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DAV: 150 Jahre Ehrenamt

Internationaler Tag des Ehrenamts am 5.12.

02.12.2019, 08:41 Uhr

„150 Jahre Alpenverein bedeuten: 150 Jahre Bergleidenschaft, 150 Jahre Hütten- und Wegebau, 150 Jahre Publikationen, vor allem aber 150 Jahre ehrenamtliches Engagement. Der Deutsche Alpenverein ist aus vielen Gründen erfolgreich geworden, an oberster Stelle steht jedoch der große Einsatz, den viele Mitglieder oft jahrzehntelang für die Ziele des Vereins aufbrachten.“

 

(Josef Klenner, Präsident des DAV im Jubiläumsband „Die Berge und wir. 150 Jahre DAV“)

 

Fest verankert im DAV

Das Zitat bringt die Bedeutung des Ehrenamts im DAV auf den Punkt: Seit der ersten Minute der Gründung im Jahr 1869 bis heute lebt der DAV vom ehrenamtlichen Engagement – und zwar auf allen Ebenen. Von der Basis in den Sektionen bis in die Führungsgremien des Bundesverbandes ist das Ehrenamt fest im DAV verankert.

 

Die Ehrenamtlichen gestalten das Vereinsleben. Sie sind es, die Bergsport und Naturschutz voranbringen, Menschen aller Couleur für die Berge begeistern und ihnen zeigen, wie Bergsport sicher und umweltschonend möglich ist.

 

Ehrenamt Gestern.

Seit seiner Geburtsstunde im Jahr 1869 ist der DAV in all seinen Bereichen ehrenamtlich organisiert. Friederike Kaiser, Geschäftsbereichsleiterin Kultur, betont: „von der Gründung an war alles ehrenamtlich – selbstverständlich wurden die Aufgaben stets für die Sache gemacht.“ Dem noch jungen Verein wurde eine Satzung gegeben, die Gelder wurden verwaltet, Jahrbücher und Mitteilungen geschrieben, Kartenbeilagen erstellt, Hütten- und Wegebauarbeiten in den Arbeitsgebieten durchgeführt.

 

Zur besseren Aufgabenverteilung wurde bereits 1874 der Ausschuss „Hütten und Wege“ geschaffen, der bis heute im Präsidialausschuss „Hütten, Wege, Kletteranlagen“ fortbesteht. Erst Ende des 19. Jahrhunderts, als der noch junge, aber schnell wachsende Verband bereits mehrere tausend Mitglieder zählte, wurde zur Entlastung der Ehrenamtlichen auf Bundesverbandsebene ein hauptberuflicher Sekretär – der Posten des heutigen Hauptgeschäftsführers des DAV – eingestellt. Und so hielten es auch die Sektionen: Auch hier wurde schrittweise hauptberufliches Personal vornehmlich im Verwaltungsbereich beschäftigt, um das Ehrenamt zu unterstützen.

 

Mit wachsenden Aufgaben, steigender Mitgliederzahl und den Herausforderungen der „neuen“ Zeit fand eine zunehmende Professionalisierung statt – etwa mit dem Aufbau von Geschäftsstellen mit hauptamtlichem Personal, das die laufenden Vereinsgeschäfte nach den Richtlinien und Weisungen des Präsidiums bzw. der Sektionsvorstände erledigt.

 

Ehrenamt Heute.

Und so sieht es heute aus: Die Professionalisierung, sowohl im hauptberuflichen als auch im ehrenamtlichen Bereich, steht keinesfalls im Gegensatz zur Ehrenamtlichkeit im DAV. Auch heute wird der DAV mit seinen inzwischen 358 Sektionen und knapp 1,3 Millionen Mitgliedern auf allen Verbandsebenen ehrenamtlich geführt und gestaltet.

 

Dazu gehören die in den Sektionen aktiven Vorstände, Referentinnen und Referenten, Touren- und Familiengruppen-Leitungen, die Trainerinnen und Trainer in allen Formen des Bergsports sowie die in der JDAV Tätigen. Eine beachtliche Anzahl von Ehrenamtlichen erklärt sich bereit, im Beirat und Vorstand auf Sektionsebene sowie im Präsidium und Verbandsrat auf Bundesverbandsebene, die immer verantwortungsvollere Aufgabe der Vereinsführung zu übernehmen.

 

Derzeit sind knapp 30.000 Menschen für den DAV im Einsatz – freiwillige Helferinnen und Helfer, die sporadisch bei Wegebaumaßnahmen, Kletterwettkämpfen, Vereinsfesten, unterstützen, sind dabei nicht erfasst.

 

Ehrenamt Morgen.

Das Ehrenamt ist heute beliebt wie nie (siehe Freiwilligensurvey 2014). Jedoch wandeln sich mit den gesellschaftlichen und verbandlichen Veränderungen auch die Anforderungen und Rahmenbedingungen des Ehrenamts. Die Aufgaben der Verbandsführung werden komplexer und umfangreicher, gleichzeitig ändern sich die persönlichen Motive der Engagierten. Sporadisches, kurzfristiges Engagement, das sich in die persönliche Biographie einpasst, liegt im Trend.

 

Eine der großen Herausforderungen für das Ehrenamt der Zukunft wird darin bestehen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein Ehrenamt mit Ausbildung, Beruf, Familie und persönlichen Interessen vereinen lassen.

 

Ehrenamt – Herz und Seele des DAV

Das Ehrenamt verändert sich – und doch ist und bleibt es DIE Konstante in der Geschichte des DAV. Kurz: Ohne das Ehrenamt gäbe es den DAV nicht!

 

Ein HERZLICHES DANKESCHÖN für alle Engagierten im Alpenverein!!!

 

Hier finden Sie alle Infos rund um das Thema Ehrenamt im DAV.

 

Internationaler Tag des Ehrenamts

Seit 1986 wird auf Beschluss der Vereinten Nationen alljährlich der 5. Dezember als Internationaler Tag des Ehrenamtes begangen.

Weltweit sollen Ehrenamtliche für ihr freiwilliges Engagement gewürdigt und auf dessen Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für das Funktionieren des Gemeinwesens in den unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft aufmerksam gemacht werden.

 

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