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Kletterkonzeption Landkreis Regensburg tritt in Kraft

18.04.2018, 12:00 Uhr

Die Juratäler rund um Regensburg sind ein beliebtes Kletterrevier. Für 75 der dort stehenden Felsen gibt es jetzt eine sogenannte Kletterkonzeption. Sie regelt, wo und wann geklettert werden kann. Am heutigen Dienstag, 24. April, ist die „Kletterkonzeption Juratäler Landkreis Regensburg“ in Beratzhausen offiziell vorgestellt worden und tritt ab sofort in Kraft. „Mit dieser Grundlage bleibt die wertvolle Naturausstattung der einmaligen Felslandschaft auch bei der wachsenden Zahl der Kletterer erhalten“, betont Christine Rapp von der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung der Oberpfalz.

Ein gemeinsames Konzept für Sport und Natur

„Rote Wand“ oder „Friesenstein“ heißen die Kletterfelsen, „Paralleluniversum“ oder „Hirschenstube“. Sie befinden sich in den sogenannten Juratälern, also den Tälern von Donau, Laber, Naab, Vils und Forellenbach. Drei Jahre lang haben der Deutsche Alpenverein, insbesondere die DAV-Sektion Regensburg, und die IG Klettern Frankenjura, Fichtelgebirge und Bayerischer Wald e.V. in enger Abstimmung mit der Regierung der Oberpfalz, dem Landratsamt und der Stadt Regensburg, dem Landesbund für Vogelschutz und dem Bund Naturschutz gearbeitet. Herausgekommen ist ein Kletterkonzept für 75 Felsen mit rund 1000 Kletterrouten. Davon profitieren alle: Sowohl die Sportlerinnen und Sportler als auch die felsbrütenden Vögel und die seltenen Felspflanzen.

 

Entsprechend gut gelaunt zeigte sich DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher bei der Vorstellung in Beratzhausen: „Das Ergebnis stellt die naturverträgliche Ausübung des Felskletterns im Landkreis Regensburg auf eine zukunftsfähige Basis: soviel Sperrungen wie naturschutzfachlich unumgänglich, aber auch so viel Naturnähe für die Menschen wie möglich.“ Ähnlich äußerte sich auch Dr. Jürgen Kollert, 1. Vorstand der IG Klettern e.V. Frankenjura, Fichtelgebirge und Bayerischer Wald. Er sieht die Kletterkonzeption Juratäler als „ein weiteres Beispiel dafür, dass auf der Grundlage einer freiwilligen Selbstbeschränkung Konsenslösungen gefunden werden können, die sowohl den Belangen des Naturschutzes als auch den Belangen des Klettersports gerecht werden.“

 

Kampagne „Natürlich klettern“

Mit dem Ziel, Klettern und Naturschutz zusammenzubringen, ist letzte Woche auch die Kampagne „Natürlich klettern“ gestartet. Ohne erhobenen Zeigefinger richtet sich der Deutsche Alpenverein dabei via Internet, in den sozialen Medien und in mehreren Drucksachen an die Kletterszene. Alle Infos dazu gibt es unter www.alpenverein.de/natuerlich-klettern

 

Ihre Ansprechpartner

Fachressort Natur und Umweltschutz

Öffentlichkeitsarbeit

 

Die Kletterkonzeption Juratäler gibt es in voller Länge im Downloadbereich hier unten.