es der Name sagt: beim Speed geht es um Schnelligkeit. Also darum, eine weltweit genormte Route, bei der die Länge und Neigung der Wand sowie die Größe, Form und Position der Griffe und Tritte immer identisch sind, schnellstmöglich nach oben zu klettern. Gesichert wird beim Speed mit Seilsicherung von oben, also im Toprope. Die Athletinnen und Athleten müssen am Ende der Route auf einen Buzzer schlagen, dann wird die Zeit gestoppt. Die Speedtour ist bei Wettkämpfen 15 Meter hoch, hängt fünf Grad über und befindet sich im siebten UIAA Schwierigkeitsgrad. Da es sich immer um die gleiche Griffabfolge handelt, können sich die Kletterinnen und Kletterer optimal vorbereiten. Sie prägen sich bei unzähligen Gos den Bewegungsablauf so ein, dass sie ihn verinnerlicht haben und genau wissen, welchen Griff sie wie nehmen beziehungsweise wohin sie ihren Fuß setzen müssen. Beim Speedklettern ist neben einer hohen Schnell- und Maximalkraft deshalb auch eine große Greif- und Trittpräzision notwendig. Außerdem sind im Wettkampf, der über mehrere Runden geht, bei höchster Geschwindigkeit Schnellkraftausdauer und Nervenstärke erforderlich. 

Was ist Bouldern?

Die Sportart als Wettkampf

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Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen. Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher.