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Absage der mündlichen Verhandlung: Alpenvereine sehen sich in Kritik zum Projekt Pitztal-Ötztal bestätigt

16.01.2020, 18:02 Uhr

Auf Antrag der Skigebietsbetreiber wurde die für 22. bis 24. Januar vorgesehene Verhandlung zum Projekt „Skigebietserweiterung und -zusammenschluss Pitztal-Ötztal“ von der UVP-Behörde abgesagt.


„Wir begrüßen diesen Schritt und sehen uns in unseren Argumenten bestätigt. Gletscherlandschaften sind hochsensible nicht regenerierbare Lebensräume, die besonderem Schutz bedürfen,“ betont Andreas Ermacora, Präsident des Österreichischen Alpenvereins.

„Nach dieser Absage ist nicht nur mit einer massiven Verzögerung zu rechnen, sondern das gesamte Vorhaben ist damit in Frage gestellt“ betont auch Josef Klenner, Präsident des Deutschen Alpenvereins. Die Alpenvereine gehen davon aus, dass die angesprochenen weiteren Erhebungen vor Ort zeigen werden, dass aufgrund des fortschreitenden Gletscherrückgangs derartige Projekte nicht zukunftsfähig sind.

 

#unserealpen

Ende 2018 starteten die Alpenvereine AVS, DAV und ÖAV die gemeinsame Kampagne "Unsere Alpen". Sie möchten damit in einer breiten Öffentlichkeit deutlich machen, wie einzigartig, vielfältig und wertvoll die Alpen sind – und dass dieser Natur- und Kulturraum massiv bedroht ist. Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann dies zum Beispiel auf Instagram tun und unter #unserealpen ein Bild sowie seinen Kommentar posten.