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Bergbericht - So wird´s am Wochenende

27. bis 29. Juli 2018

26.07.2018, 15:03 Uhr

Das schöne Sommerwetter bleibt Bergsteigern und Wanderern in den kommenden Tagen erhalten, was vor allem am Sonntag allerdings eine zunehmende Gewittergefahr mit sich bringt.

Tourenverhältnisse

Auch höhere Ziele am Alpenhauptkamm sind derzeit wie zum Beispiel der Gschnitzer Tribulaun (Stubaier Alpen) zumindest südseitig schneefrei. In nordseitigen Karen muss man allerdings oberhalb von etwa 2500 Metern weiterhin mit Altschneefelder rechnen, welche aber dank der warmen Nächte auch in der Früh nicht eisig sein dürften.
Von Hochtouren werden nach wie vor gute Bedingungen gemeldet. So ist der Gletscher am Schwarzenstein noch sehr gut eingeschneit und auch an anspruchsvollen Zielen , wie z.B. dem Mittellegigrat am Eiger (Berner Alpen) findet man gute Verhältnisse vor. Allerdings werden mit den warmen Temperaturen überall die Blankeis-Stellen zunehmen.

 

Wochenendwetter

Der Freitag bringt in den Ostalpen sonniges, stabiles Bergwetter im Nordwesten. Im Osten und Süden können labilere Luftmassen im Tagesverlauf lokale Regenschauer und Gewitter mit sich bringen. Die Nullgradgrenze liegt bei 3900 m.
Am Samstag dominiert bis über Mittag überall die Sonne, später sind im Osten und Süden vereinzelt gewittrige Schauer möglich und mit einer Störung von Westen steigt im Norden zwischen dem Bregenzerwald und den Kitzbüheler Alpen am Nachmittag die Neigung für Schauer und Gewitter deutlich an.
Der Sonntag verläuft teils sonnig, mit erhöhter Schauer-/Gewitterbereitschaft westlich der Linie Ennstaler Alpen-Karawanken. Vor allem zwischen Bregenzerwald und Hohe Tauern sind immer wieder Regenschauer zu erwarten.
In den Westalpen ist der Freitag vergleichbar. Am Samstag sind aber in der Schweiz Gewitter bereits gegen Mittag verbreitet zu erwarten. Dafür wird am Sonntag nur mit lokalen Gewitter gerechnet.

 

Fazit

Wer kann, der sollte Freitag und Samstag, für eine größere Unternehmung nutzen. Als Tour der Woche empfehlen wir daher die Besteigung des Schwarzensteins in den Zillertaler Alpen. Ob diese auch am Sonntag noch machbar ist, kann man allerdings erst mit dem Alpenwetterbericht von Freitag Nachmittag genauer einschätzen.
Für Eintagestouren bieten sich ebenfalls sowohl der Freitag als auch der Samstag an. Und wer nur am Sonntag Zeit hat, sollte bei der Tourenplanung eine am Nachmittag verbreitete Gewitterneigung berücksichtigen.

 

Tour der Woche: Schwarzenstein

Tour zum 27. bis 29. Juli 2018

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Da die Gletscherpassagen am Schwarzenstein derzeit noch gut eingeschneit sind, empfehlen wir dieses Wochenende eine Hochtour auf diesen vergleichsweise einfachen Dreitausender. Allerdings sollte man vom Wetter her bereits am Freitag zur Hütte auf- und am Samstag (der in den Zillertaler Alpen bis zum späteren Nachmittag wohl ohne Gewitter verlaufen soll) zum Gipfel aufsteigen. Am Sonntag nimmt die Gewitterneigung dann auch im Bundesland Salzburg zu, ist aber nicht so hoch wie westlich des Inntals (siehe Bergbericht).   Beim Schwarzenstein handelt es sich um eine technisch unschwere Gletscherhochtour, die aber dennoch komplette Gletscherausrüstung erfordert.   Alternativ zur meist üblichen Besteigung von der Berliner Hütte (auf die im Folgenden zuerst verwiesen wird) lohnt es sich übrigens sehr, eine Rundtour zu unternehmen und den Schwarzenstein vom Floitental und der Greizer Hütte zu besteigen (entsprechend der zweiten Tourenbeschreibung) und dann zur Berliner Hütte abzusteigen. Von dort kann man am Sonntag dann je nach Wetter direkt ins Tal wandern (die unterschiedlichen Ausgangspunkte sind mit Bus erreichbar) oder über die Nördliche Mörchnerscharte wieder ins Floitental gelangen.