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Alpine Unfälle: Mehr Tote in Österreich

08.10.2019, 12:10 Uhr

In Österreich sind in diesem Sommer mehr Menschen als in den vergangenen Jahren tödlich verunglückt. Die Zahl der Verletzten blieb ungefähr gleich zum Vorjahr.

Im Zeitraum vom 1. Mai bis 29. September 2019 starben 162 Personen in Österreichs Bergen. Das sind fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr: In 2018 verunfallten 126 Personen. Die Angaben beruhen auf Auswertungen des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit, das sich auf die statistischen Erhebungen der Alpinpolizei stützt. Die aktuelle Zahl der Alpintoten ist auch deutlich höher als das Mittel der letzten 10 Jahre, das bei 143 liegt. Die Gesamtzahl aller Verunfallten Personen ist hingegen mit 2230 im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch. Der Durchschnitt der letzten 10 Jahre ist mit 1908 Verunfallten jedoch um einiges niedriger. Unter den Verletzten und Toten sind 61 Prozent Männer und 39 Prozent Frauen.

 

Die meisten Unfälle passieren beim Bergwandern

Wie auch in den vergangenen Jahren ereigneten sich die meisten Unfälle in der Ferienzeit im Juli und August. Die Hälfte der verunfallten Personen waren Bergwanderer. Ähnlich hoch ist mit 53 Prozent der Anteil der Menschen, die beim Wandern starben. Als Hauptursachen nennt das Kuratorium für alpine Sicherheit Sturz, Stolpern und Ausgleiten sowie Herz-Kreislaufversagen.

Beim Mountainbiken verunfallten 576 Personen. Diese Zahl liegt 39 Prozent höher als das 10-Jahresmittel. „Die steigenden Unfallzahlen dürften bei dieser boomenden Outdoor-Sportart vermutlich die direkte Folge von mehr Mountainbikern sein, die in Österreichs Bergen unterwegs sind“, erläutert das Kuratorium. Ungefähr 4 Prozent der Unfälle passierten mit einem E-Bike.

Ein Drittel der alpinen Notrufe wurde von unverletzten Personen abgesetzt. Diese waren meist in eine missliche Lage geraten, aus der sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskamen. Dazu gehören auch die sogenannten Blockierungen, die auftreten können, wenn jemand mit einer Tour oder den Verhältnissen überfordert ist.