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Tour der Woche: Durchs Längental auf den Hochreichkopf

02.07.2020, 08:49 Uhr

Für das kommende Wochenende empfehlen wir eine Tour, die man unbedingt noch diesen Bergsommer unternehmen sollte. Denn nachdem die Bauarbeiten für einen Staudamm begonnen haben, dessen Pumpspeicherbecken das Längental überfluten wird, kann man dieses alpine Kleinod nicht mehr allzu lange genießen. Schließlich wurde die Revision der Alpenvereine gegen den Baubescheid der „Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz“  leider letztinstanzlich abgewiesen.

 

Der beste Wochenendtag für diese recht lange Bergtour, für die man gute Kondition und Trittsicherheit benötigt, ist mit Sicherheit der Sonntag. Aber auch der Samstag dürfte in den Stubaier Alpen im Großen und Ganzen trocken verlaufen (siehe Bergbericht).

 

Wem die gesamte Tour zu lange dauert, bzw. wem der teils seilversicherte Übergang zu Hochreichscharte zu anspruchsvoll ist, kann alternativ nur zur sehr aussichtsreichen Niederreichscharte aufsteigen, von wo sich ein toller Blick in Richtung Ötztal öffnet. Allerdings ist auch auf dem Weg bis dorthin noch mit Altschneefeldern zu rechnen, weswegen Telskopstöcke, feste Bergschuhe mit gutem Profil und auch Gamschen zu empfehlen sind.

 

Der Ausgangspunkt an der Dortmunder Hütte ist vom Bhf. Innsbruck aus übrigens auch gut mit der Buslinie 4166 zu erreichen.


Mit der Kampagne #unserealpen wollen die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich und Südtirol in einer breiten Öffentlichkeit deutlich machen, wie einzigartig, vielfältig und wertvoll die Alpen sind – und dass dieser Natur- und Kulturraum massiv bedroht ist. Am Beispiel des Pumpspeicherwerks mit sämtlichen Eingriffen in diese intakte Natur zeigt sich einmal mehr, wie wichtig diese Kampagne ist. Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann dies zum Beispiel auf Instagram tun und unter #unserealpen ein Bild sowie seinen Kommentar posten.

 

 

 

Bergbericht - So wird´s am Wochenende

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Auf einen eher regnerischen Freitag folgt viel versprechendes Bergwetter. Zudem zieht sich der Winter nach und nach aus aus dem Hochgebirge zurück, wobei man aber nach wie vor mit Altschneefeldern rechnen muss.