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Bundespräsident Steinmeier wandert mit dem DAV

Zum 150. Jubiläum

Am Freitag, 24. Mai 2019, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem DAV am Spitzingsee in den bayerischen Alpen eine Wanderung unternommen. Bei bestem Wetter stieg das Staatsoberhaupt und Alpenvereinsmitglied mit einer Delegation, die hauptsächlich aus Ehrenamtlichen bestand, zur Schönfeldhütte auf und kehrte dort ein. In zahlreichen Gesprächen informierte sich Steinmeier über die vielen Themen und Aktivitäten im DAV. Anlass der Wanderung war dessen 150. Geburtstag am 9. Mai.

"Schönere Glückwünsche gibt es eigentlich nicht."

Gleich bei seiner Ankunft um 14 Uhr am Spitzingsattel machte der Bundespräsident deutlich, dass die Berge für ihn kein Thema wie jedes andere sind: "Seit 20 oder 25 Jahren gehe ich in die Berge," sagte der erfahrene Wanderer und Hochtourengeher im Anschluss an die Begrüßung durch DAV-Präsident Josef Klenner. "Ich freue mich auf die Wanderung heute. Eine schönere Art, Glückwünsche zu überbringen, gibt es eigentlich nicht."

 

Und mit diesen Worten setzte sich die Wandergruppe in Richtung Schönfeldhütte in Bewegung. Dazu gehörte neben Josef Klenner auch die Bayerische Landwirtschaftsminsterin Michela Kaniber, die DAV-Vizepräsidentin Sunnyi Mews, Birgit Kantner vom Österreichischen Alpenverein und 13 Ehrenamtliche aus neun DAV-Sektionen.

Die Gehzeit zur Schönfeldhütte beträgt eigentlich eine gute Stunde. Dass die Wandergruppe letztlich knapp zwei Stunden für diese Strecke gebraucht hat, lag nicht am Gehtempo – das war nämlich angesichts der großen Gruppe erstaunlich hoch. Es lag vielmehr an den vielen Zwischenstopps, bei denen der Bundespräsident mit den DAV-Delegierten ins Gespräch kam. Dabei ging es dann um Hütten, Wege, Familienbergsport, Leistungsbergsport, Mountainbiken, Skitourengehen oder Klettern. Besonders viel Raum nahm über diese Themen hinaus das Ehrenamt ein – und die damit verbundene gesellschaftliche Bedeutung des DAV.

 

Ein Bekenntnis des Bundespräsidenten

Ein zweites übergeordnetes Thema kam bei der Wanderung auch immer wieder zur Sprache: der Naturschutz. "Hier spielt der Deutsche Alpenverein zusammen mit den Partnerverbänden in Europa eine große Rolle", sagte der Bundespräsident gleich zu Beginn der Wanderung und ergänzte mit Blick auf die laufende Kampagne von AVS, DAV und ÖAV: "Das Stichwort heißt 'Unsere Alpen'!" Steinmeier ließ keinen Zweifel daran, dass ihm dieses Thema sehr wichtig ist. "Mir geht es nicht nur um Wandern und Bergsport. Es geht mir auch um die Bewahrung der Natur." Dieses Bekenntnis des Bundespräsidenten hörte DAV-Präsident Josef Klenner gerne. Mit sichtlicher Freude sagte er. "Es ist uns eine große Ehre, dass sich Frank-Walter Steinmeier die Zeit nimmt, mit uns eine Wanderung zu unternehmen. Nun hat er den Termin zwei Tage vor die Europawahl in Deutschland gelegt. Das zeigt uns auch, dass auch er den Alpen eine große europäische Bedeutung beimisst."

 

Tischgespräche

Erster Programmpunkt bei Ankunft an der Schönfeldhütte war ein Hüttenrundgang. Dabei informierte sich der Bundespräsident über die Wasserversorgung, die Zimmer und Lager und den Hüttenbetrieb. Die Kampagne "So schmecken die Berge" bekam Frank-Walter Steinmeier anschließend sozusagen am eigenen Leib zu spüren: Beim Servieren der Speisen und Getränke erklärten die Wirtin und der Wirt, dass die Zutaten und Produkte so weit wie möglich aus regionaler Herstellung stammen. Bei Brotzeit und Kaiserschmarrns gingen die Gespräche am Tisch des Bundespräsidenten weiter. Hier kam dann auch der Leistungssport zur Sprache: Mit Alex Megos, Maria Pilarski und Toni Lautenbacher waren drei Aushängeschilder aus den Bereichen Wettkampfklettern, Expeditionsbergsteigen und Skimountaineering bei der Wanderung dabei.

 

Abschluss-Selfies mit dem Bundespräsidenten

Eineinhalb Stunden nahm sich der Bundespräsident für die Hütteneinkehr Zeit, dann verabschiedeten ihn Josef Klenner und Günther Manstorfer, Erster Vorsitzender vom DAV München, ganz offiziell. Dabei überreichten sie ihm ein Exemplar des Begleitbandes "Die Berge und wir" zur Jubiläumsausstellung sowie ein Jubiläumstourenbuch. Der anschließende Abstieg fiel deutlich kürzer aus als der Aufstieg; er ging nämlich nur bis zur Schwarzenkopfhütte der Bayerischen Polizei, wo die Limousine des Bundespräsidenten bereits auf ihn wartete. Auf den 15 Minuten dorthin begleitete ihn eine Delegation der JDAV und sprach mit ihm über deren Einsatz für Vielfalt, Offenheit und Toleranz. Frank-Walter Steinmeier zeigte sich sehr erfreut: "Das Bekenntnis großer Vereine wie des DAV zu demokratischen Grundwerten ist sehr wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Umso mehr freut mich, dass insbesondere auch die Jugend des DAV sich in dieser Hinsicht stark engagiert." Mit dieser rundum positiven Stimmung kam Frank-Walter Steinmeier an der Schwarzenkopfhütte an. Sowohl die JDAVler als auch die drei Spitzensportler hatten deshalb keine Mühe, dem Bundespräsidenten eine letzte Bitte abzuringen: Zwei Gruppenselfies mit dem Staatsoberhaupt.