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Bergbericht – So wird’s am Wochenende

4. bis 6. August 2017

03.08.2017, 15:30 Uhr

Die heiße Witterung dürfte am Wochenende der Vergangenheit angehören. Was man leider von der vor allem an Nachmittagen starken Gewitterneigung nicht sagen kann.

Tourenverhältnisse

Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben den Neuschnee selbst an sehr hoch gelegenen Felsgraten dahin schmelzen lassen. So war zum Monatsanfang der Eselsgrat am Piz Rosegg (Bernina Gruppe) laut Foreneintrag „ trocken und schneefrei“. Gleiches gilt für Walliser Viertausender, wie das Rimpfischhorn. Hier weist der Coloir zum Westsüdwestgrat noch Firn und kein Blankeis auf. Ähnliches gilt für das Zinalrothorn, wo der Fels komplett trocken ist und "überall eine leichte Schneeauflage und griffiger Schnee“ anzutreffen ist.

Von daher bieten die großen Schweizer Hochtouren derzeit gute Schneeverhältnisse, wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass die Schneeauflage auf den Gletschern zum Nachmittag je nach Temperatur sehr weich werden kann.

Auch höhere Bergtouren in den Nördlichen Kalkalpen und am Österreichischen Alpenhauptkamm weisen derzeit gute Verhältnisse auf. In Abhängigkeit von nachmittäglichen und nächtlichen Gewittern muss man sich bei alpinen Mehrseillängentouren aber gut überlegen, welche Routen möglichst schnell wieder abtrocknen.

 

Wochenendwetter

Es bleibt zunächst sommerlich und heiß. Am Freitag steigt vor allem im Norden nach Sonnenschein die Neigung zu Gewittern deutlich an, wobei südlich des Hauptkammes Schauer noch wenig verbreitet auftreten. Der Samstag bringt im Norden teils Restwolken und rasch erste Quellwolkenentwicklungen mit verbreiteten Regenschauern und Gewitter. Auf der Alpensüdseite ist es ein wenig stabiler.

In den Westalpen soll der Freitag etwas sonniger ausfallen, aber vom Mont Blanc entlang des Alpennordhanges bis in die Glarner Alpen nimmt auch hier die Gewitter-Neigung am Nachmittag zu. Dort treten sie aber nur lokal und weniger verbreitet auf. Ähnlich zeigt sich der Samstag, wobei mit Annäherung einer Kaltfront gegen Abend die Gewitter-Gefahr deutlich ansteigt.

Am Sonntag sorgt im Norden sowohl in den Westalpen als auch in den Ostalpen eine Kaltfront von Beginn an für dichte Wolken und Regenschauern, die auch mit Gewittern durchsetzt sind. Ab Mittag setzen kräftige Gewitter auch auf der Alpensüdseite ein. (Stand 2.8. - 20 h)

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Fazit

Wer eine Tagestour plant, sollte den Freitag oder den Samstag nutzen und muss sich auch an diesen Tagen nachmittags auf Schauer und Gewitter einstellen.

Den derzeit recht günstigen Eis- und Schneeverhältnissen für große Hochtouren steht einmal mehr ein instabiles Wochenendwetter entgegen.
Da die Gewitterneigung südlich des Hauptkamms geringer sein soll, könnten Hochtouren-Liebhaber in die Rieserfernergruppe zu unserer Tour der Woche Hochgall Nordwestgrat ausweichen, die laut den Prognosen es Hydrologischen Amtes in Bozen am Samstag noch machbar sein sollte.

 

 

 

Tour der Woche: Hochgall Nordwest Grat

Tour zum 4. bis 6. August 2017

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Tour zum 4. bis 6. August 2017 Einmal mehr steht ein nicht sehr stabiles Wochenendwetter ins Haus (Siehe auch Bergbericht) . Dennoch müssen Hochtouren-Liebhaber nicht ganz ihre Hoffnung auf eine große Unternehmung aufgeben. Wer am Freitag Nachmittag zur Kasseler Hütte in der Rieserfernergruppe aufsteigt und am Samstag rechtzeitig zum Hochgall startet, dürfte südlich des Alpenhauptkamms zumindest bis zum Nachmittag in kein Gewitter geraten. So zumindest erwartet es das Hydrologische Amt in Bozen laut Prognose vom 2. August. Den aktuellen Wetterbericht muss man vor der Tour natürlich dennoch einholen.   Der großartige Hochgall Nordwestgrat ist für erfahrene Alpinisten gut ohne Seilausrüstung zu machen (Max. Schwierigkeit III UIAA). Im Zweifelsfalle nimmt man Sicherungsausrüstung mit, die man aus Zeitgründen "am laufenden Seil" einsetzt.   Gerade jetzt wäre es wieder interessant für die Touren-Community, welche Bedingungen Sie vorgefunden haben. Lassen Sie die Community daran teilhaben und posten Sie eine aktuelle Bedingung. Am besten direkt zur Tour. Dauert nicht lange, und viele Tourenfreunde freuen sich über die Information! Und hier geht's zum Bergwetter