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Die Welt im Dunkeln erspüren. Geräuschsammlung.

24.05.2022, 13:59 Uhr

Die Dunkelheit ist ein bemerkenswerter Zustand. Die üblichen Alltagsgeräusche sind verstummt, gewohnte Umgebungen sehen plötzlich ganz anders aus. Und alles ist auch ein bisschen unheimlich. Vor allem für Kinder ist die Dunkelheit besonders aufregend. Ein Spaziergang mit Taschenlampe oder eine Übernachtung draußen im Garten oder auf dem Balkon sind deshalb besonders abenteuerlich.

So geht's:

  • Damit es nicht zu kalt wird, plant eure Übernachtung im Spätfrühling oder im Sommer.
  • Die Vorfreude steigt, wenn die Kinder in die Vorbereitungen eingebunden werden.
  • Dabeihaben sollte man unter anderem: einen Schlafsack, eine Luftmatratze/Isomatte, warme Kleidung, eine Mütze, eine Thermosflasche mit einem warmen Getränk und eine Taschenlampe.
  • Im Dunkeln werden unsere Sinne geschärft: Was im Dunkeln alles knackt und ruft, das jagt einem schon mal einen Schauer über den Rücken! Für eine Geräuschesammlung können verschiedene Fragen gestellt werden: Was hört ihr für Geräusche? Aus welcher Richtung kommen sie? Wie klingen sie?
 

Diese Geschichte und weitere Infos für Familiengruppenleiter*innen findest du in der Ausgabe 1/2014 "Mit Windeln und Karabiner". 

 

Wie kommt denn eigentlich eine Schubkarre in den Himmel?

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Am Nordhimmel kann man über das ganze Jahr hindurch den Großen Wagen sehen. Das Grundsternbild besteht aus sieben Sternen. In der einen oder anderen Darstellung aus der Antike oder aus anderen Kulturen kommen ggf. noch Sterne dazu.   So wird in ihm auch ein großer Bär gesehen, der in der Antike von Zeus in den Himmel geschleudert wurde und durch zusätzliche göttliche Gewalt ewig um den Nordstern wandern muss. Auch die Indianer sahen in der Schubkarrenmulde einen Bären, welchem drei Jungbären (die Deichsel) folgen. Andere sahen sieben Wölfe, einen Sarg, dem Klageweiber folgen, einen großen Löffel oder eine Stielpfanne in dem Sternbild. In welcher Richtung der Wagen um den Nordstern fährt, das müsst ihr selber herausfinden. Auf jeden Fall fährt er in einem Tag einmal um den Stern.   Den Nordstern findet ihr ganz einfach: Ihr nehmt die Seite des Schubkarrens, über die man ihn auch ausleeren würde und verlängert diese Seiteetwa fünf Mal. So kommt ihr zu einem Stern, der gar nicht mal so hell ist. Er ist praktisch der einzige in der Gegend. Das ist der Polarstern oder auch Nordstern. Er steht immer genau im Norden. Steht man auf dem Nordpol, so ist der Stern direkt über einem. Am Äquator liegt er direkt auf dem Horizont auf. Auf der Südhalbkugel ist er folglich nie zu sehen. Misst man den Winkel zwischen dem Horizont und dem Nordstern beispielsweise mit einem Sextanten, so kann man direkt seinen aktuellen Breitengrad ablesen. Der Nordstern spielte in der Navigation auf See eine sehr wichtige Rolle. Heute dient er dazu, spannende Geschichten über Bären, Wölfe und Seefahrer zu erzählen. 

Indianische Erzählung zum Ursprung der Sterne

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Vor langer Zeit, als die Tiere noch in einer allgemeinverständlichen Sprache redeten, gab es keine Nacht. Immerzu schien die Sonne. Die Tiere waren unzufrieden und stritten unentwegt miteinander. Moneto, der indianische Gott, war traurig über diese Streitereien und warnte die Tiere dreimal. Sie beruhigten sich nach jeder Ermahnung – aber nie für sehr lange. Moneto hatte irgendwann genug von diesem ständigen Gezanke und verdeckte die Sonne mit einer großen Decke, so dass es ganz dunkel wurde auf der Erde.   Die Tiere aber konnten im Dunkeln nicht mehr so gut kämpfen und auch nicht mehr streiten, so dass sie eine große Versammlung einberiefen. Sie überlegten, wie sie die riesengroße Decke von der Sonne entfernen könnten und alle Tiere starteten Versuche, die Decke herunterzuziehen.   Der stärkste Bär sprang von einem der höchsten Berge, verpasste die Decke, fiel hin und plättete seine Nase, so dass er noch heute mit einer Stupsnase herumläuft. Ein Geier schaffte es, seinen Kopf durch die Decke zu stecken, aber er war so begeistert, die Sonne wieder zu sehen, dass er nicht merkte, wie die Hitze der Sonne ihm all seine Kopffedern verbrannte. Mit einer Glatze, die er bis heute noch hat, kehrte der Geier zur Erde zurück. 1000 Klapperschlangen taten sich zu einer Kette zusammen. Ein Panther versuchte daran hochzuklettern, um die Decke von der Sonne wegzuziehen. Aber das lange Klapperschlangen-Seil brach unter dem Gewicht der Raubkatze zusammen.   Das letzte Tier, das einen Versuch startete, war ein Kolibri. Alle Tiere lachten über den kleinen Vogel, aber er versuchte es trotzdem. Als er die Decke nahe der Sonne erreichte, begann er, mit dem Schnabel Löcher in die Decke zu stechen. Jedes Loch ließ ein bisschen Sonnenlicht durch. Heute sehen wir diese Löcher als Sterne am Himmel.   Die Tiere jubelten dem Kolibri zu, und Moneto, der indianische Gott, war so erfreut darüber, dass die Tiere so gut zusammengearbeitet hatten, dass er die Decke für eine Tageslänge entfernte. Für die Länge einer Nacht verdeckte er die Sonne wieder, um die Tiere immer daran zu erinnern, dass sie in Frieden zusammenleben sollen.