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Bergbericht – So wird’s am Wochenende

13. bis 15. Oktober 2017

12.10.2017, 15:02 Uhr

Endlich ist es da! Das stabile Oktoberhoch, auf das alle Bergsteiger und Wanderer so sehnsüchtig gewartet haben. Egal ob auf einer Voralpentour, einem richtig hohen Gipfel oder beim Sportklettern an südexponierten Wänden … das kommende Wochenende lässt fast keine Berg-Wünsche offen.

Tourenverhältnisse

Der Neuschnee des letzten Wochenendes ist in den Nordalpen bis etwa 2000 Meter wieder verschwunden. Darüber muss man vor allem nordseitig mit Schneekontakt rechnen. Am Tiroler Alpenhauptkamm liegt die derzeitige Schneegrenze bei etwa 2300 m und in der Schweiz noch etwas höher. So war der 2951 Meter hohe Piz Borel (Graubünden) bereits am Dienstag so gut wie schneefrei.

Auf den Gletschern muss man hingegen mit 20 bis 30 cm Schneeauflage rechnen, weswegen man wohl kaum auf Blankeis stoßen wird. So wird beispielsweise aus der 45° steilen Nordwand der Cima Presanella bester Trittfirn gemeldet.

Im Umkehrschluss muss man aber sehr gut auf unzureichend eingeschneite Gletscherspalten achten.

Weiter unten gibt es vor allem im nordexponierten Waldgelände noch verbreitet matschige Passagen. Diese werden in den nächsten trockenen Tagen aber mit Sicherheit weniger werden ... was uns zur erfreulichen Wetterprognose führt.

 

Wochenendwetter

Der Freitag bringt am Alpenrand östlich des Kaisergebirges zunächst Hangwolken und Hochnebelfelder, die bis 1500 m hinauf reichen können und sich aber bald auflösen. Oberhalb davon und im übrigen Ostalpenraum strahlt uneingeschränkt die Sonne. Die Temperatur liegt auf 2000 m bei 5 Grad im Nordosten und 12 Grad im Südwesten. Im Westen weht ein schwacher, im Osten und Norden ein teils mäßig starker Nordwestwind.

Auch am Samstag und am Sonntag setzt sich im Ostalpenraum das hervorragende Bergwetter fort. Der Wind bleibt meist schwach. Zudem bringt die milde Witterung eine (für die Jahreszeit recht hohe) Nullgradgrenze von rund 3700 Metern mit sich.

In den Westalpen sind die Wetterverhältnisse vergleichbar, mit dem kleinen Unterschied dass dort schon am Freitag Vormittag überall die Sonne scheint.

 

Fazit

Bis über das Wochenende hinaus gibt es vom Wetter her nicht die geringsten Einschränkungen, was Bergtouren angeht. Wer absolut schneefrei unterwegs sein möchte, sollte südseitige Touren bis etwa 2000 Meter anvisieren.

Bei diesen stabilen Verhältnissen bietet sich natürlich auch eine Zwei- oder Dreitagestour mit Hüttenübernachtung an. Erfahrungsgemäß sind die Hütten aber im Oktober sehr gut besucht, weswegen man unbedingt vorab in Erfahrung bringen muss, ob noch Platz vorhanden ist.

Und da zudem viel Verkehr am Wochenende zu erwarten ist, empfehlen wir als Tour der Woche eine Rundwanderung auf den Kramer, die gut vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen aus möglich ist.

 

Tour der Woche: Auf den Kramer

Zum 13. bis 15 Oktober 2017

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Tour zum 13. bis 15. Oktober 2017 Nachdem der Schnee vom letzten Wochenende bis etwa 2000 Meter wieder abgeschmolzen ist (siehe Bergbericht), sind vor allem Ziele mit entsprechender Gipfelhöhe derzeit zu empfehlen. Die großartige Rundwanderung auf den Kramer quert allerdings ein Stück lang auf dessen Nordseite, wo man in Rinnen schon auf Schneereste treffen kann. Gute Trittsicherheit und Telskopstöcke sollte man für diese Tour daher genau so mitbringen wie ein gute Kondition. Lohn der Mühen ist ein überwältigender Tiefblick auf das Loisachtal und ein grandioses Panorama auf das direkt gegenüberliegende Wettersteingebirge.   An welchem der folgenden Tage, man die Kramer Runde angeht, ist vom Wetter her wohl egal. Bis über das Wochenende hinaus soll das schöne Hochdruckwetter bestehen bleiben. Und da am kommenden Wochenende große Staus am Autobahnende Richtung Garmisch-Partenkirchen zu erwarten sind, empfehlen wir die Anreise mit der Bahn, wie sie auch bei der unten stehenden Tourenbeschreibung möglich ist.   Gerade jetzt wäre es wieder interessant für die Touren-Community, welche Bedingungen Sie vorgefunden haben. Lassen Sie die Community daran teilhaben und posten Sie eine aktuelle Bedingung. Am besten direkt zur Tour. Dauert nicht lange, und viele Tourenfreunde freuen sich über die Information!