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Raus in die Natur! Tipps für gelungene Familienabenteuer

31.05.2022, 11:31 Uhr

Lockdown, Home-Schooling, geschlossene Sportvereine – die Einschränkungen während der Pandemie waren für Kinder und ihre Familien oft belastend. Kinder verbrachten mehr Zeit vor dem Bildschirm, Erlebnisse fanden häufig online statt. Um am Leben zu wachsen, müssen Kinder aber die Welt be-greifen und sie nicht nur digital konsumieren.


„Kinder müssen sich in der Natur frei bewegen können, sich auspowern dürfen, mutig und selbstwirksam sein. Eine wunderbare Idee ist ein gemeinsamer Ausflug in die Berge“, weiß Catherine Wirth, die beim DAV das Thema Familienbergsteigen betreut. „Die Natur und die Berge sind ein einmaliger Erlebnisraum. Kinder können sich ausprobieren, aktiv sein, spielen und Abenteuer erleben.“ Dabei brauchen Kinder keinen Gipfel. Sie suchen stattdessen spannende Abenteuer und Geheimnisvolles überall in der Natur. Begegnungen mit Tieren und Pflanzen sind sehr eindrucksvoll, Wasser lädt immer zum Spielen ein. Und wer sich als Erwachsener auf die kindliche Erlebniswelt einlässt und sich von der Fantasie und Entdeckungslust der Kinder mitreißen lässt, wird ähnlich viel Freude und Abenteuer erleben wie die Kleinen.

 

Das Kinderbuch Ixi und die Gipfelstürmer von Felix Neureuther, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein, macht den Bergausflug und Themen wie Klimawandel, Natur- und Umweltschutz für die ganze Familie schmackhaft – erhältlich auch im DAV-Shop.

 

Ein Tag in den Bergen: Worauf Eltern achten sollten

Wer mit Kindern in die Berge aufbricht, sollte bereits die Tourenplanung sorgfältig angehen. Ideen und Wünsche der Kinder können dabei einfließen. Geländekenntnis, gute Karten sowie zusätzliche Informationen über die aktuellen Verhältnisse und das Wetter helfen, später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. „Eine gute Tourengliederung hilft, die eigenen Kräfte und die der Kinder besser einzuteilen“, rät Catherine Wirth. „Eine Möglichkeit ist, schon im Vorfeld das eine oder andere zu den geplanten Rastplätzen und zu attraktiven Wegabschnitten zu erzählen. Die Aussicht, eine Höhle zu erkunden oder auf der Hütte Kaiserschmarrn zu essen, steigert die Vorfreude.“ Am besten plant man flexibel und ermöglicht so jederzeit und spontan Verlängerungen und Verkürzungen – je nach Motivation, Witterung und Kondition. Ausreichend Trinken, eine Brotzeit und Snacks zwischendurch sollten natürlich auch nicht vergessen werden.

 

Ideen für abwechslungsreiche Draußen-Erlebnisse gesucht? Hier haben wir 12 Mikroabenteuer für die ganze Familie zusammengestellt.

 

Ein wichtiges Thema: Sicherheit am Berg

Sicherheit und Ausrüstung spielen bei einem Familienausflug in die Berge eine bedeutende Rolle. „Durch eine gute Planung lassen sich viele Gefahren vermeiden. Allerdings sollte man immer berücksichtigen, dass Kinder häufig keinen Blick für Gefahrensituationen haben“, erklärt Catherine Wirth. „Man sollte Kinder jederzeit im Blick haben und sie nur in sicherem und überschaubarem Gelände vorausgehen lassen.“ Im Aufstieg bleibt man als Erwachsener direkt hinter dem Kind, um mögliche Ausrutscher abzufangen oder um bei großen Stufen Hilfestellung zu geben. Besteht Rutsch- oder Sturzgefahr im Abstieg, kann das Kind an die Hand genommen werden oder mit Hilfe von Klettergurten und „kurzem Seil“ gesichert werden. „Besonders mit kleineren Kindern sollten Situationen und Aktionen vermieden werden, vor denen sie Angst haben“, rät Catherine Wirth. „Steinschlaggefährdetes Gelände sollte man unbedingt umgehen und auch extreme Wetterverhältnisse wie Gewitter gilt es zu vermeiden.“ Gesund auf den Berg und wieder runter heißt auch, die Ausrüstung im Blick zu haben: Ist genügend Trinken eingepackt? Sind Ersatz(unter-)wäsche, Regenjacke und warme (Fleece-)Pullis für die Kinder im Gepäck? Hat man an Sonnenschutz wie Creme, Hut oder Sonnenbrille gedacht? Und ist die Rucksackapotheke vollständig?

