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UNESCO-Entscheidung: Bergsteigen wird Weltkulturerbe

"Werte des Miteinanders"

16.12.2019, 09:37 Uhr

Ein Ritterschlag für das Bergsteigen: Die UNESCO hat in diesem Jahr die Tradition des Alpinismus in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

"Das Klettern und Wandern im Gebirge basiert auf vielfältigem Wissen über die Natur- und Wetterverhältnisse sowie die eigenen körperlichen Fähigkeiten. Der Alpinismus kann außerhalb fester Strukturen ausgeübt werden. Er betont Werte des Miteinanders und des verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur", erklärte die deutsche UNESCO-Kommission in Bonn dazu.

 

 

 

Die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes ist lang: Rund 440 Traditionen, Bräuche und überliefertes Wissen wurden bereits von dem internationalen Gremium ausgezeichnet. Ein oder mehrere Länder können der Kommission Vorschläge unterbreiten, die im Anschluss geprüft werden. Auf Bestreben Deutschlands wurden bereits die Falknerei, der Blaudruck, der Orgelbau und das Genossenschaftswesen in die UNESCO-Liste aufgenommen. Am Bergsteigen war Deutschland aber nicht beteiligt: Der Antrag kam aus Italien, Schweiz und Frankreich.

 

Alpinismus als immaterielles Kulturgut