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Erleben

Tipps für mehr Achtsamkeit beim Bergsport

Im Hier und Jetzt sein, die Natur genießen, Kraft tanken, positive Momente erleben – das sind die Ziele beim achtsamen Wandern. Toni Abbattista, Berg- und Gesundheitscoach, stellt Tipps und Übungen vor, um den Einstieg in achtsame Bergtouren zu erleichtern. Die Übungen wendet man am besten bei einer Bergwanderung oder einem Spaziergang an, viel Aufwand oder Ausrüstung braucht man dafür nicht. Regelmäßig eingesetzt können sie auch für den Alltag positive Effekte bringen.

Sieben Tipps für gesundheitsbewusste Touren

  1. Tourenplanung
    Es geht nicht um schneller, höher, weiter. Versuche dich von solchen Ansprüchen zu lösen und plane genug Zeit ein, um am Ende nicht in Hektik zu geraten. Wähle die Tour passend zu deinen Vorlieben, deiner Fitness, Ausdauer und Erfahrung.
  2. Bewusst machen
    Mach dir vor deiner Tour bewusst, was du von dem Tag erwartest. Suchst du Ruhe oder Zeit mit anderen? Fühlst du dich fit? Hast du körperliche Probleme? 
  3. Erreichbarkeit 
    Sei, wenn möglich, während der Tour auch mal offline. Nimm dir die Zeit für dich und blende äußere Störfaktoren so weit wie möglich aus. 
  4. Langsam loslegen 
    Gewöhne deinen Körper langsam an die Belastung des Bergaufgehens. Höre besonders in den ersten 20 Minuten auf deine Atmung und den Herzschlag.
  5. Wahrnehmen 
    Lass die Bewegung in der Natur auf dich wirken. Nimm dir Zeit, die Landschaft wahrzunehmen. Spüre dich selbst: Wie wirken die Bewegung und die frische Luft auf deinen Körper? Verändert sich dein Denken? 
  6. Genuss
    Kalorien werden wenn überhaupt nur im Tal gezählt. Lass es dir bei deiner Bergtour also einfach mal schmecken – ganz ohne Reue.
    Ideen für eine leckere Käse-Bergbrotzeit gibt es zum Beispiel bei Bergader
  7. Tagesrückblick 
    Lass die Tour am Ende des Tages noch einmal Revue passieren. Versuche, die schönen Momente des Tages in deinem Kopf abzuspeichern, vielleicht helfen sie in turbulenten und stressigen Zeiten ruhig Blut zu bewahren. 
 

Entschleunigen - das Spiel mit der Geschwindigkeit

Wer kennt ihn nicht, den permanenten Alltagstrott? Gleiche Routine, geicher Rythmus, gleicher Ablauf.

 

Auch beim Wandern fällt man gelegentlich in eine Art "Trott" und nimmt die Umgebung kaum mehr wahr. Das Ziel erreicht, wird im Geiste ein Häkchen gesetzt.

 

Mit einer einfachen Übung lässt sich dieser Trott aufbrechen: Gehe ein Stück der Wegstrecke zunächst in deutlich höherem Tempo. Laufe dann zurück und gehe den gleichen Abschnitt noch einmal, diesmal sehr langsam.

 

Achte darauf, wie der Tempowechsel auf deinen Körper, deine Gedanken und deine Wahrnehmung wirkt. Ist dir das kleine Pflänzchen am Wegesrand auch aufgefallen, als du die Strecke im schnelleren Tempo gegangen bist? 

 

Kleine Übungen wie diese lassen sich auch wunderbar in den Alltag integrieren: Auf dem Weg zum Supermarkt, in die Arbeit oder Schule, beim Spaziergang im Park. Versuche, ein bisschen mehr auf deine Umgebung und dich selbst zu achten.

 

Aussuchen und Loswandern

Eine Liste mit "Spüre dich selbst"-Touren gibt es auf alpenvereinaktiv.com. Die dort vorgestellten Routen und Wege wurden speziell für achtsame Bergliebhaber/-innen ausgewählt. Sie führen zum Beispiel in einer Runde zurück zum Ausgangspunkt – und erlauben so fast auf jedem Meter einen neuen Blick auf die Landschaft. Die sieben Tipps von Toni Abbattista lassen sich auf den Touren leicht umsetzen. 

 

 

 

 

 

 

Als Partner des DAV im Bereich gesundheitsorientierter Bergsport unterstützt Bergader die Kampagne „Spüre dich selbst“ zum Beispiel mit Rezeptvorschlägen für das nächste Bergabenteuer, Podcastfolgen rund um achtsamen Bergsport und vielen weiteren Themen und Inhalten.

 

Abschalten

Versuch der digitalen Stille am Berg

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Die Natur auf sich wirken lassen, ganz in sich selbst ruhen – ohne Ablenkung, ohne Alltag, ohne Verbindung zur Außenwelt. Die Berge so erleben, wie es sich richtig anfühlt. Darum geht es in der Kampagne "Spüre dich selbst". So wie es sich richtig anfühlt. Da steckt viel Eigenverantwortung dahinter: Wie ist es für mich richtig? Was tut mir gut? Vielleicht hilft es, am Berg einfach mal abzuschalten ... Spätestens, seitdem Kameras nicht mehr ganze Monatsgehälter kosten, gehören "Gipfel" und "Foto" für uns fest zusammen. Denn das Gipfelfoto zeigt das „Ich“ und das „Hier“. Das „Ich war hier“. Mal liegt die Betonung mehr auf dem "Ich", mal mehr auf dem "Hier". Wir zeigen, dass wir wirklich dort waren, oben auf dem Gipfel. Glücklich. Geschafft. Bei strahlendem Sonnenschein. Im feinsten Pulverschnee. Mit Kletterausrüstung. Oder ohne. Für uns bedeutet das für einen Moment vielleicht alles. Für den Rest der Welt ist unser Gipfelselfie indes ziemlich unerheblich.