 

Die DAV-Familiengruppen: Seit über 30 Jahren Partner am Berg und im Tal

Wer sich beim ersten „Erlebnis Berg“ unsicher fühlt, kann die Familienangebote des DAV nutzen. Heute gibt es über 1.200 aktiv ausgebildete Familiengruppenleiter*innen in den Sektionen, die vor Ort Gruppen leiten und Touren anbieten. „Unsere Familiengruppen vermitteln Wissen und Sicherheit für das Unterwegssein in der Natur und im Gebirge“, erklärt Catherine Wirth. „Zudem unterstützen und vernetzen sie Familien. Sie ermöglichen Kindern, ihre Unternehmungslust, ihren Spieltrieb und ihren Bewegungsdrang voll auszuleben. Außerdem macht es in der Gruppe natürlich viel mehr Spaß.“ Neben einem vielfältigen Touren- und Kursangebot ermöglicht eine DAV-Mitgliedschaft vergünstigten Eintritt in Kletterhallen und bei Hüttenübernachtungen sowie einen umfassenden Versicherungsschutz in den Bergen.

 

Checkliste: Wandern mit Kindern

Was zu bedenken ist!

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Was beim Wandern mit Kindern zu bedenken ist Planung Können: Gehzeit und Schwierigkeit des Weges müssen dem Alter und Leistungsvermögen der Kinder entsprechen. Bedürfnisse: Kinder brauchen auch bei Bergtouren genügend Pausen bzw. Spiel- und Freizeit, um sich zu erholen. Erlebnisse: Wandern und Bergsteigen mit Kindern heißt sich Zeit nehmen zum Entdecken, Erleben und Beobachten. Selbstbestimmung: Kinder wollen an der Planung und Durchführung der Tour beteiligt werden – natürlich entsprechend ihrem Alter.   Ausrüstung/Gesundheit Ist genügend zum Trinken eingepackt? Sind Ersatz(unter)wäsche, Regenjacken und warme (Fleece-)Pullis für die Kinder im Gepäck? Sonnenschutz (Creme, Hut, Brille) nicht vergessen! Ist die Rucksackapotheke vollständig?   Sicherheit Wie ist der aktuelle Wetterbericht, besteht die Gefahr von Gewittern? Gibt es besondere Gefahrenstellen oder Schwierigkeiten auf der Tour? Ist notwendige Sicherheitsausrüstung (Klettergurt, Seil, Helm etc.) vorhanden? Bin ich für Notfälle gerüstet (Erste Hilfe Set, Handy, Biwaksack)? Gebietskarte (möglichst im Maßstab 1:25.000) und Führer nicht vergessen!  

Kinderfreundliche Tourenplanung

Das kleine Einmaleins

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Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie wollen nicht nur brav hinterherlaufen und langweilen sich auf eintönigen Ausdauertouren.

Alter & Können

Wandern und Bergsteigen mit Kindern

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Wandern und Bergsteigen mit Kindern bietet Familien die Chance, gemeinsam etwas zu unternehmen, Natur zu erleben und so gesunde Bewegung, Spaß, Entspannung und Freude miteinander zu verbinden.

Gefahren vermeiden

Wandern mit Kindern - aber sicher!

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Wandern mit Kindern ist anders. Um möglichst auf alle Situationen vorbereitet zu sein, hier einige wichtige Tipps: Sicherheit zuerst: Durch eine gute Tourenplanung lassen sich mögliche Gefahren vermeiden. Immer berücksichtigen: Kinder vergessen Anweisungen schnell und haben häufig keinen Blick für Gefahrensituationen. Kinder nur in sicherem und überschaubarem Gelände vorausgehen lassen. So sind sie jederzeit im Blick. Im Aufstieg bleibt man als Erwachsener direkt hinter dem Kind, um mögliche Ausrutscher abzufangen oder um bei großen Stufen Hilfestellung zu geben. Besteht Rutsch- bzw. Sturzgefahr im Abstieg, so kann das Kind an die Hand genommen bzw. mit Hilfe von Brust- und Hüftsitzgurt und „kurzem Seil“ gesichert werden. Kritische Stellen einzeln bewältigen: Die Erwachsenen sichern die Passage durch Handreichen oder Seilsichern. Besonders mit kleineren Kindern sollten Situationen und Aktionen vermieden werden, vor denen sie Angst haben. Steinschlaggefährdetes Gelände ist unbedingt zu umgehen, das Unterwegssein im Gewitter ist zu vermeiden. Ein Seilstück (9mm Durchmesser, 10m Länge) sollte auf schwierigen Wegen zur Sicherung der Kinder immer dabei sein.  

DAV-Familienmitgliedschaft

Ein Beitrag für alle

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Der DAV ist ein Familienverein. Mit dem Familienbeitrag und dem Beitrag für Alleinerziehende sind Eltern und Kinder günstig als DAV-Mitglieder mit dabei!