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Bergunfallstatistik Österreich Winter 2018/19

04.04.2019, 16:42 Uhr

Die österreichische Bergunfallstatistik weist eine erfreuliche Bilanz aus: Im Winter 2018/19 gab es weniger Verletzte und Tote im Gebirge.

Unfälle auf Pisten und im Gelände: weniger Tote, weniger Verunfallte

Einen Rückgang an Toten und Verletzten meldet die östereichischen Bergunfallstatistik, die vom Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit, der Bergrettung Österreich (ÖBRD) und der Landespolizeidirektion Tirol herausgegeben wird. Die komplette Statistik finden Sie unten unter Downloads.

 

Einen deutlichen Rückgang an Unfällen im organisierten Skiraum meldet die Unfallstatistik: Etwa 400 Verletzte weniger als im Vorjahr und rund 850 weniger als im langjährigen Mittel. Auch die Zahl der Pistentoten geht mit 19 zurück (Vorjahr: 25 Tote). Im 10-Jahresmittel sterben auf Österreichs Pisten 31 Personen. Im Winter 2018/19 kamen sieben Personen durch eine Herz-Kreislauf-Störung (ca. 37 Prozent), vier bei einem Sturz, je zwei Wintersportler beim Aufprall gegen ein Hindernis und durch Kollision sowie vier Personen durch sonstige oder unbekannte Ursachen ums Leben. Der Helm gehört zur Standardausrüstung und – erfreulicherweise – zum Erscheinungsbild auf den Pisten in Österreich. Der Rückgang der Unfallzahlen auf den Pisten in Österreich könnte unter anderem mit den perfekten Pistenverhältnissen zusammenhängen.

 

Die Nationalität der Verunfallten auf Österreichs Pisten verteilt sich ähnlich wie in den Vorjahren: Etwa 36 Prozent kamen aus Deutschland, 24 Prozent aus Österreich und neun Prozent aus den Niederlanden. Die übrigen Verunfallten reisten aus Großbritannien, Schweiz und weiteren Ländern an.

 

Bei den Lawinenopfern verzeichnet die Statistik 19 Tote; davon sechs in Vorarlberg, fünf in Tirol, drei in Niederösterreich, ein Toter in der Steiermark und je zwei Tote in Salzburg. Die Lawinenopfer nach Disziplin gliedern sich wie folgt: Neun bei Variantenfahrten, fünf auf Skitour, drei beim Wandern oder Bergsteigen und je ein Opfer auf einer kombinierte Tour/Hochtour und bei einem Forstunfall.

 

Der Winter war geprägt von rekordverdächtigen Neuschneemengen in Teilen von Österreich Anfang des Jahres. Auch wenn die Unfallzahlen im alpinen Bereich rückläufig sind: Jeder Alpintote ist einer zu viel.