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"Spüre dich selbst" – die neue DAV-Kampagne für gesundheitsorientierten Bergsport

01.07.2020, 12:04 Uhr

Im Bergsport bringen wir uns oft an unsere Leistungsgrenzen. Wichtig ist, dass wir dabei auch auf unseren Körper hören und unsere Grenzen kennen. In der Kampagne "Spüre dich selbst" steht gesundheitsorientierter Bergsport im Mittelpunkt. Souverän und demütig, kompetent und defensiv, mit Achtsamkeit und Rücksicht werden Bergsport-Erlebnisse zu Geheimwaffen für die körperliche und seelische Gesundheit. Begleitet wird die DAV-Kampagne von unserem neuen Partner Bergader.

Am Anfang stand die Studie

Die Idee zur Kampagne "Spüre dich selbst" hat sich aus der Studie "Stressreduktion durch Bergwandern" heraus entwickelt, die von Professor Sven Sohr und Toni Abbattista an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport im Auftrag des DAV durchgeführt wurde. Schnell war klar, dass hier ein Themenfeld angestoßen wurde, welches nicht nur auf die große Bandbreite des Bergsports übertragbar ist, sondern auch den Puls der Zeit trifft.

 

In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft mit sich permanent wandelnden Strukturen steht Stress an der Tagesordnung – die Weltgesundheitsorganisation stuft Stress als eines der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts ein. Konkurrenz, Wettbewerb und Leistungsdruck, die den Rhythmus unserer Gesellschaft prägen, machen uns zu schaffen.

Umso wichtiger ist es, bewusst auf sich und den eigenen Körper zu hören. Dies gilt sowohl für das Berufsleben, als auch für das eigene Freizeitverhalten. Gesundheitliche Signale wahrnehmen und deuten können, Stress vermeiden und durch die Bewegung in der Natur positive Energie tanken – darum geht es beim achtsamen Bergsport.

Die Studie zeigt deutlich: Wandern reduziert das Stresserleben und fördert positive Gefühle wie Zufriedenheit, Dankbarkeit, Demut und Lebenssinn.

 

Genauere Informationen zur Studie gibt es hier.

 

Bergsport für physische und psychische Gesundheit

In der Kampagne "Spüre dich selbst" geht es nicht allein um körperliche Gesundheit und die Aktivitäten am Berg. Vielmehr geht es um den Weg zu innerem Ausgleich. Es geht um weniger Stress und mehr Zufriedenheit. Um weniger "im Außen" sein, dafür mehr auf sich selbst achten. 

 

Die Bewegung in den Bergen liefert den idealen Rahmen für diese Ziele: Im Sommer wie im Winter, beim Klettern, Mountainbiken, Wandern oder sämtlichen anderen Aktivitäten in den Bergen und der Natur. Ganz gleich ob Breiten- oder Spitzensport – unterm Strich kommt es auf die innere Haltung an, darauf die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu achten. 

 

Die Kampagne "Spüre dich selbst" bietet abwechslungsreiche und informative Themen zum gesundheitsbewussten Bergsport. In den nächsten Wochen und Monaten entsteht mit "Spüre dich selbst" ein bunter Strauß von Infos, Tipps und Geschichten für und über achtsamen Bergsport: neue Tourenlisten auf alpenvereinaktiv.com, kleine Übungen für mehr Aufmerksamkeit im Alltag und am Berg, Interviews und vieles mehr.

 

Genuss - mehr als nur Essen?

Gemeinsam mit dem DAV-Partner Bergader wird die Kampagne unter anderem das Thema Genuss aufgreifen. Was aber bedeutet Genuss genau und welche Rolle spielt dabei die Ernährung im Hinblick auf einen achtsamen Umgang mit sich selbst?

 

Als Partner des DAV im Bereich gesundheitsorientierter Bergsport unterstützt Bergader die Kampagne „Spüre dich selbst“ zum Beispiel mit Rezeptvorschlägen für das nächste Bergabenteuer, Podcastfolgen rund um achtsamen Bergsport und vielen weiteren Themen und Inhalten.

 

 

 

 

Abschalten

Versuch der digitalen Stille am Berg

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Die Natur auf sich wirken lassen, ganz in sich selbst ruhen – ohne Ablenkung, ohne Alltag, ohne Verbindung zur Außenwelt. Die Berge so erleben, wie es sich richtig anfühlt. Darum geht es in der Kampagne "Spüre dich selbst". So wie es sich richtig anfühlt. Da steckt viel Eigenverantwortung dahinter: Wie ist es für mich richtig? Was tut mir gut? Vielleicht hilft es, am Berg einfach mal abzuschalten ... Spätestens, seitdem Kameras nicht mehr ganze Monatsgehälter kosten, gehören "Gipfel" und "Foto" für uns fest zusammen. Denn das Gipfelfoto zeigt das „Ich“ und das „Hier“. Das „Ich war hier“. Mal liegt die Betonung mehr auf dem "Ich", mal mehr auf dem "Hier". Wir zeigen, dass wir wirklich dort waren, oben auf dem Gipfel. Glücklich. Geschafft. Bei strahlendem Sonnenschein. Im feinsten Pulverschnee. Mit Kletterausrüstung. Oder ohne. Für uns bedeutet das für einen Moment vielleicht alles. Für den Rest der Welt ist unser Gipfelselfie indes ziemlich unerheblich. 

Weniger Stress dank Wandern

Befunde einer Gesundheitsstudie

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Die Studie "Stressreduktion durch Bergwandern" von Professor Dr. Sven Sohr und Toni Abbattista wurde im Auftrag des DAV an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport durchgeführt und zeigt die positiven Effekte des Bergwanderns. Arbeit, Kinder, Ausbildung, Schule, Studium; noch eine schnelle Erledigung, ein Arzttermin, kurz zum Einkaufen, einen Termin mit dem Handwerker vereinbaren, Essen kochen und die Nachrichten aus fünf verschiedenen Gruppenchats beantworten. Unser Alltag birgt viel Stresspotential. Stress ist nicht immer negativ: Stress setzt Energiereserven des Körpers frei und macht uns leistungsfähig. Bis zu einem gewissen Grad. Stehen wir ständig unter (negativem) Stress, kann das ernsthafte Folgen für unsere Gesundheit haben. 

Bergader und DAV starten Partnerschaft

Wir haben einen neuen Partner!

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Die Privatkäserei Bergader ist seit dem 1. Juli 2020 neuer Partner des DAV Bundesverbands. Damit reiht sich der bayerische Käsespezialist neben der Versicherungskammer Bayern, Globetrotter, VAUDE, Seeberger und fritz-kola ein und erweitert das Portfolio an großartigen Partnerschaften. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Der Ruf der Berge – Vortrag Prof. Dr. Hartmut Rosa

Bergpodcast Folge 10

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Der Berg ruft: Immer mehr Menschen zieht es in die Berge. Damit wächst auch unsere Verantwortung für die Natur. In einer Vortragsreihe setzen der Deutsche Alpenverein und die Bayerische Akademie der Wissenschaften die aktuelle Bergbegeisterung in einen gesellschaftlichen und historischen Kontext: "Die Alpen. Der gefährdete Traum" heißt die Reihe anlässlich des 150. DAV-Jubiläums. Den Anfang hat Mitte Mai der Soziologe Prof. Dr. Hartmut Rosa gemacht. Er sprach zum Thema "Der Ruf der Berge. Eine resonanztheoretische Deutung".