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Nachhaltig am Berg

Im zweiten Monat befasst sich die Kampagne #machseinfach mit dem Thema „Nachhaltig am Berg“. Mit grundlegenden Tipps wird gezeigt, wie man am Berge klima- und ressourcenfreundlich unterwegs sein kann.

Als Naturschutzverband hat sich der DAV mit seinem „Grundsatzprogramm zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums sowie zum umweltgerechten Bergsport“ dazu verpflichtet, sein Handeln nachhaltig auszurichten.

Tipps wie man nachhaltig am Berg unterwegs sein kann, gibt es auch in Folge 2 des DAV-Bergpodcast "Gewissensfrage Bergsport: Geht´s auch grün?"

 

Nachhaltig auf Tour

In verschiedenen Projekten und Kampagnen werden Maßnahmen erarbeitet, wie naturverträglicher Bergsport aussehen kann.

Naturverträglich unterwegs sind Wanderer und Bergsteiger beispielsweise, wenn sie auf den Wegen bleiben und Abkürzungen vermeiden.

Mit dem Leitbildung zum naturverträglichen Klettern zeigt der DAV, wie sensible Naturräume beim Klettern geschützt werden können.

Einen wichtigen Beitrag zur naturverträglichen Gestaltung von Ski- und Schneeschuhtouren leistet der DAV mit dem Projekt Skibergsteigen umweltfreundlich.

Wer mit dem Bike unterwegs ist, sollte sich ebenfalls an Regeln für naturverträglichen Bergsport halten. Wichtiges Gebot ist hier, keine Spuren zu hinterlassen und Rücksicht auf andere Bergsportler und Tiere zu nehmen.

Das Projekt Bergsteigerdörfer fördert einen naturnahen, ressourcenschonenden und nachhaltigen Tourismus. Die Orte Kreuth, Ramsau bei Berchtesgaden, Schleching und Sachrang wurden in den bayrischen Alpen zum Netzwerk der Bergsteigerdörfer aufgenommen.

 

Anreise

Bei der eigenen Tour macht die Anreise zum Berg den größten Anteil der CO2-Bilanz aus. Wer klimafreundlich unterwegs sein möchte, entscheidet sich für Bahn und Bus. Touren, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sind, finden sich auf alpenvereinaktiv.com.

Und wenn es doch einmal das Auto sein muss, ist die Bildung von Fahrgemeinschaften eine gute Möglichkeit, um CO2 einzusparen. Auch die Wahl des Ziels sollte berücksichtigt werden. Denn je kürzer der Weg ist, umso geringer sind die Belastungen für´s Klima. Generell empfiehlt es sich, lieber eine mehrtägige Tour zu unternehmen, als viele Tagestouren.

 

Verpflegung

Wer sich schon zu Hause seine Brotzeit vorbereitet und in eine wiederverwendbare Edelstahl-Brotzeit-Box oder einem Wachstuch packt, spart sich nicht nur Alufolie als Einwegverpackungen, sondern kann auch auf die Herkunft der Lebensmittel achten.

Regionale und saisonale Produkte haben eine deutlich bessere Bilanz als beispielsweise Südfrüchte, die erst mit dem Flugzeug nach Deutschland gebracht werden mussten. Ein Saisonkalender kann bei der Auswahl von Obst und Gemüse, das gerade Saison hat, helfen. Auch sollte darauf geachtet werden, Lebensmittel möglichst unverpackt zu kaufen. Wer beim Einkaufen dann noch seine eigene Tasche mitbringt, leistet bereits einen guten Beitrag zum Klimaschutz. Einen Schritt weiter gehen regionale Alternativen wie z.B. eine Solidarische Landwirtschaft: In dem Modell erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher regional erzeugte, hochwertige Lebensmittel, deren Anbau und Ernte sie hautnah miterleben können.

Leitungswasser in der wiederbefüllbare Trinkfalsche ist ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Für den Ausflug auf den Berg eignet sich am besten Edelstahl, da diese Flaschen im Gegensatz zu Glas sehr robust sind und nicht gleich zerbrechen, wenn sie doch einmal auf den Boden fallen.

 

Müll

Ist die Gipfelbrotzeit in der Brotbox verpackt, entsteht auf dem Berg kein Müll. Wer dennoch Müll auf den Berg trägt, muss diesen unbedingt mit zurück ins Tal nehmen.  Dafür am besten gleich eine kleine Mülltüte einpacken. Die Kampagne „Saubere Berge“ möchte die Bergsportler für die eigenverantwortliche Müllvermeidung und –entsorgung sensibilisieren. Auf den DAV-Hütten können sich Gäste bei Bedarf eine Mülltüte mitnehmen, um ihren eigenen Müll, oder auch den Müll, der am Wegesrand liegt, einzustecken.

 

Nachhaltig auf Hütten

Auch bei einem Besuch auf der Hütte kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Strom und Wasser sind auf vielen Hütten rar und sollten deshalb unbedingt gespart werden. Also einfach mal das Licht ausmachen, wenn man einen Raum verlässt und den Wasserhahn abdrehen.

Regionale Speisen und Getränke kommen bei den über 100 DAV-Hütten auf den Tisch, die an der Initiative „So schmecken die Berge“ teilnehmen. Die Produkte kommen zum Großteil aus einem Umkreis von 50 Kilometern und aus möglichst ökologischer Produktion.

 

Ausrüstung

Bei der Ausrüstung empfiehlt es sich, „intelligent“ zu konsumieren. Vermeidung ist hier wieder das oberste Gebot, denn es muss nicht immer die neuste Ausrüstung sein. Wenn etwas kaputt geht, sollte zuerst versucht werden, ob eine Reparatur möglich ist. Ist das nicht mehr möglich, können viele Outdoorsportartikel Second Hand gekauft werden, zum Beispiel auf dem Alpinflohmarkt der DAV-Sektion oder im Internet.

Auch sollte überlegt werden, wie oft die Ausrüstung wirklich benutzt wird. Wer nur selten auf Skitour oder zum Klettern geht, kann sich die Ausrüstung leihen, zum Bespiel in den Geschäftsstellen vieler DAV-Sektionen.

Wenn doch mal etwas neu gekauft werden muss, können lokale Geschäfte unterstützt werden. Auch bei der Auswahl der Marken kann auf bestimmte Siegel geachtet werden. Der DAV-Partner VAUDE bietet unter dem Green Shape Label umweltfreundliche Produkte aus nachhaltigen Materialien an. Auch das Label bluesign® garantiert eine umweltschonende Produktion. Artikel mit diesem Label finden sich beim DAV-Partner Globetrotter

 

Fehlt noch was? Weitere Ideen, wie man nachhaltig am Berg unterwegs sein kann, werden unter natur@alpenverein.de gesammelt.

Die Kampagne #machseinfach ist Teil des Projekts „Bergsport mit Zukunft“, das durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und Globetrotter gefördert wird.

 

Unterstützt wird die Kampagne von VAUDE, dem offiziellen Ausrüster des DAV.